miteinander Zeitschriften-Archiv
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4/2010: miteinander 4/2010 Download Ausgabe April 2010
4/2010: LEIT-GEDANKEN Meine Eltern haben mir ein kleines Haus und ein Stück Garten hinterlassen. Sie haben mir damit einen Ort geschenkt, an den ich mich am freien Tag zurückziehen kann, um ungestört etwas vorzubereiten oder auch nur auszuschlafen. Es ist schön, im Garten zu sitzen, die Blicke über die Blumen wandern zu lassen und den Duft des frisch gemähten Grases zu riechen.
Meine Eltern haben mir ein kleines Haus und ein Stück Garten hinterlassen. Dafür muss ich Steuern und Abgaben zahlen, Gas, Strom, Wasser, Abfallbeseitigung. Ich muss den Rasen mähen und die Hecken schneiden. Ich muss fast jeden freien Tag hinfahren und den Großteil des Urlaubs dort verbringen. Denn es ist fast immer etwas zu erledigen...
Wilhelm Müller
4/2010: Unser Auftrag ist Berufung Das Canisiuswerk wurde am 31. Jänner 1918 als Verein gegründet. 1970 erfolgte die Umwandlung in ein „Kirchliches Institut“ – eine kirchliche und staatliche Rechtsperson. Seither ist das Canisiuswerk auch das österreichische nationale Zentrum des Päpstlichen Werkes für geistliche Berufe.
Seit 2009 ist das Werk zusätzlich Rechtsnachfolger des „Kirchlichen Instituts Canisiusheim – Interdiözesanes Seminar für Spätberufene“. Die sich wandelnde Rechtsform ist aber nur Ausdruck einer ständig wachsenden Zahl an Aufgaben im Dienst an den Berufungen in Österreich.
Zum Aufbau einer christlichen Gesellschaft, so erkannte der Gründer des Canisiuswerkes, Direktor Josef Moser, braucht es gut ausgebildetes, fähiges Personal. Das waren für ihn die Priester und Ordensleute, denn andere pastorale Mitarbeiter gab es damals nicht. Folgerichtig wurde und wird auch heute alles unternommen, um jene, die Priester oder Ordenschrist werden möchten, bei ihrer Ausbildung zu unterstützen...
Kurt Schmidl
4/2010: Weltgebetstag der geistlichen Berufe 25. April 2010
„Quo vadis. Wohin gehst du?”
Thema des Weltgebetstages 2010 erinnert an die Legende, in der Petrus Jesus fragt: „Quo vadis, Domine?“ („Wohin gehst du, Herr?“) Jesus erwidert: „Ich gehe nach Rom, um mich noch einmal kreuzigen zu lassen.“ Mit seiner Antwort gibt Jesus nicht nur Auskunft, sondern hinterfragt auch die Zielrichtung des Petrus. Dieser muss erkennen, dass er am falschen Weg ist, dass er eigentlich bei seiner Gemeinde in Rom sein müsste...
Novene um Berufungen „Den Himmel offen halten“
Rund um den Weltgebetstag am 25. April 2010 lädt das Canisiuswerk ein, mit einer Novene um Berufungen zu beten. Die Pfarrgemeinden sind aufgerufen, sich dieser Initiative möglichst zahlreich anzuschließen. Die Gebetsunterlagen erhalten Sie im Canisiuswerk: Tel.: 01/512 51 07-14 oder www.canisius.at
Eucharistiefeiern zum Tag der geistlichen Berufe
22. April 2010
19.00 Uhr im Grazer Dom
Burggasse 3, 8010 Graz
23. April 2010
mit Bischof Dr. Ludwig Schwarz
18.15 Uhr in der Ignatiuskirche
Domgasse 3, 4020 Linz
25. April 2010
mit Weihbischof Dr. Anton Leichtfried
10.00 Uhr in der Basilika Maria Taferl
8.30 Uhr in Marbach a. d. Donau:
Treffpunkt zur Fußwallfahrt nach Maria Taferl
25. April 2010
mit Abt Mag. Wolfgang Wiedermann (Stift Zwettl)
14.00 Uhr in der Wallfahrtskirche St. Wolfgang
bei Weitra
25. April 2010
mit Abt Mag. Berthold Heigl (Stift Seitenstetten)
14.30 Uhr in der Basilika am Sonntagberg
Andacht
25. April 2010
16.00 Uhr im Stift Altenburg
14.00 Uhr in Horn: Treffpunkt zur Fußwallfahrt nach Altenburg
wildONworship
„Quo vadis. Wohin gehst du?“
17. April 2010
Pfarre St. Magdalena in Wildon/Stmk.
