miteinander Zeitschriften-Archiv
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3/2010: miteinander 3/2010 Download Ausgabe März 2010
3/2010: LEIT-GEDANKEN Wer Rom besucht, geht auch zum Trevi-Brunnen. Er ist der eindrucksvolle Abschluss eines jener Aquädukte, die Rom mit Wasser versorgen. Die Fassade mit dem sprudelnden Wasser gibt dem kleinen Platz im Herzen Roms ein eigenartiges Gepräge.
Es ist zum Brauch geworden, einige Münzen in die Fontana di Trevi zu werfen. Man erhofft sich dadurch die Erfüllung von Wünschen und Sehnsüchten. Es ist nicht viel, was die Menschen in das Becken werfen. Im Lauf eines Jahres ergeben die Münzen vom Trevi-Brunnen mehr als eine Million Euro.
Die Stadt Rom verwendet dieses Geld nicht, um ihre alten Bauwerke zu restaurieren. Sie lässt es auch nicht im Stadtsäckel verschwinden. Sie gibt das Geld der Caritas. Auch in Rom gibt es Arme, Außenseiter der Gesellschaft, Strandgut des Lebens...
Wilhelm Müller
3/2010: Seit zehn Jahren Seit zehn Jahren hat das Propädeutikum (erstes gemeinsames Ausbildungsjahr für alle österreichischen Priesterseminaristen) im Österreichhaus der Priesterausbildung, dem Canisiusheim Centrum Horn, seinen Standort. Das propädeutische Jahr beginnt mit der Einführungswoche in St. Georgen am Längsee (miteinander berichtete darüber in seiner Dezemberausgabe 2009).
Die erste Intensivphase in Horn ist geprägt von verschiedenen Kursen, die von den Rektoren, dem Spiritual und namhaften ReferentInnen aus dem In- und Ausland gestaltet werden...
Franz Schrittwieser
3/2010: Canisiusheim Centrum Horn Bildungshaus: aus der Chronik
September 2009 bis Februar 2010
zuKÜNFTIG
Am 13. August 2009 beginnt die angestrebte Partnerschaft mit der Stiftung Bürgerspital zu Horn auch formal. Nach vielen Gesprächen wird ein erster Schritt gesetzt. Das Canisiuswerk – Zentrum für geistliche Berufe, vertreten durch seinen geschäftsführenden Vizepräsidenten Prälat Mag. Franz Schrittwieser und Wirtschaftsausschussmitglied Generaldirektor KommR. Helmut Jonas, und die Stiftung Bürgerspital zu Horn, vertreten durch den Horner Bürgermeister KommR. Alexander Klik und den Geschäftsführer Direktor Edgar Führer, unterzeichnen einen Mietvertrag für den Nordtrakt des Canisiusheimes Centrum Horn.
einKEHREN
Vierzig Ständige Diakone treffen einander am 14. November 2009 zu ihrem alljährlichen Einkehrtag...
Karl Mühlberger
3/2010: Spirituelle Angebote Der Tod ist tot – das Leben lebt!
Kar- und Ostertage 2010
Die Tage von Gründonnerstag bis zum Ostersonntag gelten als Höhepunkt im sogenannten „Kirchenjahr“.
Die Geschichte des Jesus von Nazareth ist für Christen untrennbar mit der Geschichte des eigenen Glaubens verbunden.
Vor dem Hintergrund dieser Tage werden die TeilnehmerInnen lebendige Gottesdienste feiern, die sie gemeinsam vorbereiten. Weitere, wesentliche Elemente dieses Angebotes sind verschiedene Gruppenerfahrungen, Gespräche zu zweit und Zeiten des Für-sich-Seins.
Gestaltung und Begleitung:
P. Siegfried M. Kettner SDB, P. Herbert Salzl SDB und Team
Termin:
31. März 2010 (ab 17.00 Uhr) bis 4. April 2010 (11.00 Uhr)
Zielgruppe:
junge Menschen von 18 bis 30 Jahre, auch Ehepaare
Ort:
Canisiusheim Centrum Horn
Beitrag:
jugendliche Nichtverdiener: € 110,–
Verdiener: € 130,–
Anmeldung bis 15. März 2010:
jugendpastoral@donbosco.at
Neubeginn durch heilsames Trauern
Jeder Mensch erlebt auf unterschiedlichste Weise Verluste und Abschiede. Die darauf folgende natürliche Trauer kann oft nicht gezeigt werden. Gefühle wie Schmerz, Wut, Verzweiflung, Angst, Hilflosigkeit und Schuldgefühle bleiben verborgen und können zu Depressionen und anderen Krankheiten führen. In diesem Seminar werden Möglichkeiten angeboten, wie Sie selbst dafür sorgen können, dass sich Gefühlsverhärtungen lösen und Trauer zu einem gesunden, fließenden Heilungsprozess führen kann.
