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7-8/2009: miteinander 7-8 09 Download Ausgabe Juli-August 2009
7-8/2009: Leit-Gedanken Jede Gemeinschaft braucht einen Verantwortlichen. Jede religiöse Gemeinschaft braucht einen Verantwortlichen, der auf geistliche Weise dazu bestellt ist. Jede religiöse Gemeinschaft, die sich auf Christus beruft, muss Verantwortliche haben, für deren Tun Christus bürgt. Wir nennen diese Bürgschaft Weihe. Die Weihe gibt die Garantie, dass mit dem, was im Auftrag Christi geschieht, nicht nur die Erinnerung an Christus wachgehalten wird, sondern dass er selbst gegenwärtig ist... Wilhelm Müller
7-8/2009: Weil es Zukunft gibt Vor vier Jahren war ich das erste Mal bei einer Priesterweihe dabei. Ich konnte erleben, dass Menschen sich versammeln und in einem besonderen Gottesdienst für diejenigen beten, die zu Priestern geweiht werden. Die wesentlichen Zeichen jeder Weihe - sei es zum Diakon, Priester oder Bischof - sind Gebet und Handauflegung. Diese einfachen Handlungen haben mich damals stark beeindruckt: Menschen kommen zusammen, stellen sich betend hinter jene, die geweiht werden, und sind bereit, ihnen ihr Vertrauen zu schenken. Das griechische Wort für Kirche ist "ekklesia". Es bedeutet soviel wie "Einberufung", "Versammlung" oder "Gemeinde". Die ersten Christen, die ihre Gemeinschaften so nannten, waren sich der unterschiedlichen Bedeutungen dieses Wortes bewusst. Sie wollten vielleicht dadurch ausdrücken, dass sie sich nicht nur aus der Sehnsucht nach Gemeinschaft heraus versammeln, sondern weil sie dem Ruf Gottes folgen. Diese zweifache Bedeutung hat das Wort Kirche auch heute noch: eine Gemeinschaft von Menschen, die einem Ruf folgen, der von anderswoher kommt. Sehnsucht und Widerstand Wenn ich zum Priester geweiht werde, weiß ich, dass ein lang ersehnter innerer Wunsch in Erfüllung geht... Martin Schrems
7-8/2009: "Schwört überhaupt nicht!" Wie ernst nehmen wir das Schwurverbot Jesu?
Ein älterer Priester, der innerhalb kurzer Zeit nacheinander mehrere Ämter auszuüben hatte, meinte zur Häufigkeit der damit verbundenen Eidesleistung: "Ich frage mich allmählich, ob wir einander in der Kirche noch über den Weg trauen. Es ist so, als würden wir sogar dem Schwören keinen echten Glauben schenken." Tatsächlich wird in der Kirche häufig geschworen...
Richard Tatzreiter
7-8/2009: Lichteinfall "Bekehrung des Paulus" von Michelangelo Merisi da Caravaggio, Cerasi-Kapelle, Santa Maria del Popolo, Rom
Ein Künstler des Lichtes ist er gewesen, Michelangelo Merisi (1571 - 1610), Caravaggio genannt. Einer, der fasziniert war von den Offenbarungen, die das Licht schenkt, wo es erwartet oder unerwartet einfällt in den Alltag, in den gewohnten Lauf des Lebens. Meist ist der Einfall dieses Lichts nicht eindeutig zu bestimmen; seine Quelle liegt außerhalb dessen, was der Maler, was die Betrachtenden erfassen können. Nur seine Wirkung ist wahrzunehmen: Es trifft, leuchtet aus; es entzieht dem Verstecken und dem Bann der Dunkelheit; es legt bloß und umhüllt zugleich; es zeigt, was ist, und verändert alles; es beleuchtet das Äußere und erleuchtet doch von innen her.
Und dann dieses Pferdebild. Als ob Caravaggio in die Mitte der "Bekehrung des Paulus" nichts anderes stellen hätte können als den mächtigen Pferdekörper, der wie eine Breitbildleinwand Licht und Schatten aufnimmt, als Reflexionsfläche ablenkt von der Herkunft des Lichts...