Seit September 2007 treffen einander jeweils am dritten Samstag im Monat etwa 70 Jugendliche nach dem Gottesdienst im Jugendraum des Pfarrhofes Wildon zu „wildONworship“ – Anbetung und Lobpreis. Rhythmische Lieder, begleitet von der Gruppe multipleJOY, zum Thema passende Texte, das Evangelium vom Sonntag, interpretiert von einem Priester, und Gebete sind Kernbestandteile von wildONworship.
Bei der abschließenden Agape gibt es die Gelegenheit zum Gespräch.
Information: www.pfarre-wildon.at
4/2010: Mühlviertel – ein fruchtbarer Boden Was geistliche Berufe betrifft, ist der oberösterreichische Ort Gramastetten rekordverdächtig: 115 Männer und Frauen aus dieser Pfarre ergriffen einen geistlichen Beruf, die allermeisten davon im 20. Jahrhundert. Der Steyler Missionar P. Hermann Josef Kaiser ist einer von ihnen. Im miteinander-Gespräch erzählt er von seiner Berufung.
P. Hermann wurde 1941 als zweites von sieben Kindern geboren. „Wir waren eine laute und auch sehr lebendige Familie“, erzählt er schmunzelnd und verweist auf seine fünf Brüder. Mit ihnen fand er in der Pfarre Anschluss. Nur zehn Gehminuten von der Kirche entfernt wohnend, wurde er zum begeisterten Ministranten.
Welle der Begeisterung
Dass die Bewohner Gramastettens von klein auf mit Ordensleuten und Priestern zusammentrafen, die aus der Gemeinde stammten oder die sogar zu den Verwandten zählten, war selbstverständlich. Im Fall von P. Hermann Josef war das sein Großonkel Job Mair. Er lebte als Bruder bei den Steyler Missionaren. Br. Job konnte begeistert von seinen berühmten Mitbrüdern erzählen, den Ethnologen P. Gusinde und P. Schebesta, die bahnbrechende Forschungen über die Bewohner Feuerlands und die Pygmäen Afrikas angestellt hatten. „Mich hat das sehr gepackt. Am Anfang war das sicher mehr Abenteuerlust“, gesteht P. Hermann. Doch im Internat der Steyler Missionare in Bischofshofen, wo er auf Vermittlung des Großonkels das Gymnasium besuchte, blieb das Interesse an der Mission so lebendig, dass er nach der Matura in den Orden eintrat...
Josef Wallner
4/2010: Powerfrau im Ordenskleid Sie ist Hofrätin, Direktorin einer AHS, hat das Doktorat im Studienfach Pädagogik und ist Magistra der Theologie. Vor allem aber ist sie eine von Begeisterung erfüllte Ordensfrau.
Für Sr. Beatrix Mayrhofer SSND, der Kongregation der „Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau“ angehörend, stand bereits als Kind der künftige Lebensweg fest: „Schon mit zehn Jahren habe ich gefühlt, dass Gott mich ruft. Es hat nur eine Weile gedauert, bis ich meinen Platz gefunden habe.“
Ingeborg Schödl
4/2010: Um Gottes Willen Seit Beginn des Propädeutikums findet jährlich ein fünftägiger Kurs zum Thema „Entscheidungsfindung aus dem Glauben. Der dreifache Klang der einen Stimme Gottes“ statt. Methodisch vielfältig behandelt er den Themenkreis: Was ist meine Berufung, und wie kann ich in ihr wachsen? Wie kann ich in den großen und kleinen Entscheidungssituationen Gottes Willen erkennen und leben? Im Folgenden entfalte ich einige Inhalte des Kurses, die aber auch für die Entscheidungsfindung jedes Christen und jeder Christin von Bedeutung sind.
