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5-6/2010: miteinander 5-6/2010 Download Ausgabe Mai-Juni 2010
5-6/2010: LEIT-GEDANKEN Kardinal König sagte einmal zum Umgang der Kirche mit den Medien: „Zuerst ist sie dagegen. Dann warnt sie. Dann nimmt sie sie zur Kenntnis und benützt sie.“
Das war mit dem Buch so. Das war mit dem Paartanz so. Das war mit dem Kino so. Zuerst war man dagegen. Dann kam die Warnung vor den Gefahren der schlechten Bücher und Filme, der Abhängigkeit… Da sich mit der Zeit die Erfahrung durchsetzt, dass der Mensch Verstand und Gewissen hat, wird die Einstellung unbefangen und der Gebrauch selbstverständlich.
Wie viele Chancen haben wir versäumt, weil wir zu oft das mögliche Negative und nicht das tatsächlich Gute in einer neuen Erkenntnis, Erfindung und Haltung gesehen haben. Wir sind dadurch in vielen Bereichen ins Hintertreffen geraten. Wir gelten als rückständig und nicht auf der Höhe der Zeit.
Paulus hat geraten: „Prüft alles! Das Gute behaltet!“
Wilhelm Müller
5-6/2010: Am Anfang ist Beziehung Soeben hat das Ehepaar Lech1 erfahren, dass ein Kind unterwegs ist. Eineinhalb Stunden später sind die beiden glückliche Eltern eines zweieinhalb Monate alten Säuglings. Wie das geht? Durch Adoption – erzählt uns die Adoptivmutter in diesem Beitrag.
„Wir haben über Freunde den Kontakt zum Thema ‚Adoption‘ bekommen. Da wir auf natürlichem Weg wahrscheinlich keine Kinder bekommen können und gesehen haben, wie gut es unseren Freunden mit einem adoptierten Kind geht, haben wir uns ebenfalls für eine Adoption angemeldet. Dafür muss man – nach einer mehrmonatigen Wartezeit – einen vom Jugendamt vorgeschriebenen Kurs besuchen. Dieser wird von verschiedenen Institutionen durchgeführt“, erzählt Frau Lech. „Dort gibt es alle Informationen über rechtliche, gesundheitliche und psychologische Fragen, über die Situation der Herkunftsfamilien und die verschiedenen Formen der Adoption. Wir haben uns für eine Inlandsadoption entschieden.“
1Name von der Redaktion geändert. Auch das Foto stellt aus rechtlichen Gründen nicht das Adoptivkind dar.
Das Gespräch führte Kurt Schmidl.
5-6/2010: Die Wahrheit – auch wenn sie weh tut Die aktuellen Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche waren zentrales Thema bei der Frühjahrstagung der Österreichischen Bischofskonferenz in St. Pölten und der deutschsprachigen Regentenkonferenz Anfang März in Wien. Aus diesem Anlass sprach für miteinander Franz Schrittwieser mit dem Theologen, Religionslehrer, Psychotherapeuten und ehemaligen Mitarbeiter des Kinderschutzzentrums „die möwe“ in St. Pölten MMag. Dieter Seybold…
5-6/2010: Die Fußwaschung vor der Kirchentür Unter dem Titel „Das Evangelium auf den Leuchter stellen“ zeigte der Erfurter Bischof Joachim Wanke auf, wie das Evangelium unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen verkündet werden kann. Der Bischof aus der ehemaligen DDR war Gast bei der Thomasakademie 2010 an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität der Diözese Linz.