Raphaela Pallin
7-8/2009: Die Löcher im Käse Der Wallfahrtsort der Landschaft, in der ich geboren bin, heißt Kevelaer. Wallfahrtsorte haben ihre eigene Geschichtsträchtigkeit. Es ist ein seltsames Gespür zu wissen: Wo du jetzt stehst, sind deine Vorfahren schon zur Wallfahrt gewesen. Aber es geht mir hier nicht um Berichte vom Wallfahren und Singen, sondern um Käse. In Kevelaer gibt es nämlich einen sehr guten holländischen Käsespezialitätenladen, dessen Kunde ich nach frommem Gebet gerne bin. Der Käsemann erklärt mir fachgerecht jede Käsesorte. Da gibt es natürlich den Käse, zu dessen Existenz Löcher gehören. Es ist klar, dass mein Käsespezialist den Käse vom Käse her beschreibt und keineswegs von den Löchern her. Ein Laib Käse ist nicht Loch mit Käse drum herum, sondern Käse mit Löchern drin. Die Löcher sind nicht das Eigentliche am Käse. Die Löcher gehören zum Werdeprozess des Käses... Klaus Weyers
7-8/2009: Gastkommentar "Wir glauben, darum reden wir" 2 Kor 4,13
In einem längeren Gespräch - er erzählte mir für die Sendereihe "Menschenbilder" aus seinem Leben - hatte vor fast fünfundzwanzig Jahren Kardinal Franz König unüberhörbar seine Sorge darüber ausgedrückt, ob die Botschaft des Evangeliums, ja eine religiöse Botschaft überhaupt, in den elektronischen Medien nicht nur vernommen, sondern wirklich gehört wird.
Wenn man so will, war dies damals für mich eine Art Berufung. Denn der Gedanke hat mich dann nicht mehr losgelassen, die letzten zehn Jahre meiner Laufbahn im Österreichischen Rundfunk der Programmsparte "Religion" (zu jener Zeit hieß sie noch "Kirchenfunk") zu widmen. Es ist daraus die herausforderndste und intensivste Zeit meiner Berufsarbeit geworden, obwohl es mir davor in der langjährigen Verantwortung für Jugend- und Familiensendungen keinesfalls an spannenden Auseinandersetzungen gefehlt hatte...
Hubert Gaisbauer
7-8/2009: "Schauen, bis das Licht hervorbricht" Gott und die Schöpfung im Sinne von Hoffnung und Auferstehung werden heute vielfach nicht als Themen für eine künstlerische Auseinandersetzung gesehen. Sie bilden aber den Mittelpunkt des sakralen Schaffens der beiden Künstler Florian Jakowitsch und Maria Schwarz. "DieMenschen haben das Schauen verlernt und auch das Staunen, so wie es die Kinder tun", ist die Meinung von Florian Jakowitsch. "Jeder will alles erklärt bekommen. Aber ein Kunstwerk muss man zuerst auf sich wirken lassen, um es dann für sich selbst entdecken zu können." Ingeborg Schödl
7-8/2009: Viel mehr als ein Hilfsdienst Frauen im kirchlichen Dienstag Es ist nicht einfach, die Besonderheit eines Dienstes der Frau in der Kirche in einem Berufsbild zu beschreiben, den es ja für Frauen und Männer gibt. In den Anfängen des Berufes ging es aber zunächst um die pastorale Tätigkeit von Frauen, die bereit waren, sich ganz in den Dienst der Kirche zu stellen und die seelsorgliche Tätigkeit der Priester zu ergänzen. Die Seelsorgehelferinnen als Pionierinnen in der Neuorientierung der Seelsorge wirkten durch ihren Einsatz wohl wesentlich mit, dass mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ein neues Bewusstsein der Würde und apostolischen Sendung aller getauften und gefirmten Christen ausgesprochen wurde und eine Neuorientierung in Bezug auf die Rolle der Laien in der Seelsorge erfolgte. Die Seelsorgehelferinnen bauten mit an dem neuen Bild von Laien, die wertvolles Wissen um die Vielfalt von Kirche und Welt einbringen. Durch ihr Selbstverständnis und ihr - gegen viel Unverständnis und Widerstand ausharrendes - Wirken konnte ein neues Verständnis dieses pastoralen Berufes wachsen, der nicht mehr als Helferin definiert wird, sondern als mitverantwortliche/r MitarbeiterIn in der Seelsorge... Ulrike Exler
7-8/2009: Eine große Liebe Vor kurzem sagte im Pensionistenheim eine Dame zu mir: "Ihre Arbeit ist für Sie Berufung - nicht Beruf." Wie recht doch diese Frau hat. Meinen hauptamtlichen Dienst in der Diözese, d. h. in der Pfarrseelsorge (seit 1956), habe ich immer so empfunden und sehe ihn auch heute noch so, auch als "Pastoralassistentin in aktiver Pension". Im Rückblick auf mein Leben merke ich, wie diese Berufung Schritt für Schritt in mir gewachsen ist... Margarete Jandl
