miteinander Zeitschriften-Archiv
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12/2005: miteinander 11-12/2005 Ausgabe: November-Dezember 2005
12/2005: Leit-Gedanken "Wer seinen Hund liebt, muss nicht auch dessen Flöhe lieben", meinte ein deutscher Politiker, als er auf Skandale in seiner Partei angesprochen wurde. Wer die Kirche liebt, muss nicht auch ihre Skandale, Dummheiten, Unmenschlichkeiten lieben. "Schau nicht auf unsre Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche", beten wir... Wilhelm Müller
12/2005: Ich komme wirklich gerne nach Linz Amtsübernahme in Linz Am 18. September übergab Bischof Maximilian Aichern den Hirtenstab an den bisherigen Wiener Weihbischof Ludwig Schwarz. Das Wort dieses Übergangs heißt Freude. "Dient dem Herrn in Freude", so lautet das Leitwort von Bischof Ludwig Schwarz. Und Bischof Maximilian Aichern verabschiedete sich in seiner letzten programmatischen Predigt mit den Worten: "Lasst euch die Freude am Menschsein und Christsein nie durch etwas nehmen!"... Otmar Stütz
12/2005: Der lächelnde Engel "Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über" (Lk 6,45)* Im Regensburger Dom zu St. Peter befindet sich eine bemerkenswerte Statue aus dem 13. Jahrhundert. Sie trägt ein Spruchband in der Hand mit der Aufschrift "Ave Maria, gratia plena" – Gegrüßet seist Du Maria, voll der Gnade. Es handelt sich dabei um den Engel Gabriel, der Maria die Geburt Jesu verkündet. Das Bemerkenswerte an dieser Darstellung des Engels ist sein Gesichtsausdruck: Er lächelt. Er öffnet den Mund vor Freude und lacht nahezu von einem Ohr zum anderen. Wer dieses Gesicht längere Zeit betrachtet, kann beinahe nicht anders als zurückzulächeln... Peter Schipka
12/2005: Selig sind die Friedensstifter STARKE FRAUEN IN DER KIRCHE Den Anspruch der Bergpredigt in ihrer Arbeit für eine aktive Gewaltfreiheit umzusetzen, wurde zum Lebensziel von Hildegard Goss-Mayr. Heuer feierte die österreichische Friedensaktivistin ihren 75. Geburtstag. Mit dem Gedankengut der Friedensbewegung wuchs die am 22. Jänner 1930 in Wien geborene Hildegard schon im Elternhaus auf. 1928 hatte ihr Vater Kaspar Mayr die Leitung des aus London nach Wien übersiedelten internationalen Büros des IVB (Internationaler Versöhnungsbund), der ersten ökumenischen Friedensbewegung des 20. Jahrhunderts, übernommen... Ingeborg Schödl
12/2005: 1955 – Freiheit: Geschenk und Auftrag Der Beitrag der Kirchen zur 2. Republik Die Herrschaft des 1000-jährigen Reiches hatte in Österreich nur wenig mehr als sieben Jahre gedauert. Das Jahr 1945 brachte das Ende des Nationalsozialismus und das Wiedererstehen Österreichs. Das Land war allerdings nicht frei. Bis zum Staatsvertrag am 15. Mai 1955 blieb es von den alliierten Mächten besetzt. Der Anteil der "Beter" für die Freiheit Österreichs, in dem von P. Petrus begründeten "Rosenkranz-Sühnekreuzzug", darf dabei nicht vergessen werden. Die Kirche, deren Stellung in Staat und Gesellschaft in der Ersten Republik bis zum Jahr 1938 durch eine enge Bindung an die politischen Machthaber gekennzeichnet war, versuchte nun, frei von staatlicher Bevormundung und weltanschaulicher Behinderung, wieder mit der ihr aufgetragenen Arbeit zu beginnen... Annemarie Fenzl
12/2005: Die Bibel geht mich an "Die Bibel geht mich an". Als Buch fürs Leben geht die Bibel jeden Menschen wirklich etwas an. Sie erzählt Geschichten aus dem Leben des Volkes Israel mit Gott und Geschichten über das Leben von Frauen und Männern, in deren Leben Gott an sie herangetreten ist. Und nicht zuletzt erzählt die Bibel über das Leben Jesu. Sie will durch diese Lebensbeispiele helfen, die sehnsüchtigen Fragen der Menschen, wie Leben geht und was wichtig ist für ein glückliches Leben, zu beantworten... Wolfgang Schwarz