Termin:
9. bis 11. April 2010
Referenten:
Mag. Engelbert Pöcksteiner und Ernestine Pöcksteiner
Kosten:
Kurskosten: € 110,–
Quartier und Verpflegung: € 74,– (EZ-Zuschlag: € 8,–)
Anmeldung bis 2. April 2010:
Canisiusheim Centrum Horn
Tel.: 02982/2645
office@centrumhorn.at
3/2010: Kirchenvater und Studentenproteste Das Grazer Augustinum aus dem Blickwinkel neuer und älterer Bildungsideen
Die österreichweiten Studentenproteste rückten das Thema „Bildung“ ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit.
„Bildung statt Ausbildung“ stand auf vielen Bannern. Ein offener und weiter Bildungsbegriff ist ein zentrales Anliegen der Uni-Besetzer. Im Grazer Augustinum wird dieses Anliegen gelebt und durch die gemeinsame Suche nach christlicher Berufung bereichert.
Am 13.11.2009 öffnete das Augustinum – das Bischöfliche Zentrum für Bildung und Berufung der Diözese Graz-Seckau – offiziell seine Pforten: Neben Bischöflichem Seminar und Gymnasium beherbergt das geschichtsträchtige Gebäude in der Langegasse nun auch eine Praxisvolksschule, die Kirchliche Pädagogische Hochschule, das Kolleg für Sozialpädagogik, das Konservatorium für Kirchenmusik und viele andere Institutionen, die sich alle einem gemeinsamen Ziel – Bildung und Berufung, wie sie im christlichen Sinne gedacht werden müssen – widmen: als Prozess der Förderung und Forderung vorhandener Begabungen, als Bereitstellung der notwendigen geistigen, geistlichen und räumlichen Ressourcen, um allen Lernenden die Chance zu bieten, ihren Platz in dieser Gesellschaft, in diesem Leben und vor Gott zu finden...
Harald Koberg
3/2010: Gott in der Verkleidung unseres Lebens Beim Versuch, den Schlüssel zu meinem priesterlichen Dienst zu finden, stieß ich auf ein Wort, das mir einen Zugang zu dem eröffnete, was und wie das zwischen mir und meinem Gott war und wohl noch immer ist. Paula D’Arcy, eine begnadete Frau, sagte einmal: „Gott kommt zu uns in der Verkleidung unseres Lebens.“
Was aber meinte sie mit diesem Wort? Sie wollte doch damit sagen, dass Gott nicht vor allem im Sturm und Feuer, nicht im Erdbeben, nicht in spektakulären Ereignissen, nicht in großen Visionen zu uns kommt. Gott liebt einen anderen Weg. Er kommt in der Stille des Alltags, meist im Gewöhnlichen, im Gegenwärtigen, unspektakulär, nicht plakativ, oft unbemerkt. Er kommt wie einer, der um die Intimität weiß, und sie achtet, die eine Begegnung mit ihm braucht, weil es um ein Geschehen geht, das mit Liebe zu tun hat...
Willibald Rodler
3/2010: Ethikkodex für professionelle Seelsorger „Pastorales Handeln weiß sich von Gottes Gnade getragen und erfüllt, doch es ist und bleibt fehlbar – auch und gerade moralisch.“ – „Professionelle Seelsorgerinnen und Seelsorger sind daher … um der Heiligkeit der Kirche willen gerufen, sich eine Berufsethik zu geben und deren Umsetzung mit höchster Sorgfalt anzustreben“. Diese beiden Sätze der Präambel des „Ethikkodex professioneller Seelsorger“, der im Juli vergangenen Jahres von einer Gruppe österreichischer Moraltheologen veröffentlicht wurde, versuchen Sinn und Bedeutung eines solchen Kodex zu erläutern. Der Kodex ist, wie in der Einleitung gesagt wird, als ein Diskussionsanstoß gedacht – für Berufsgruppen, deren Angehörige direkt in der Seelsorge am Menschen stehen, als Priester, Ordensleute, Pastoralassistenten oder sonstige Personen...