7-8/2009: Erfüllt von Freude und Dank In Wien-Aspern (22. Bezirk) wurde ich im Jahr 1937 geboren und lebte dort bis zum Eintritt ins "Seminar für Kirchliche Frauenberufe" im Jahr 1959. Schon als Kind fühlte ich mich in meiner Wohnpfarre beheimatet und geborgen. Nach den turbulenten Kriegsjahren erlernte ich den Beruf der Verkäuferin, obwohl es mein größter Wunsch gewesen wäre, Kindergärtnerin zu werden. Der Glaube und das kirchliche Leben waren für mich selbstverständlich, prägend und wichtig. So kam es, dass ich die Aufgabe einer Jugendleiterin in meiner Wohnpfarre gerne übernahm. Es war eine schöne Zeit. Damals zeigte mir der Heimatpfarrer einen Prospekt vom "Seminar für Kirchliche Frauenberufe" und gab ihn mir mit der Frage: "Wäre das nicht etwas für dich?" Helene Bratusa
7-8/2009: Neue Aufbrüche Geboren und aufgewachsen mit zwei Brüdern auf einem Bauernhof in Kirchschlag in der Buckligen Welt, bekam ich sehr bald einen natürlichen Bezug zu allem Leben und Geschaffenen, zum Wachsen und Reifen und zum Sterben. Es hat sich alles in der Großfamilie abgespielt - und am Ackerboden. Leider ist unser Vater im Krieg verstorben, und wir Kinder haben so früh etwas von der Härte des Lebens mitbekommen. Das Familienleben war neben der Arbeit vom Sonntag und den Festzeiten des Kirchenjahres geprägt. Auch durfte ich die Kraft des Glaubens innerhalb der Familie spüren und erfahren. Mit den Jahren wuchs ich in die Pfarrgemeinde in Kirchschlag hinein, erfuhr dort mehr über Gott, über Jesus und die Feier der Sakramente. Ich engagierte mich in der Katholischen Jugend, erlebte Gemeinschaft und Kirche und fand Freude daran. Der aufmerksame Jugendkaplan Franz Merschl lud einmal eine Seelsorgehelferin ein. Sie erzählte von ihrem Beruf und dem Engagement als Frau in der Kirche... Franziska Freiler
7-8/2009: Lebensweihe und Bindung an die Kirche Dr. Evangelos Theodorou Sind Diakonissen historische Spekulation? Es gibt in der katholischen Kirche verschiedene Formen der durch die Kirche beglaubigten "Lebensweihe" an Gott: für Männer das Leben in einem Orden, die Diakonen-, Priester- und Bischofsweihe, darunter - als wiederbelebtes Institut - das Ständige Diakonat. Für Frauen sind das Leben in einem Orden als Nonne, als Ordensfrau, als Mitglied eines Säkularinstitutes und die Jungfrauenweihe, vollzogen durch den Bischof, mögliche Formen der Lebensweihe. Gemeinsam ist diesen Formen der Lebensweihe: Sie sind Hingabe des ganzen Menschen an Gott - Weihe des eigenen Lebens an Gott, den Schöpfer - und Gnade, von ihm angenommen zu werden, und von daher Bindung an die Kirche. Die Annahme dieses Aktes geschieht durch die Kirche, die Christus dazu gegründet hat, um den Menschen den Weg zum Heil anzubieten. Warum betone ich den Begriff der "Lebensweihe"? Das Amt in der Kirche ist kein Recht, das sich jemand nimmt, sondern eine Beauftragung, die mit der persönlichen Hingabe an Gott und mit durch die Kirche festgesetzten Kriterien verbunden ist. "Diakonat der Frau" Eine weitere Form der "Lebensweihe" stellt, nach den Forschungen des orthodoxen Theologen Dr. Evangelos Theodorou das "Diakonat der Frau" dar. Der griechisch- orthodoxe Theologe präsentierte in Gastvorträgen seine Forschungsergebnisse zum Amt der Diakonissen in der Geschichte der Kirche... P. Sebastian Hacker OSB
7-8/2009: Begeisterung Er war Generalsekretär der Päpstlichen Missionswerke Missio Austria, Rektor des Missionshauses St. Gabriel, Chefredakteur der Monatszeitschrift "Stadt Gottes" und lehrt gegenwärtig Missionswissenschaft am Institut für Religionswissenschaft der Universität Wien. Darüber hinaus war und ist der Steyler Missionar Pater Franz Helm, seit seiner Rückkehr 1994 von seinem mehrjährigen Missionseinsatz in Brasilien, mit zahlreichen weiteren Aufgaben betraut. Ein Porträt für miteinander von Monika Fischer. "Ein Missionar ist für mich jemand, der bereit ist, aufzubrechen", meint P. Franz Helm, "der bereit ist, über Grenzen der eigenen Kultur, des sozialen Standes, auch der eigenen Religion hinauszugehen. Jemand, der wirklich versucht, Fremden zu begegnen, als einer, der auch fremd ist, und mit diesen Fremden am Reich Gottes baut." Grundvoraussetzung für die Mission sei es, erfüllt zu sein vom Glauben, ihn als Geschenk zu begreifen und dieses Geschenk weitergeben zu wollen - und: "andere anzustecken mit dieser Begeisterung für das Reich Gottes".