Wenn man in unseren Breiten von Missionierung spricht, macht sich vielerorts Ratlosigkeit breit, weiß Bischof Wanke aus Erfahrung. Dabei gehört Missionierung zur Grundbestimmung des Christseins – sie ist nicht nur ein Auftrag für Afrika, Asien und Lateinamerika, sondern für jedes Land. „Der Begriff ‚Missionierung‘ umschreibt die Überzeugung, dass den Menschen ohne Evangelium etwas fehlt. Ohne Evangelium fehlt meinem Heimatland Thüringen etwas, fehlt Oberösterreich etwas, nämlich das Licht von oben“, so der Bischof…
Mag. Josef Wallner
5-6/2010: Die Kirche Afrikas Im Dienst von Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden
Im vergangenen Oktober trafen sich 197 Bischöfe aus 53 afrikanischen Ländern zur zweiten Afrika-Synode, um über „Die Kirche in Afrika im Dienst von Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden“ zu diskutieren. Eine Synode ist eine Versammlung von Bischöfen. Sie ist ein Beratungsorgan der Weltkirche, kann Entscheidungen treffen, wenn sie vom Papst ermächtigt ist. Zum Abschluss übergaben die Bischöfe dem Papst eine Liste von Empfehlungen mit 57 Punkten…
Johannes Sinabell
5-6/2010: Tunesien: Wüstenerfahrung auf christlich-historischem Boden Warum fahren Wiener Priesterseminaristen in die Wüste? In eine Gegend, in der es keine Christen gibt, an den Rand der Sahara, einen Steinwurf von Algerien entfernt?
Genau, um vielfältige Wüstenerfahrungen zu machen! Der selige Charles de Foucauld lebte als Einsiedler am Rande der Wüste unter den muslimischen Armen. Er tat dies in Algerien in einer ähnlich kargen Landschaft wie jener, die unsere Seminargemeinschaft im weniger gefährlichen Tunesien besuchte. Fern dem Universitäts- und Pfarralltag sind wir enger als Gruppe zusammengewachsen und haben durch die Erfahrungen der Wüste und der Einfachheit fernab der Heimat unsere Spiritualität und Verbundenheit mit Christus gestärkt…
Thomas Marosch
5-6/2010: Die entscheidende Liebeserklärung Ein Normalmensch macht im Leben eine oder mehrere Liebeserklärungen. Ich kann mich auch dunkel daran erinnern. Sind es mehrere, dann muss eine davon von der Qualität sein, dass sie das Lebensschiff in den Hafen der Ehe steuern kann. Eine Liebeserklärung muss ausgesprochen werden, sie muss angehört werden, und sie muss beantwortet werden. Bei einem Ja wird aus zwei Einzelgängern ein Paar mit Aussicht auf goldene Hochzeit und Urenkel.
Eine schöne Liebeserklärung hören wir im Johannesevangelium…
Klaus Weyers
5-6/2010: Trotz Gegenwinds „Du willst in eine Ordensgemeinschaft eintreten? Dafür bist du doch viel zu schade!“ So oder so ähnlich sind nicht selten die Reaktionen im Freundeskreis oder in der Familie derer, die zu uns kommen. Darüber könnte man sich ärgern oder aber auch versuchen, zu verstehen, warum die Menschen heute so reagieren: meistens aus Unwissenheit, da sie nur mehr selten mit Ordensgemeinschaften in Berührung kommen, und wenn, dann eher mit Gemeinschaften, in denen es kaum noch junge Gesichter gibt…
Sr. Stefanie Strobel sa
5-6/2010: Was junge Ordenschristen in Tirol bewegt Bereits zum zweiten Austausch junger Ordenschristen (AJO) trafen sich Ende Februar unter dem Motto „Leben wird mehr, wenn wir es teilen“ junge Ordenschristen verschiedener Gemeinschaften Tirols.
Die Initiative AJO starteten wir, weil es uns wichtig ist, uns mit anderen jungen Ordenschristen auszutauschen, die mit ähnlichen Lebens- und Glaubensfragen ringen. Die AJOs bieten uns die Möglichkeit, einander in Abstand zum Alltag zu begegnen und kennen zu lernen; zu entdecken, wo die Einzelnen beheimatet sind; Gemeinschaft untereinander zu erfahren und zu genießen; miteinander zu lachen und zu „träumen“…
Sr. Ulrike Weiss FMA
5-6/2010: Lieber Gott, warum nicht ich? Wie gehen Menschen mit einem Wunder um? Vor allem, wenn es nicht an ihnen geschehen ist? Der Hoffnung, dem Leid, wie den menschlichen Schwächen spürt der sehr sehenswerte Film „Lourdes“ von Jessica Hausner nach.