Walter Schaupp
Der Text des Kodex zum Download
3/2010: Hebammendienst Viele Menschen wünschen sich Unterstützung in ihrem Alltag als Christinnen und Christen, auch wenn sie am pfarrlichen Leben teilnehmen, Exerzitien besuchen oder sich theologisch fortbilden; und auch dann, wenn sie auf der Suche sind nach spiritueller Beheimatung und nicht finden, was sie suchen.
Diese Unterstützung sollte eine persönliche, auf die individuelle Situation und Persönlichkeit abgestimmte Begleitung sein. Das Stichwort zu diesem Wunsch heißt: „Geistliche Begleitung“...
Susanne Gross
3/2010: Fastenzeit – Zeit der Vorsorge Gefahr
Gegen Ende des vergangenen Jahres hat über einige Wochen ein einziges Thema die Medien beherrscht: die Schweinegrippe. Die Prognosen, die zu hören waren, weckten teilweise schlimmste Befürchtungen. Es drohe eine weltweite Pandemie. Von zahllosen Erkrankten und überdurchschnittlich vielen Toten war die Rede. Niemand könne vor dem Virus sicher sein, alle Altersgruppen seien in gleicher Weise gefährdet. Die Meldungen, die sich zwischen seriöser Information und sensationsgieriger Panikmache bewegten, lösten bei vielen Menschen zumindest eine Frage aus: „Was kann ich tun, um mich und andere zu schützen?“
Vorsorge
Für eine angemessene Vorsorge gegen die mögliche Infektion mit dem neuen Grippevirus wurden zumindest zwei Vorschläge gemacht. Zum einen wurden groß angelegte Impfaktionen gestartet. Die Impfung sollte das menschliche Immunsystem solcherart aktivieren, dass es Schutz vor einer Übertragung bietet. Andererseits wurde auch immer wieder darauf hingewiesen, dass das eigene Verhalten an die besondere Situation angepasst werden müsse. Beispielsweise seien die Hände regelmäßig und intensiv zu waschen, oder der Kontakt mit anderen Menschen sei auf das Notwendigste zu reduzieren.
Österliche Bußzeit
Christen bereiten sich zeitlebens auf die Begegnung mit Christus vor, die sie im eigenen Tod und bei der Vollendung der Welt erwarten. Niemand weiß, wann dies sein wird. Aber alle wissen, dass diese Begegnung mit dem Retter und Richter der Welt bevorsteht. Die österliche Bußzeit dient deshalb nicht nur der Vorbereitung auf das Osterfest, sondern auch auf diese endgültige Begegnung...
Peter Schipka
3/2010: Die Kraft des Kirchenliedes liegt in der Musik Kirchenlieder sind in (fast) aller Munde. Dennoch lohnt es sich, sich auch einmal gedanklich mit ihnen auseinanderzusetzen. Richten wir den Blick auf eines der bekanntesten Lieder: O Haupt voll Blut und Wunden (Gotteslob Nr. 179). Es ist ein Passionslied über ein Gedicht von Paul Gerhardt aus dem Jahre 1656 mit einer Melodie von Hans Leo Haßler (1601).
Zum Text
In den ersten drei Strophen wird ein Bild des leidenden Christus gezeichnet. Dann schwenkt die Betrachtung auf die Ursache seines Leidens: die Schuld des Menschen. Nach einer Standortbestimmung des Beters in der Auseinandersetzung mit diesem Bild in den Strophen 5 bis 7 (die im Gotteslob fehlen) richtet sich der Blickwinkel in den letzten drei Strophen schließlich auf den eigenen Tod: Der leidende Christus möge uns am Ende vor Augen stehen und Trost geben – Wer so stirbt, der stirbt wohl...
Johannes Lenius
3/2010: Das unbezahlbare Lächeln Gottes Könnte ein Karpfen denken, dann müsste er unbedingt über das Wasser nachdenken. Denn er lebt darin, bekommt es kostenlos, kann es aber weder herstellen noch bezahlen. Als denkender Katholik muss ich über die Gnade nachdenken. Ich lebe in ihr und bekomme sie kostenlos, kann sie aber weder herstellen noch bezahlen. Wenn einen Karpfen kein Wasser mehr umgibt, ist er tot. Wenn ich nicht mehr in der Gnade bin, gleiche ich einem Karpfen in einem ausgebaggerten Braunkohletagebau, was bekanntlich tödliche Folgen hat...