7-8/2009: Netzwerk und persönliches Engagement ...aus der Diözese Feldkirch Die berufungspastorale Arbeit in der Diözese Feldkirch wird seit vielen Jahren von zahlreichen Menschen und Einzelinitiativen getragen. Die Diözesanstelle für Berufungspastoral versucht dabei, im Rahmen ihrer Ressourcen möglichst viele Priester, Ordensleute, kirchliche Mitarbeiter und ehrenamtlich Engagierte für die Berufungspastoral zu sensibilisieren, zu motivieren und auch auszubilden. Netzwerk Konkret bedeutet dies, dass zweimal jährlich ein sogenanntes Netzwerktreffen der Berufungspastoral stattfindet mit einem Impulsvortrag, beispielsweise vom Regens unseres Priesterseminars, Mag. Peter Ferner, vom Professor für Altes Testament der Universität Innsbruck, Dr. Georg Fischer, oder auch vom Berufungsbeauftragten der Deutschen Jesuiten, Dr. Lutz Müller. Diese Netzwerktreffen werden regelmäßig gut und gerne von einem gemischten Publikum besucht. Es geht dabei vor allem auch um Möglichkeiten einer praktischen Dimension von Berufungspastoral... Stefan Gächter
7-8/2009: Damit Leben gelingt Theorie und Praxis der Berufungspastoral
"Wofür lohnt es sich zu scheitern?", war eine der markanten Fragen, die P. Johannes Herz SJ im Rahmen des Berufungspastoral-Seminars "Damit Leben gelingt" stellte. Vielleicht eine merkwürdige Frage, wenn es um gelingendes Leben geht - und doch eine bedenkenswerte.
40 Personen, Männer und Frauen, aus Österreich und Deutschland waren auf Einladung des Canisiuswerkes und des Bereichs Ordensentwicklung für drei Tage ins Kardinal-König-Haus gekommen. Die meisten von ihnen waren Ordensleute. Aber auch einige Diözesanverantwortliche oder einfach aus verschiedenen anderen Gründen an dem Thema Interessierte waren dabei.
Sr. Christa Baich (Kongregation der Helferinnen) von der Berufungspastoral der Erzdiözese Salzburg und P. Johannes Herz, Berufungspastoral- Verantwortlicher der Jesuiten in Österreich, waren die beiden Fachreferenten. Von biblischen, theologischen, menschlichen Grund-Legungen ging es zur Frage: Wer sind die heute eventuell nach einem kirchlichen oder geistlichen Beruf Suchenden oder daran Interessierten? Wer sind die "Kinder dieser Welt", die in spirituellen Dingen oft "Pilger" oder Konvertiten sind? Und: Auf wen richten wir unseren Blick? Was erwarten wir von ihnen?
Sr. Christine Rod MC
7-8/2009: Canisiuswerk Aktuell Jahresbericht 2008
Unseren Jahresbericht 2008 können Sie ab Mitte Juni auf unserer Homepage einsehen. Die Auswirkungen der Finanzkrise haben 2008 auch bei uns deutliche Spuren hinterlassen, weswegen wir 2009 in verschiedenen Bereichen Einsparungen vorgesehen haben. Eine dieser betrifft eine nicht unerhebliche Anzahl von miteinander-LeserInnen, die schon längere Zeit keinen Beitrag mehr geleistet haben und denen wir miteinander nun nicht mehr zusenden. Vor allem die Porto- und Druckkosten zwingen uns zu dieser Maßnahme. Bitte unterstützen Sie uns durch Mundpropaganda, um unseren Leserkreis auszubauen und um zusätzliche WohltäterInnen des Canisiuswerkes zu gewinnen.
LANGE NACHT DER KIRCHEN
Wir danken den Redemptoristen, die wieder ein interessantes Programm zusammengestellt haben: Den Anfang machte ein Gottesdienst, musikalisch gestaltet mit Werken von Purcell, Haydn und Schubert. Zum Nachdenken regten dann Texte der Schriftstellerin Nelly Sachs an. Anschließend stellte Pater Martin Leitgöb Klemens Maria Hofbauer, den Stadtpatron von Wien, vor. Den Abschluss machte eine unkonventionelle Performance für Violoncello und Live Electronics von Johannes Kretz.