Gottes Wille: Gott will, dass wir selber wollen
Was meint eigentlich die Rede vom „Willen Gottes“?
Sr. Melanie Wolfers SDS
4/2010: Schritt für Schritt „Mit vier Jahren war mir klar – vermutlich infolge eines langen TBC-bedingten Spitalsaufenthaltes: Ich will ein Doktor werden. Ein guter Doktor. Und noch einen Bubentraum habe ich gehegt und gepflegt und in unzähligen Tagträumen durchgesponnen: an einer echten Expedition teilnehmen, als Erster einen bis dahin unerforschten Gipfel erklimmen.
1972 bot sich mir überraschend die Möglichkeit, auch diesen zweiten Traum Wirklichkeit werden zu lassen: Für die Erstbesteigung des Brikutti wurde von den Expeditionsteilnehmern noch ein Arzt gesucht...
Tomas Kaupeny
4/2010: „Brauch-Wasser“ Wasser und Feuer sind die Symbole der Osternacht. Vier der sieben Lesungen handeln vom Wasser. Die nächtliche Feier ist der traditionelle Termin für die Weihe des Taufwassers. Nach Lichtfeier und Wortgottesdienst bildet die Tauffeier den dritten Teil der Liturgie.
Eintauchen
Die Taufe im Namen Jesu steht am Beginn des christlichen Lebens. Die ersten nachapostolischen Zeugnisse beschreiben die Taufe als Eintauchen in (fließendes) Wasser (Immersion) nach gründlicher katechetischer Vorbereitung, nach Gebet und Fasten. Für die Sakramentenspendung durch Immersion baute man bei den Bischofskirchen quadratische oder achteckige Baptisterien. Begießen (Infusion) und Besprengen (Aspersion) fanden vor allem bei Kranken Anwendung. Im Hochmittelalter verdrängte die Form des Begießens jene des Eintauchens. Bei Umgestaltungen der Kirchen in Kritzendorf (Gemeinde Klosterneuburg, NÖ) und Wien-Döbling wurden Bassins, in die der Täufling wie in ein Baptisterium hineinsteigen muss, in den Boden eingelassen...
Helga Maria Wolf
4/2010: Alles nur „Happy End“? Wer im Kino oder im Fernsehen einen Film anschauen möchte, der muss sich Zeit nehmen. Von zirka 90 bis 120 Minuten ist im Allgemeinen auszugehen, um einen Krimi oder einen Liebesfilm in voller Länge zu betrachten. Da mag man sich fragen, ob diese Zeit gut investiert ist. Wäre es nicht effizienter, bloß den Anfang und das Ende des Filmes zu sehen? Warum reicht es nicht, zunächst die handelnden Personen oder – im Fall des Opfers – die nicht mehr handelnden Personen kennen zu lernen und gleich anschließend über den Täter aufgeklärt zu werden? Welchen Sinn macht es eigentlich, mehr als 90 Minuten darauf zu warten, bis zwei Personen zueinanderfinden?
Peter Schipka
4/2010: Fröhliche Urständ Wenn etwas in Vergessenheit Geratenes wieder auftaucht, verwenden wir – meist in scherzhafter Weise – den altertümlichen Ausdruck Urständ. Der gute alte Drahtesel feiert bei solch hohen Treibstoffpreisen fröhliche Urständ.
Das nur noch in dieser Wendung gebräuchliche Substantiv Urständ geht auf Mittelhochdeutsch urstende – Auferstehung zurück.
Warum ich das erzähle?
Weil ich beim Erstellen eines Liedplans für die Osterzeit auf der Suche nach einem passenden Lied im Gotteslob just über die beiden Wörter Urständ und fröhlich gestolpert bin. Mit einem kurzen Blick musterte ich die abgedruckte Melodie: dorisch – etwas karg für ein jubelndes Osterlied, aber immerhin in einem schwingenden Sechsvierteltakt. Ich überflog die sechs Strophen. Österliche Naturseligkeit, dachte ich mir und wollte schon weiterblättern, als mir der Autor ins Auge sprang: Friedrich Spee – Jesuit, Gelehrter und bedeutender Barockdichter deutscher Sprache, Verfasser zahlreicher Kirchenlieder, von denen sich allein sieben im Gotteslob finden. Von Neugierde gepackt, nahm ich das Lied Die ganze Welt, Herr Jesus Christ (Gotteslob
Nr. 219) etwas genauer unter die Lupe...