Klaus Weyers
3/2010: Delegation Die Kunst des Leitens
Das Telefon schrillt zwischen unaufgearbeiteten Postbergen, während ich am Handy gerade mit einer Familie in einem tragischen Todesfall konfrontiert werde und schon mehrere Menschen gleichzeitig vor der Tür warten, um – in mehr oder weniger dringender Angelegenheit – mit mir sprechen zu können. Mitarbeiter fragen zwischendurch in dieser oder jener Sache bei mir nach und verlangen in Sekundenschnelle präzise Entscheidungen. Ungeduld, Hektik, Kritik und Beschwerden kosten einen dann noch den letzten Nerv.
Wir kennen solche und ähnliche Situationen, die uns auf harte Proben stellen. Es ist dann nicht leicht, den Überblick zu behalten und die Ruhe nicht zu verlieren. Gerade die Herausforderungen, die Menschen heute im pastoralen Dienst erleben, sind nach menschlichen sowie sachlichen Maßstäben oft echte Überforderungen. Das Gefühl ist drückend: Es bleibt letztlich immer alles an mir hängen! Und dann kann es sein, dass da ein Wunsch ganz stark wird: Wie wäre es, alles einfach hinzuwerfen und es ungeordnet anderen zu überlassen? Wäre das nicht eine Befreiung? Aber ist das eine geeignete Alternative?
Richard Tatzreiter
3/2010: Die Kreise nicht zu eng ziehen Diözese Innsbruck – Berufungspastoral
Alle müssen mithelfen
Die Förderung der geistlichen Berufungen, aber auch der kirchlichen Berufe ist Aufgabe aller Berufenen. Das Zweite Vatikanische Konzil betont, dass es zur priesterlichen Sendung gehört, sich zu sorgen, „damit im Gottesvolk hier auf Erden niemals die Arbeiter fehlen“. Gleichzeitig unterstreicht das Konzil, dass das ganze Volk Gottes durch inständiges Gebet wie auch durch andere Mittel bei der Weckung von Berufungen mithelfen soll (PO 111).
Das christliche Zeugnis und die Berufungspastoral
Das authentische Zeugnis aller Gläubigen bereitet den Boden für das Wachstum von geistlichen Berufungen. Im Blick auf die Priester heißt es im Konzil: „Als Erstes muss es…den Priestern sehr am Herzen liegen, durch ihren Dienst am Wort und das Zeugnis ihres eigenen Lebens, das den Geist des Dienens und die wahre österliche Freude offenbar macht, den Gläubigen die Erhabenheit und Notwendigkeit des Priestertums vor Augen zu stellen“ (ebd.). Uns scheint für die Berufungspastoral sehr bedeutsam, dass junge Menschen Berufenen begegnen, die ihnen ein engagiertes und frohes Beispiel ihrer Berufung geben...
Peter Ferner
3/2010: Das B.R.O.T. der gegenseitigen Hilfe Der Wunsch, die Vorteile einer Gemeinschaft zu genießen, aber trotzdem seine individuelle Privatsphäre respektiert zu wissen, muss keine Utopie bleiben. Die Gemeinschaft B.R.O.T. ist ein Beispiel dafür, dass solidarisches Wohnen funktionieren kann.
Eine Wohngemeinschaft auf Zeit einzugehen, ist heute unter jungen Leuten aus finanziellen Gründen üblich geworden. Manchmal sind es auch ein ähnliches Schicksal, eine Krankheit oder das Alter – Umstände, die Menschen zu einem gemeinsamen Wohnen zusammenführen. Wie funktioniert es aber, wenn sich Familien mit Kindern, Paare ohne Nachwuchs, Singles, Personen unterschiedlichster Altersstufen, Lebensformen und mit spezifischen Lebenserfahrungen zu einem solidarischen Gemeinschaftsleben zusammenschließen?
Die Zauberformel heißt Beten – Reden – Offensein – Teilen (B.R.O.T.) und bildet die spirituelle Basis dieser alternativen Wohnform...