12/2005: Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Dort erwarten ihn Leiden, Sterben, aber auch die Auferstehung. Was war nun der Hintergrund für jene Frage, die man Jesus stellte: "Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?" Der unmittelbare Anlass war die Nachricht über die Ermordung von Juden im Tempel, der Einsturz des Turms von Schiloach, desgleichen eine Erzählung Jesu vom unfruchtbaren Feigenbaum (vgl. Lk 13,1-9). Jesus hatte eine ernste Mahnung zur Umkehr für alle angeschlossen. Der Fragesteller redete Jesus mit "kyrios" an, also mit einem Hoheitstitel. Jesus ist mehr als ein bloßer Mensch, er ist ein Prophet, ja einer, der den Weg zum Heil zeigen und ihn auch ermöglichen kann. Die Meinungen über die Zahl der Geretteten ging auseinander, die einen (so die Pharisäer) glaubten, ganz Israel gehöre zu den Geretteten; andere wiederum sagten, nur wenige würden gerettet. Wenn alle unisono das Heil erlangten, dann bräuchte sich keiner mehr anzustrengen; sind es nur wenige, dann könnten Pessimisten den Mut verlieren und sagen: Ich gehöre nicht dazu... Johannes Gamperl
12/2005: Gastkommentar Der Priester – ein Tausendsassa? Das Zweite Vatikanische Konzil, das vor rund 40 Jahren zu Ende gegangen ist, hat das allgemeine Priestertum aller getauften und gefirmten Katholiken in Erinnerung gerufen. Wir spüren aber allerorten – in Gesprächen mit gläubigen, aber auch mit der Kirche fern stehenden Menschen – die besondere Bedeutung, die dem geweihten Priester beigemessen wird. "Wer euch hört, der hört mich", hat Jesus zu seinen Aposteln gesagt, das verleiht seinen Jüngern einerseits Autorität, legt ihnen aber andererseits auch große Verantwortung auf. Treten sie nicht glaubwürdig auf, fällt die Botschaft, die sie verkünden, selten auf fruchtbaren Boden. Ich habe im Lauf meines Lebens viele Priester kennen und manche in hohem Maß schätzen gelernt... Heiner Boberski
12/2005: Neues aus Linz Jugendfeste – Pfarrbrief "Fit4life" – so hieß ein Jugendfest bei den Franziskanerinnen in Vöcklabruck. Themen dieses Festes waren: Bibel for you and me, ein "Kleiner Grundkurs in Zaubern", Shalom – was Christen vom Judentum wissen sollten, Kreuz und quer: Fragestunde über das Leben im Kloster, die Natur durch’s Mikroskop betrachten, Jung trifft Alt: Begegnung mit älteren Schwestern, Taizégebet, Ich und meine Sexualität – Arbeit mit dem TeenSTAR-Programm, Klosterführung. Auch die Berufungspastoral gestaltete einen Workshop zum Thema "Berufswahl": Wie finde ich meinen Weg? Wie finde ich meinen Beruf? "Find Your Way" war mein Titel… Berufung und Berufe im Pfarrblatt Das Pfarrblatt (oder der Pfarrbrief) ist für die Kommunikation innerhalb der Pfarre und für den Kontakt mit der Öffentlichkeit ein wichtiges Medium. Das Pfarrblatt ist ein Abbild der Pfarre und fördert ihre Identität. Themen, die darin angesprochen werden, vermitteln die Botschaft der Kirche, Anliegen und Sorgen kommen zur Sprache. Darum sollen auch die Themen Priester, pastorale Berufe und das Thema "Berufung" vorkommen... Informationen unter: www.dioezese-linz.at/berufungspastoral Otmar Stütz
12/2005: Don Bosco Familie Erneuerungsbewegungen in der Kirche ... In der Don Bosco Familie sind heute mehrere Gruppen beheimatet. Kern und Animatoren der Bewegung sind die beiden Ordensgemeinschaften: "Salesianer Don Boscos" (SDB) und "Don Bosco Schwestern" (FMA) sowie die Laienformationen: die "Salesianischen Mitarbeiter Don Boscos" (SMDB) und die "Ehemaligen". Gemeinsam bilden sie die "Salesianische Familie"... Beate Zimmermann Die Redaktion dankt Frau Mag. Zimmermann, dass Sie uns mit der Serie "Erneuerungbewegungen in der Kirche" durch neun Ausgaben begleitet hat.