Johann Simon Kreuzpointner
4/2010: Eine sehr leise Angelegenheit Im Evangelium des zweiten Ostersonntags ist die Rede davon, dass Jesus seine Jünger anhaucht. Das geschieht nach Tod und Auferstehung des Herrn. Die Jünger stehen in dieser Situation unter Schock. Heute würde man ihnen eine psychologische Betreuung verordnen und sie eventuell mit einigen Medikamenten beruhigen.
Nutzlose Geste?
Jesus macht das anders. Er tut etwas, das nach unserer Erfahrung in diesem Augenblick völlig nutzlos ist. Jesus haucht seine Leute an. Kann man mit ein bisschen Anhauchen die Probleme der Welt wegblasen?
Klaus Weyers
4/2010: Die Gemeinschaft trägt durch dick und dünn In einem Gespräch am runden Tisch dem Priesterleben auf den Zahn gefühlt
Die Situation ist bereits dramatisch. Der Priester, einst stabiler Mittelpunkt und Repräsentant einer Pfarre, ist heute weithin aus dem Blickfeld verschwunden. Er ist in zwei, drei oder noch mehr Pfarren zu Hause – oder vielmehr zwischen diesen unterwegs. Der Priester ist heute zum Pendler geworden, wie die meisten Menschen.
Als Priester glaubwürdig zu leben – ist das unter diesen Bedingungen möglich? Eine kleine Runde, bestehend aus den Pastoralassistentinnen Christa Herzberger, Pfarrreferentin der Caritas St. Pölten, und Andrea Krieger aus der Pfarre Haag, dem Stiftsdechanten H. Andreas Kaiser aus Herzogenburg und demSubregens des Priesterseminars Gerhard Reitzinger sowie Diakon Markus Riccabona als Moderator, traf sich am 20. Jänner 2010 im St. Pöltner Priesterseminar zu einer Gesprächsrunde, um dieser Frage nachzugehen: „Aufzeigen, wo der Schuh drückt“, wie Riccabona erklärt, „aber auch Perspektiven erkunden“...
Hans Pflügl
4/2010: Spirituelle Angebote Canisiusheim Centrum Horn
PartnerSchafftLeben
Spirituelle Tage für junge Paare
Eine Partnerschaft so zu leben, dass sie Leben schafft und freisetzt, ist eine Kunst. Sich dafür Zeit zu nehmen, lohnt sich. Die spirituellen Tage bieten Möglichkeiten wie: Abstand zu nehmen vom Alltag, Zeit als Paar zu verbringen und die Beziehung zu vertiefen sowie der spirituellen Suche, dem Glauben in der Partnerschaft Raum zu geben.
Ein Angebot von IMpulsLEBEN (www.impulsleben.at) und Weltdorf St. Gabriel (www.steyler.at) für junge Paare zwischen 20 und zirka 35 Jahre.
Termin:
3. Juni 2010 (18.00h) bis 6. Juni 2010 (13.00h)
Begleitung:
Andreas Musich, Christiane Wolowiec-Musich, Sr. Melanie Wolfers SDS, P. Reinhold Ettl SJ
Anmeldung:
Melanie Wolfers (Melanie.Wolfers@salvatorianerinnen.at) oder
Andreas Musich (weltdorf@steyler.at)
Mit der Anmeldung ist ein Vorgespräch verbunden.
Machen Sie auch von dem Angebot, unser Haus für Tagungen, Seminare, Kurse und Klausuren zu nutzen, Gebrauch – auch Pfarrgruppen sind immer willkommen!