Ingeborg Schödl
3/2010: Buchtipp Ermutigung schafft Kräfte
Wer braucht nicht manchmal eine Ermutigung, um den Alltag besser bewältigen zu können, um belastende Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, um Enttäuschungen verkraften zu können oder einen Anfang einfach zu wagen? Die Aufzählung der Dinge, wozu oft nur einWort, ein Gedanke der Ermutigung motivieren kann, ließe sich beliebig fortsetzen. Ein Mensch, der Ermutigung erfährt, kann in sich Kräfte entdecken, die er gar nicht vermutet oder die er sich einfach nicht zugetraut hätte...
Elmar Simma, Ermutigungen für jede Woche des Jahres. Ein geistlicher Begleiter, Tyrolia, 192 Seiten, € 17,95 (ISBN 978-3-7022-3028-9)
Erlesener Sonntag
Im Mittelpunkt des Kirchenjahres steht diesmal das Lukasevangelium (Lesejahr C). Lukas, der Verfasser des dritten Evangeliums, war kein Jude, sondern ein bekehrter Heidenchrist. Seine aus zeitlicher Distanz entstandenen Beschreibungen von Jesu Leben und Wirken richten sich an gebildete Heiden und Heidenchristen.
Im Dom-Verlag ist das Buch „Erlesener Sonntag“ erschienen, in dem Kommentare des Wiener Erzbischofs Christoph Schönborn zum Lukasevangelium enthalten sind...
Christoph Kardinal Schönborn, Erlesener Sonntag. Das Lukasevangelium im Kirchenjahr, Wiener Dom-Verlag, 144 Seiten mit Farbfotos, € 27,50 (ISBN 978-3-85351-213-5)
Ingeborg Schödl
3/2010: Unterwegs auf dem österreichischen Jakobsweg Quo vadis?
Im Juni 2009 erzählte mir ein Freund, dass er im Sommer auf dem österreichischen Jakobsweg pilgern werde: acht Tage von Purkersdorf bei Wien nach Linz. Auf meinen interessierten Blick hin fragte er, ob ich mitkommen wolle. Nie zuvor hatte ich überlegt zu pilgern. Ein einziges Mal in meinem Leben war ich zu Fuß nach Mariazell gewallfahrtet. Doch die Idee, miteinander auf dem Weg zu sein, ließ mich nicht los. Dies und die Trauer über den Tod einer meiner besten Freundinnen waren wohl Gründe, dass die Einladung mitzugehen bald zu einem Herzenswunsch wurde: Familie, Beruf und Urlaubsplanung – trotz der Kurzfristigkeit gab es nirgendwo Widerstände zu überwinden. Dass sich alles so einfach fügte, war mir zusätzlich Bestärkung. In unserem Chor fanden sich noch Interessierte, und so brachen wir zu viert im August auf. Eine Idee und Menschen, die mit mir gehen würden, waren mir zugefallen...
Christine Schmidl
3/2010: Ausbildung Pilgern:
Gemeinsam
Gott begegnen
Pilgern hat eine lange Tradition. Auch heute machen sich viele Menschen auf den Weg, um zu pilgern oder um Wallfahrten zu unternehmen. Sie suchen dabei die Begegnung mit sich selbst, mit anderen Menschen und mit Gott.
Pilgern beinhaltet ein breites Spektrum von spirituellem Gehen: auf traditionellen Pilgerwegen, auf Themenwegen, Pilgern für Eltern mit Kindern, für ältere Menschen, für Menschen mit besonderen Bedürfnissen …
Ausbildung für PilgerbegleiterInnen nach christlich spirituellen Grundlagen
Mehrere österreichische Diözesen bieten Ausbildungslehrgänge für PilgerbegleiterInnen, die mit einem Zertifikat abschließen, an.
Informationen bieten u. a.:
Katholisches Bildungswerk der Diözese Graz-Seckau
Gaby Bäckenberger
Tel.: 0316/8041-342 oder 0676/8742-2342
gaby.baeckenberger@graz-seckau.at
Anmeldeschluss für den nächsten Lehrgang: 5. März 2010.
Katholisches Bildungswerk der Diözese Linz
Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz
Tel.: 0732/7610-3214 oder -3280
www.kbw-ooe.at
www.spirituelle-wegbegleiter.at
Der nächste Lehrgang beginnt im Herbst 2010.