Christine ist an multipler Sklerose erkrankt und vom Hals abwärts gelähmt. Die junge Frau, vollkommen auf fremde Hilfe angewiesen, schließt sich einer Pilgergruppe an, die nach Lourdes unterwegs ist: weniger aus dem Grund, weil sie eine Heilung erhofft, sondern eher um etwas Abwechslung in ihren Alltag zu bringen…
Ingeborg Schödl
5-6/2010: Sagt an, wer ist doch diese? „Mit Maria beginnt nicht nur der Weg Jesu Christi, sondern auch der Weg der Kirche; denn sie, die Frau, ist der erste Mensch, der an Jesus Christus glaubt: die erste Christin.“ Diese Worte des deutschen Dogmatikers und Fundamentaltheologen Dr. Peter Hofmann waren für mich ausschlaggebend für die Wahl des Marienliedes „Sagt an, wer ist doch diese“, das nachfolgend kurz vorgestellt wird. Die Tatsache, dass sich Papst Benedikt XVI. 2006 bei seinem Besuch in Altötting auch dieses Lied gewünscht hat, möge als zusätzlicher Impuls für die Liedauswahl gesehen werden…
Alfred Endelweber
5-6/2010: „Das war ein totaler Schock“ Konstantin Pollack (17) fragt Wolfgang Kimmel (41) nach dessen Weg zum Priestertum und glaubt, dass junge Menschen gelegentlich auch ohne Hilfe zu Gott finden.
? Konstantin: Wolfgang, warum willst du Priester werden?
! Wolfgang: Das wollte ich schon als Jugendlicher und bin 1987, nach der Matura, ins Stift Göttweig eingetreten. Ich bin aber dort wieder weggegangen, weil die Zeit noch nicht reif war. Ich habe dann 17 Jahre „in der Welt“ gelebt, bis ich vor fünf Jahren wieder ganz stark einen Ruf verspürte…
5-6/2010: Termine - Priesterweihen und Neupriesterfeiern Download der
Termine der Priesterweihen und Neupriesterfeiern 2010
5-6/2010: Sonntagskultur Am 12. März 1981 war Franz Kardinal König zu Gast im Restaurant „Mohrenwirt“ in Prissian in der Pfarrgemeinde Tisens in Südtirol. Er schrieb damals in das Gästebuch: „Mit Segenswünschen der Familie Holzner. +Kard. König,Wien.“Wie mir der heutige Besitzer Raimund Holzner erzählte, fühlte sich Kardinal König sehr wohl, bestellte sich ein gutes einfaches Essen und genoss die Gastfreundschaft.
Tourismusregion
Südtirol (Diözese Bozen-Brixen) ist eine bedeutende Tourismusregion und hat den Gästen viel zu bieten: herrliche Berge, bezaubernde Seen, Kultur und Kunst, eine große Palette an Sportmöglichkeiten, typische bäuerliche Tiroler Produkte, eine gute regionale, aber auch internationale Küche…Auch Papst Benedikt XVI. wählte Brixen zu seinem Urlaubsort. Bereits als Kardinal war er viele Male in Südtirol. Wer einmal in Südtirol Urlaub gemacht hat, wird wiederkommen. Unser Land hat aber noch etwas zu bieten: Wir laden die Gäste zum Kennenlernen unserer Kirche mit all ihren Facetten ein…
Alexander Raich
5-6/2010: Unterm Dach im Augustinum Das Grazer Zentrum für Bildung und Berufung setzt eine Initiative in der Berufungspastoral.