Anmeldung und Information:
Canisiusheim Centrum Horn
3580 Horn, Canisiusgasse 1
Tel.: 02982/2645
office@centrumhorn.at
4/2010: Ein großer Schatz Die Freundschaft Jesu entdecken
Apostelgeschichte 2010
Die Berufungspastoral der Erzdiözese Wien steht in diesem Jahr unter einem besonderen Stern. Es ist das Gebet für den diözesanen Prozess APG 2010 (Apostelgeschichte 2010): ein Jahr der Mission mit drei großen Diözesanversammlungen und einer Aktionswoche in derWoche nach Pfingsten. Alle Pfarren, Gemeinschaften und Einrichtungen sind eingeladen, sich an diesem Weg der Erneuerung aktiv zu beteiligen.
Die Diözesanstelle für Berufungspastoral hat den Auftrag, die Gebetsbewegung rund um dieses Jahr zu koordinieren – basierend auf der Überzeugung, dass neue Berufungen nur aus dem Gebet und einem missionarischen Aufbruch geschenkt werden können: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter in seine Ernte auszusenden!“ (Lk 10,2)
Andreas Schätzle
4/2010: Ein Riss in der Kirche Vatikan und Piusbruderschaft – Teil 2
Die ausgestreckte Hand
Ende 2008 sandte der Leiter der Priesterbruderschaft St. Pius X., Bernard Fellay, einen Brief an den Leiter der für die Gespräche mit der Priesterbruderschaft zuständigen Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“. In dem Schreiben trug er die Bitte vor, seine Exkommunikation und die der drei anderen von Lefebvre geweihten Bischöfe zurückzunehmen. Ein Exkommunizierter ist nach dem Rechtsbuch der katholischen Kirche von 1983 nicht berechtigt, Sakramente oder Sakramentalien zu spenden oder zu empfangen. Außerdem darf er weder ein kirchliches Amt noch kirchliche Dienste und Aufgaben ausüben. Fellay versicherte in diesem Schreiben: „Wir sind stets willens und fest entschlossen, katholisch zu bleiben und alle unsere Kräfte in den Dienst der Kirche Unseres Herrn Jesus Christus zu stellen, die die römisch-katholische Kirche ist. Wir nehmen ihre Lehren in kindlichem Gehorsam an. Wir glauben fest an den Primat Petri und an seine Vorrechte. Und darum leiden wir sehr unter der gegenwärtigen Situation.“
Am 24.1.2009 wurde ein Dekret der Kongregation der Bischöfe veröffentlicht, in dem mitgeteilt wurde, dass der Leiter der Kongregation, Kardinal Re, auf Grundlage der ihm ausdrücklich von Papst Benedikt XVI. übertragenen Vollmacht die Strafe der Exkommunikation der Bischöfe der Priesterbruderschaft aufgehoben hat. Mit der Aufhebung der Exkommunikation sind die vier Personen wieder berechtigt, die Sakramente der katholischen Kirche zu empfangen...
Johannes Sinabell
4/2010: Für Sie gelesen Neureligiöse Bewegungen und Weltanschauungen
Wir leben in einer Zeit der zunehmenden Säkularisierung. Die Religion verliert ihre „Funktion“, die Kirchen ihre Bindekraft, und wir erleben einen Bedeutungswandel säkularer Ersatzreligionen. Auf der einen Seite verschwindet organisierte Religion immer mehr aus der Öffentlichkeit. Andererseits gewinnt das Stichwort „Spiritualität“ an Bedeutung. Der weltweit plurale Kosmos von Religionen und religiösen Optionen spiegelt sich auch in Österreich wider. Diesen Veränderungen trägt das Lexikon, eine überarbeitete und ergänzte Taschenbuchausgabe des „Lexikons neureligiöser Gruppen, Szenen und Weltanschauungen“ aus dem Jahr 2005, Rechnung...