12/2005: Wähle das Leben Dem Menschen gemäß ist es, aufrecht durchs Leben zu gehen. Wenn ich hoch erhobenen Hauptes daherkomme, dann ist mir wahrscheinlich klar, was ich will und worauf ich hinauswill. Ich habe Zukunft und bin auch willens, diese zu gestalten. Menschen, die glauben, keine Zukunft (mehr) zu haben, verlieren den Halt, lassen sich fallen und geben (sich) auf... Gerhard Bauer
12/2005: Rosaroter Sonntag Die liturgischen Anweisungen des dritten Adventsonntags nennen für die Gewänder eine merkwürdige Farbe, nämlich wirklich und wahrhaftig rosa. Mein kluges Nachschlagewerk beschreibt ein kräftiges, leicht grelles Rosa als pink. Das kommt aus dem Englischen. Wenn man dort jemand mit der Bezeichnung "pink" versieht, heißt das: er ist kerngesund: "he is in the pink", oder: "he is in the pink of condition", er ist in hervorragendem Zustand... Klaus Weyers
12/2005: Offenbarung 1498 erschien das erste Bild-Buch Albrecht Dürers, der damals 27 Jahre alt war. Es trug den Titel "Apocalypsis cum figuris". Es enthielt den lateinischen Titel der Offenbarung des Johannes und jeweils auf der rechten Seite (insgesamt 14) Holzschnitt-Illustrationen zu diesem letzten Buch der Bibel. Das Titelbild zeigt die Illustration zur einleitenden Vision des Johannes. Sie folgt sehr genau dem Text... Gottfried Auer
12/2005: Canisiuswerk aktuell Adventkalender Der neu gestaltete Adventkalender 2005 widmet sich ebenfalls dem o.a. Jahresthema und soll als Anregung für kleine persönliche "Exerzitien" in der Adventzeit dienen. Wegen der begrenzten Stückzahl bitte rechtzeitig bestellen (Tel.:01/512 51 07-14). Plakatwettbewerb Einsendeschluss für den Plakatwettbewerb zum Jahresthema "Nehmt Gottes Melodie in euch auf!" ist der 31. Oktober 2005. www.touch-me-gott.com Als Gemeinschaftsprojekt im deutschsprachigen Raum gibt es vom 4.-18. Dezember wieder diesen Internetkurs. "Touch me, Gott" liefert vom 4. bis 18. Dezember 2005 täglich einen Brief, einen Impuls, der mit Gott in Berührung bringt. Dieser Brief liegt in der so genannten soularea bereit und muss dort abgeholt werden. "Touch me, Gott" braucht die Bereitschaft, sich täglich ca. 10 Minuten Zeit zu nehmen – für Gott und für sich selber. Inhaltlich geht es bei diesem Kurs darum, die Adventzeit intensiver zu leben und sich auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Die Beziehung zu Gott, zum anderen und zu mir selbst bekommt neue Impulse. Als roter Faden taucht immer wieder das Thema Freude auf. Der Kurs ist für Jugendliche ab 14 Jahre geeignet, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. An "Touch me, Gott" können Jugendliche alleine und völlig unabhängig teilnehmen. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass es hilfreich ist, mit anderen Teilnehmer/innen in Kontakt zu stehen. Dafür sind das Kursbuch sowie das Internetcafe als Chatroom vorgesehen. Außerdem stehen viele Kursbegleiter/innen für persönliche Fragen zur Verfügung. Um auf diesen Kurs aufmerksam zu machen, gibt es heuer keinen Flyer, sondern ein (bei uns zu bestellendes) trendiges Silikonarmband. Berufsinformationsmessen 2005 Mit einem eigenen Stand wird das Canisiuswerk bei den Berufsinformationsmessen in Graz von 3. – 5. November und in Salzburg von 17. – 20. November vertreten sein. Briefkurs "Wir bereiten den Boden – Gott aber lässt wachsen": 8. Jänner – 12. Februar 2006 Dank und Bitte Derzeit bearbeiten wir die von den Seminarien und Ordenshäusern einlangenden Unterstützungsansuchen für die Studenten. Unser Kuratorium wird darüber am 17. November entscheiden. Helfen Sie uns, damit wir möglichst viele der Ansuchen positiv beantworten können. Ein herzliches Vergelt´s Gott für Ihre Hilfe. Jahresbericht 2004 Unser Jahresbericht 2004 steht nach der Genehmigung durch das Kuratorium ab 18. November auf unserer Homepage als Download zur Verfügung bzw. wird auf Anforderung auch gerne zugesandt. Kurt Schmidl
12/2005: Zum monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe Donnerstag, 3. November 2005 "Leben" – ist der Urwunsch des Menschen. Um leben zu können, wird alles andere aufs Spiel gesetzt. Länger, glücklicher, zufriedener leben – verspricht die Werbewirtschaft mit ihren Angeboten und nützt die Lebenssehnsucht der Menschen reichlich aus. In diesen Tagen um Allerheiligen und Allerseelen erinnert uns aber die Kirche daran, dass das Ziel unseres Lebens... Donnerstag, 1. Dezember 2005 "Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen" – diese Worte aus der Dreikönigsgeschichte waren das Motto des heurigen Weltjugendtages in Köln. Wie die Sterndeuter aus fernen Ländern, sind auch wir in diesen adventlichen Tagen unterwegs nach Bethlehem... Franz Schrittwieser
12/2005: Hinweis "Licht für Bethlehem" Ein Angebot, das die Not in Bethlehem lindern hilft! Die Mauer umschließt jetzt die Stadt völlig. Mehr als 60 % der Schnitzer von Olivenholzarbeiten haben keine Arbeit. Das Canisiuswerk möchte mithelfen, die Not leidenden Familien in Bethlehem zu unterstützen. Die Schnitzereien sind ein besonderer Christbaumschmuck, aber ebenso ein sinnvolles Geschenk. Angeboten werden vier Motive (Stern, Glocke, Haus, Engel) in der Größe 7x7 cm. Preis/Stück: € 2,50, ab 10 Stück € 2,–. Ebenso gibt es größere Motive (Höhe 9 und 10 cm) mit Weihnachtsdarstellungen zu € 6,– und € 8,–. Die Motive können beim Canisiuswerk eingesehen und erworben werden. Wünschen Sie eine Zusendung, richten Sie die Bestellung ausschließlich an: Initiative Christlicher Orient, Bethlehemstr. 20, 4020 Linz; Tel./Fax: 0732/77 35 78; ico@utanet.at Informationen im Internet unter: www.christlicher-orient.at
12/2005: Gott in allen Dingen finden Du hast mich im Moment ganz schön erschreckt und störst mich leicht in meiner Konzentriertheit. Was sagst du mir? Ich soll es lassen – einfach so, was ich tagaus – tagein mit Leidenschaft vorangetrieben habe? Du meinst es doch nicht ernst: Ich soll Arbeit und Hektik, mein Gehalt und meine Karriere beiseite oder hintan stellen! Meine Wege hast du durchkreuzt, meine Pläne gelten nicht mehr. Du hast anderes mit mir vor. Soll ich mich wehren – kann ich fliehen vor dir? Du hast mich eingeholt – mein Herr. Ich ergebe mich dir und vertraue mich dir an. Tue mit mir, was du willst, aber liebe mich. p. feri schermann