Ganz oben im dritten und vierten Stock des Grazer Augustinums, dort wo der Trubel und die Geschäftigkeit der unteren Etagen nur noch dumpf hörbar sind, befinden sich die Wohnräume all derjenigen, die dieses Haus auch in den Nächten nicht verlassen. Hier wohnen Schüler im Seminar, Studenten in eigenen Wohneinheiten, sowie Priester in einer Wohngemeinschaft, aber auch eine Gruppe von derzeit vier jungen Männern, die in der Gemeinschaft erkennen wollen, was ihr Leben prägen soll, was Gott von ihnen will…
Harald Koberg
5-6/2010: Canisiusheim Centrum Horn Verein „Freunde des Canisiusheimes Horn“
Der Verein „Freunde des Canisiusheimes Horn“ besteht seit beinahe sechs Jahren. Die Vereinsleitung liegt in den Händen von Obmann Hofrat Karl Litschauer. Ihm zur Seite steht der geschäftsführende Obmann, Diakon Mag. Karl Mühlberger, Direktor des Canisiusheimes Centrum Horn. Der siebenköpfige Vorstand tritt jährlich zu drei bis vier Sitzungen zusammen. Der Verein hat derzeit 411 Mitglieder.
Die Aufgaben des Vereins sind:
_ Information über das Canisiusheim Centrum Horn.
_ Unterstützung des Heimes: Ein Teil der sehr moderaten Mitgliedsbeiträge (jährlich € 5,–) floss in die Ausstattung des Hauses, wie z. B. in theologische Literatur für die Bibliothek.
_ Vernetzung ehemaliger „Canisianer“ mit anderen Förderern im Rahmen sogenannter Regionaltreffen. Solche Treffen fanden bisher in Treffen (Kärnten), Amstetten, Graz, Horn und Salzburg statt.
_ Förderung geistlicher Berufe: Maßnahmen der Berufungspastoral, für welche das Canisiusheim Centrum Horn als „Haus der Berufung“ besonders offenstehen soll, werden durch den Verein tatkräftig unterstützt.
Pilgerreise ins Heilige Land
Vom 31. Jänner bis 7. Februar nahm unter der Leitung von Dr. Johann Hintermaier, bis Herbst 2009 Spiritual des Propädeutikums, und Mag. Karl Mühlberger eine 18-köpfige Reisegruppe an einer Pilgerfahrt ins Heilige Land teil. Die Reise war einerseits als Gemeinschaftsprojekt von Mitgliedern des Vereins „Freunde des Canisiusheimes Horn“ geplant, sollte aber auch der Vernetzung mit anderen Förderern dienen…
Spirituelle Angebote
PartnerSchafftLeben
Spirituelle Tage für junge Paare
Eine Partnerschaft so zu leben, dass sie Leben schafft und freisetzt, ist eine Kunst. Sich dafür Zeit zu nehmen, lohnt sich. Die spirituellen Tage bieten Möglichkeiten wie: Abstand zu nehmen vom Alltag, Zeit als Paar zu verbringen und die Beziehung zu vertiefen sowie der spirituellen Suche, dem Glauben in der Partnerschaft Raum zu geben. Themen sind u. a.: Wo wird mein Leben durch dich und durch uns bereichert? Unterschiede ergänzen und bereichern, führen aber auch in eine Krise.
Termin:
3. Juni 2010 (18.00) bis 6. Juni 2010 (13.00)
Ignatianische Einzelexerzitien
Ein Angebot des Exerzitienreferates der Diözese St. Pölten.
Termin:
4. Juli 2010 (18.00) bis 11. Juli 2010 (13.00)
5-6/2010: Canisiuswerk Aktuell Lange Nacht der Kirchen in Wien
28. Mai 2010
Gemeinsam mit den Redemptoristen lädt das Canisiuswerk im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen wieder in die Kirche Maria am Gestade (1010 Wien, Salvatorgasse 12) ein.
Programmhöhepunkte:
20.00 Uhr: Lesung mit dem österreichischen Bestsellerautor Josef Haslinger
22.30 Uhr: „Woraus ich lebe" Weihbischof Stephan Turnovszky über die Quellen seines geistlichen Lebens
Zudem besteht im Eingangsbereich der Kirche die Möglichkeit zum Gespräch. Dort liegt auch Informationsmaterial des Canisiuswerkes zu geistlichen und kirchlichen Berufen auf.
Näheres zum Programm finden Sie unter: www.langenachtderkirchen.at
European Vocations Service
Vom 1. bis 4. Juli treffen einander in Esztergom, Ungarn, etwa 70 Delegierte aus ganz Europa zur Jahrestagung des European Vocations Service. Im zu Ende gehenden „Jahr des Priesters“ werden nochmals biblische, soziologische und pädagogische Aspekte zu dieser Berufung beleuchtet und Konsequenzen für die Weckung und Förderung geistlicher Berufungen beraten. Der gegenseitige Erfahrungsaustausch wird wie immer breiten Raum einnehmen.