red
Harald Baer, Hans Gasper, Johannes Sinabell, Joachim Müller (Hrsg.), Lexikon neureligiöser Bewegungen und Weltanschauungen, Herder, 768 Seiten, € 30,80, Einzelband je € 13,40 (ISBN 978-3-451-06052-6)
Quellen des Glücks
„Das Glück ist ein Vogerl“, weiß der Volksmund: flüchtig also, kaum da, auch schon wieder weg. Da ist wohl etwas Wahres dran. Dass man aber den Ast, auf dem sich dieses „Vogerl“ vielleicht niederlässt, ein bisschen präparieren kann, davon sprechen viele Weisheiten und Erfahrungen des Lebens. Einem Spaziergang durch einen bunten Blumengarten gleich, weisen Erzbischof Kothgasser und Professor Sedmak auf die eine oder andere besondere Blüte hin: Sie zeigen, wie das Glück aus einem tiefen „Ja“ zum Leben genährt und wahrgenommen werden kann, wie aus kleinen, flüchtigen Glücksmomenten ein auf Dauer glückliches Leben wachsen kann. Eine Chance bekommt solches – trotz allen Bemühens immer geschenkte – Leben durch die Pflege von Quellen, die weder versteckt noch schwer zu finden sind, sondern bloß Aufmerksamkeit, Augenmaß und Regelmäßigkeit verlangen...
Kurt Schmidl
Alois Kothgasser, Clemens Sedmak, Quellen des Glücks. Von der Kunst des guten Lebens, Tyrolia, 150 Seiten, € 14,95 (ISBN 978-3-7022-3027-2)
Kirche in politisch schwierigen Zeiten
Zeitgeschichtlich sind die Jahre vor 1938 noch immer nicht aufgearbeitet, denn sie werden von Historikern aus den verschiedensten Blickwinkeln gesehen und kommentiert. Für den Kirchengeschichtler Maximilian Liebmann ist es vor allem der Politische Katholizismus dieser Zeit, mit dem er sich immer wieder in seinen Büchern auseinandersetzt. In seinem neuesten Buch befasst er sich mit der Frage, aus welcher Theologie die Loyalitätserklärung der Österreichischen Bischofskonferenz gegenüber dem Hitler-Regime entstanden ist. Kurzgefasst war es die Abkehr vom Politischen Katholizismus hin zum Pastoralkatholizismus...
Ingeborg Schödl
Maximilian Liebmann, „Heil Hitler“ – Pastoral bedingt. Vom Politischen Katholizismus zum Pastoralkatholizismus. Böhlau-Verlag, 180 Seiten, € 25,60 (ISBN 978-3-205-78412-8)
Linzer Fernkurse
Seit über 40 Jahren bieten die Fernkurse des Bibelwerkes Linz interessierten Frauen und Männern die Möglichkeit zur Weiterbildung im religiösen Bereich. Gut verständliche Unterlagen sorgen für fundierte theologische Informationen. Gerade im biblischen Bereich bilden diese die Grundlage für eine selbstständige Beschäftigung mit der Heiligen Schrift und mit verschiedenen Glaubensinhalten. Die Unterlagen können als Fernkurs mit Betreuung (Bearbeiten von Fragebögen/ Schreiben einer Abschlussarbeit, € 45,–) oder als Gesamtpaket ohne Betreuung (€ 30,–) bezogen werden. Informationen über die Kurse Gebet – Spiritualität, Frauen, Altes und Neues Testament, Apokalyptik und Stolpersteine finden Sie auf der Website des Bibelwerkes: www.dioezese-linz.at/bibel
Die Gesamtmappe (ohne Betreuung) zum Fernkurs Gebet – Spiritualität wird derzeit bei Angabe des Kennwortes „Linzer Fernkurse“ portofrei angeboten. Der Kurs besteht insgesamt aus acht Teilen (zu den Psalmen, zum Vaterunser, zu Gebetsformen usw.). Anmeldung, Bestellung und Information:
Bibelwerk Linz
Tel.: 070/7610-3231
bibelshop@dioezese-linz.at
mf
Betrachtungen über Leid und Tod
Zu Anfang der Fastenzeit brachte der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari wieder ein Buch heraus, diesmal unter dem Titel „Das Leiden Christi“. Die darin enthaltenen Texte begleiten durch die Trauer dieser Zeit hin zum Ostermorgen. Leid und Tod nicht als Ende, sondern umgewandelt in Liebe und im Wissen um die Auferstehung – so die auf einen kurzen Nenner gebrachte Aussage.