3/2010: Ein Riss in der Kirche Vatikan und die Piusbruderschaft – Teil 1
„Msgr. Marcel Lefebvre, emeritierter Erzbischof von Tulle, hat – trotz des ausdrücklichen Monitums vom 17. Juni und der wiederholten Bitten, er möge von seinem Vorhaben absehen – durch die Bischofsweihen von vier Priestern ohne päpstlichen Auftrag und gegen den Willen des Papstes einen Akt schismatischer Natur gesetzt und sich damit die von can. 1364 par. 1 und can. 1382 des Codex des kanonischen Rechtes vorgesehene Strafe zugezogen.
Ich erkläre mit allen rechtlichen Folgen, dass sowohl der obengenannte Msgr. Marcel Lefebvre als auch Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson und Alfonso de Galarreta ‚ipso facto‘ sich die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation als Tatstrafe zugezogen haben.
Weiter erkläre ich, dass Msgr. Antonio de Castro Mayer, emeritierter Bischof von Campos, indem er direkt an der Liturgiefeier als Konzelebrant teilnahm und öffentlich dem schismatischen Akt zustimmte, sich die von can. 1364 par. 1 vorgesehene Exkommunikation als Tatstrafe zugezogen hat.
Die Priester und Gläubigen werden ermahnt, dem Schisma von Msgr. Lefebvre nicht zuzustimmen, weil sie sich ‚ipso facto‘ die schwere Strafe der Exkommunikation zuziehen würden.
Gegeben von der Kongregation für die Bischöfe, am 1. Juli 1988.
Gez. Kardinal Bernardin Gantin, Präfekt der Kongregation für die Bischöfe.“
Schisma
Dieses Dekret wurde am 3. Juli 1988 im L’Osservatore Romano, der amtlichen Zeitung des Apostolischen Stuhls, veröffentlicht. Es war die Reaktion darauf, dass Erzbischof Lefebvre – trotz intensiver Versuche vonseiten Johannes Pauls II., einen Riss in der Kirche zu verhindern – eben diesen herbeiführte...
Johannes Sinabell
3/2010: CANISIUSWERK AKTUELL Berufsinformation
Die nächste Berufsinformationsmesse findet vom 4. bis 7. März 2010 in der Wiener Stadthalle statt.
Vorschau auf den Weltgebetstag am 25. April 2010 mit dem Thema „Quo vadis. Wohin gehst du?“
Die Unterlagen für den Weltgebetstag werden voraussichtlich in der zweiten März-Hälfte ausgesandt und sind ab dann auch im Canisiuswerk abrufbar.
Symposium
Du kannst dich sehen lassen!
Berufung leben und fördern – 20. April bis 22. April 2010
Fragen nach einem authentischen und überzeugenden geistlichen Lebensstil, nach der Motivation für ein gelingendes Leben in einem geistlichen Beruf und der Aktualität eines Lebensstils im Sinn der evangelischen Räte sind keine Nabelschau, sondern Basis für eine wirksame „Berufungspastoral nach außen“.
Einen Infofolder zur Veranstaltung mit Anmeldeabschnitt senden wir Ihnen gerne zu (Tel.: 01/512 51 07-20). Sie finden ihn auch im Downloadbereich unter:
www.canisius.at
Kurt Schmidl
3/2010: Zum monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe Donnerstag, 4. März 2010
Unsere Gesellschaft durchlebt eine Zeit, in der die Menschen hohe Erwartungen aneinander stellen. Das spüren besonders auch Ehepartner, die sich um ein gutes Miteinander bemühen.
Christliche Ehen und Familien werden zu Hauskirchen, in denen die Ideale des Evangeliums verwirklicht werden mit ihren Werten, die unverzichtbare Lebensgrundlagen jeder menschlichen Gemeinschaft sind. Bei ihnen ist Gott daheim, denn „wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, bin ich mitten unter ihnen“, sagt Christus. Sie geben den Glauben an die nächste Generation weiter. Sie sind auch Nährboden für geistliche Berufe...
Franz Schrittwieser
3/2010: Wir beten mit dem Heiligen Vater MÄRZ: Für die Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik: um eine Ordnung der globalen Wirtschaft nach den Prinzipien der Gerechtigkeit, die besonders die Ärmsten im Blick behält.
Für die Kirchen Afrikas und ihre Aufgabe, zu Versöhnung und Gerechtigkeit auf dem Kontinent beizutragen.
3/2010: Bild & Wort Bis zum Kern
Herr
brich mich auf
bis zum Kern
meiner Tiefe.
Weis mir den Weg
den du mir bestimmt.
Ich will ihn gehen
mit all meiner
Kraft.
Susanne Moser