Briefkurs
Begegnung mit Gott
28. Juni – 8. August 2010
Energie für die Seele tanken
Die im Redaktionssystem eingegebenen Daten der Veranstaltungen für den Zeitraum September 2010 bis Jänner 2011 werden per 20. Mai 2010 für den gedruckten Katalog weitergeleitet. Dieser wird Anfang August erscheinen. Für das Heft „Urlaub im Kloster“ ist an eine Kooperation mit „Klösterreich“ gedacht.
Informationen unter: www.canisius.at
Kurt Schmidl
Pfingsttreffen der Jugend
Von Samstag, 22. Mai, bis Montag, 24. Mai 2010, soll beim Pfingsttreffen der Katholischen Jugend Oberösterreichs in Kremsmünster drei Tage lang der Spirit von Pfingsten für Jugendliche aus ganz Oberösterreich spürbar werden. Das diesjährige Treffen steht unter dem Motto:
START KLAR
Jugendliche sollen Leben in Fülle erfahren, das vom Vertrauen in Gott getragen ist – ein Grund, dieses Leben zu feiern. Die Spiritualität ist bei diesem Treffen integrierender Bestandteil, sie kommt nicht ausschließlich in der Liturgie zum Tragen, sondern auch in den inhaltlichen Angeboten, im gemeinsamen Tun, im Erleben mit allen Sinnen.
Zielgruppe: Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren
Information zu Programm und Anmeldung: www.ooe.kjweb.at/pfingsttreffen
5-6/2010: Zum monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe Donnerstag, 6. Mai 2010
In der Liturgie der Osterzeit hören wir immer wieder Texte aus der Apostelgeschichte. Sie ist ein spannender Bericht über die Entwicklung der jungen Kirche, die am Pfingstfest ihre Geburtsstunde erlebt hat. Nicht nur Juden, sondern auch Heiden schlossen sich dem neuen Weg Jesu an. Dabei kam es zum Konflikt zwischen den Judenchristen und Paulus, der durch seine Missionierung Menschen aus anderen Völkern und Kulturen für Christus gewinnen konnte. Auf dem „Apostelkonzil“ bemühte man sich, den Konflikt zu lösen…
Donnerstag, 3. Juni 2010
„Gebt ihr ihnen zu essen“, ist die Antwort Jesu auf die Frage seiner Jünger in einer Notsituation, von der uns das Evangelium am heutigen Fronleichnamsfest berichtet. Viele Menschen sind versammelt, um Jesus zu hören. Sie sind hungrig und durstig. Die Apostel wollen sie wegschicken, da nur fünf Brote und zwei Fische aufzutreiben sind. „Nein!“, sagt Jesus – nicht wegschicken, sondern einladen und teilen…
Franz Schrittwieser
5-6/2010: Wir beten mit dem Heiligen Vater MAI: Für die große Zahl von Frauen und Kindern, die noch heute vom Menschenhandel bedroht sind.
Für die Priester, Ordensleute und engagierten Laien, die bestrebt sind, in ihren Gemeinden missionarische Begeisterung zu wecken.
JUNI: Für alle nationalen und internationalen Organisationen, die um Respekt vor dem menschlichen Leben, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, bemüht sind.
Für die kleine Herde der Christen in Asien. Ihre Freundlichkeit möge dem Evangelium ein Gesicht geben.
5-6/2010: Bild & Wort DU
Du bist
aus der warmen Höhle
geschlüpft
hinaus ins Grelle, Laute
bist noch
kein Ich
bist noch verbunden
mit der Jenseitswelt
Erschrocken
weinst du
alles ist fremd
und neu
wo kamst du her?
Ein wenig später
die Tränen versiegen
deine Stirn hat sich
geglättet
du atmest unhörbar
Zärtlich wiegt dich
der Schlaf
du bist
Susanne Moser