Briefkurs
"Begegnung mit Gott"
29. Juni - 9. August 2009
Energie für die Seele tanken
und
Urlaub im Kloster
Die neuen Kataloge werden Anfang August erscheinen; die Veranstaltungsangebote finden Sie auch auf unserer Homepage: www.canisius.at
Jahr des Priesters
Das von Papst Benedikt ausgerufene "Jahr des Priesters" begann am Herz-Jesu-Fest 2009 mit einem Vesper-Gottesdienst im Vatikan. Vom 19. Juni dieses Jahres bis Juni 2010 soll die Kleruskongregation Initiativen ins Leben rufen, um Priester dabei zu unterstützen, ihr Amt geistlich und moralisch noch effektiver ausführen zu können. Angesichts einer Gesellschaft, die ständig im Wandel begriffen sei, müsse die Kirche ihre Energie vor allem in die Ausbildung ihres geistlichen Nachwuchses stecken, betonte der Papst.
Initiativen zur Weckung geistlicher Berufe
In Österreich wird es vor allem in der Osterzeit 2010 vermehrt Initiativen für geistliche Berufe geben. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Canisiuswerkes, der Ordensgemeinschaften und anderer Einrichtungen ist unter Federführung des Österreichischen Pastoralinstituts dabei, ein Maßnahmenbündel zu erarbeiten.
Kurt Schmidl
7-8/2009: Zum monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe Donnerstag, 2. Juli 2009 En Karem - ein liebliches Bergdorf in der Nähe der Stadt Jerusalem: Dort begegnen einander Maria und Elisabeth. Beide erwarten ein Kind. Beide wissen, dass ihre Kinder von Gott geschenkt sind und eine besondere Aufgabe im göttlichen Heilsplan haben. Sie sollen seinem Erlösungswerk dienen: Johannes der Täufer als der Vorbote des Messias und Jesus, in dem der gütige und menschenfreundliche Gott der Welt sein eigenes Gesicht zeigen wird. Am heutigen Fest "Maria Heimsuchung" denken wir an die Begegnung der beiden Frauen... Donnerstag, 6. August 2009 Berge haben die Menschen zu allen Zeiten fasziniert. Der Berg Tabor, auf dem Jesus der "Überlieferung nach verklärt wurde, bietet eine fast unbegrenzte Aussicht über das Gelobte Land. Der Himmel öffnet sich über dem Herrn, und der Vater bezeugt ihn als seinen geliebten Sohn. Mose und Elija geben Zeugnis davon, dass Jesus von Nazareth der von Gott erwählte Gesetzeslehrer und Prophet ist, mit dem Gottes Herrschaft in dieser Welt angebrochen ist. Verständlich, dass die Jünger in dieser lichtvollen Welt bleiben wollen. Mit Jesus müssen sie aber wieder zurück ins Tal, um weiterzuziehen nach Jerusalem, wo der Sohn Gottes sein Erlösungswerk vollenden wird. Auch in unserem Leben gibt es manche Taborstunden, in denen uns Gott begegnet, in denen wir spüren, dass wir bei ihm geborgen sind. Von solchen Erfahrungen lebt unser Glaube... Franz Schrittwieser
7-8/2009: Wir beten mit dem Heiligen Vater JULI: Dass die Christen im Nahen Osten ihren Glauben in Freiheit leben und Vermittler von Versöhnung und Frieden sein können.
Dass das Zeugnis der Gläubigen für die weltweit eine Familie Gottes Saat und Nährboden einer versöhnten Menschheit wird.
AUGUST: Dass die Öffentlichkeit echte Lösungen für die oft tragischen Lebensbedingungen von Millionen Vertriebener und Flüchtlinge findet.
Dass den Christen, die wegen ihres Bekenntnisses zu Christus verfolgt und diskriminiert werden, ein Leben nach ihrem Glauben als Menschenrecht zugestanden wird.
7-8/2009: Bild & Wort Werdet Vorübergehende Schnitz dir einen Wanderstab aber zimmere dir keinen Dachbalken Wozu eine Vorratstasche Liebe empfängt man nicht aus Konserven Hoffe auf frisches Brot unterwegs Du darfst Sandalen tragen aber lerne auch barfuß zu gehen Zu viel Geld dabei beunruhigt Sonne und Regen gibt es gratis Nimm ein zweites Hemd mit für das Fest und für das Grab Andreas Knapp