Ingeborg Schödl
Egon Kapellari, Das Leiden Christi, :styria, 128 Seiten, Farbabbildungen, € 16,95 (ISBN 978-3-222-13289-6)
4/2010: Statistik / Weihestatistik 2009 Diözesanpriesterweihen 2009
Priesterweihen 2009 - Institute des geweihten Lebens/Orden
Professen 2009
Frauenorden in Österreich 2009
Säkularinstitute in Österreich
Weihen 2009 - Ständige Diakone
4/2010: Canisiuswerk Aktuell Leserforum für miteinander
Die Meinung unserer LeserInnen ist uns wichtig. Daher haben wir auf der Homepage unserer Zeitschrift miteinander unter
www.miteinander.at
ein Leserforum eingerichtet, das Ihnen ab sofort für Ihre Leserbriefe, Rückmeldungen und Anregungen zur Verfügung steht.
Weltgebetstag der geistlichen Berufe
25. April 2010
„Quo vadis. Wohin gehst du?“
Die Unterlagen für die Pfarren wurden bereits versandt. Weiteres Material können Sie gerne bei uns bestellen:
Tel.: 01/512 51 07-14
canisiuswerk@canisius.at
www.canisius.at
Aus unserem Kuratorium
Das Kuratorium des Canisiuswerkes entschied Ende 2009 nicht nur über die Förderungen dieses Studienjahres (es werden heuer voraussichtlich 90 Seminaristen gefördert), sondern befasste sich auch mit Zukunftsfragen. Folgenden Schwerpunkten wollen wir verstärkt Rechnung tragen:
_ Direkte Begegnung und das persönliche Zeugnis sind für uns Grundlage jeglicher Berufungspastoral.
_ Die Qualitätssicherung in der Ausbildung ist uns ein besonderes Anliegen.
_ Ziel unserer Öffentlichkeitsarbeit ist es, „verstaubten“ Klischees von Priestern und Ordensleuten entgegenwirken.
_ Zwischen dem Canisiuswerk und den Unterstützten wird es mehr persönliche Begegnung geben, um die vielfachen Anliegen der Berufungspastoral weiterzutragen.
_ Die Frage nach „Berufung“ muss auf der Pfarrebene bewusster gemacht werden. Pfarren sind die ersten Träger jeglicher Berufungspastoral.
_ Deswegen ist es wichtig, das Leben aus der Taufberufung sowie das Miteinander der Berufenen zu stärken, die Vernetzung voranzutreiben und zu unterstützen (z. B. zu und unter den Ausbildnern in Priesterseminaren, Orden …).
Für unsere Priesterstudenten und die Finanzierung der Projekte der ausbildenden Einrichtungen sowie unserer Initiativen in der Berufungspastoral bitten wir Sie auch heuer wieder um Ihre Unterstützung. Schon jetzt ein herzliches Vergelt’s Gott dafür.
Kurt Schmidl
4/2010: Zum monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe Gründonnerstag, 1. April 2010
Jesus, der seit seinem ersten öffentlichen Auftreten in dieser Welt Menschen um sich versammelt hat, der auf Menschen zugegangen ist, um sie mit dem Heil zu berühren, bereitet am Abend des Gründonnerstags seinen Abschied vor.
Damit zeichnet er uns einen Weg vor, den wir Menschen auch alle einmal zu gehen haben. Sein Weggehen ist geprägt vom Vertrauen in seinen Vater, in dessen Hände er sein Leben zurücklegt. Damit auch wir diesen Schritt des Vertrauens in Gott wagen können, stiftet Jesus an diesem Abend – inmitten des Abschiednehmens – das Sakrament der Eucharistie...
Franz Schrittwieser
4/2010: Wir beten mit dem Heiligen Vater APRIL: Für alle durch Fundamentalismus und Extremismus Gefährdeten: um Respekt, Toleranz und Dialog.
Für die Christen, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden: um Standhaftigkeit im Heiligen Geist und um ihr Zeugnis für die Liebe Gottes zu allen Menschen.
4/2010: Bild & Wort Richtungs wechsel
Zeit
zu leben
Lebenszeit
Zeit haben
zum Lieben
zum Träumen
loslösen
was bindet
Hoffnung
gegen jede
Hoffnungslosigkeit
zurücklassen
was vergeblich
ist
unbeschwert sein
frei werden
von allem Dunklen
manchmal auch
die Richtung ändern
den eigenen Weg
finden
den eigenen Weg
gehen
Susanne Moser