miteinander Zeitschriften-Archiv
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5-6/2013: Das Versprechen des göttlichen Beistands Obwohl der Glaube an den Heiligen Geist tief in der biblischen Tradition verwurzelt ist, tun sich viele Gläubige mit ihm schwer. Seine Wiederentdeckung ist an der Zeit.
5-6/2013: Ein Gefühl von Heimat Bei ihrer Pilger- und Studienreise nach Rom konnten 43 Seminaristen aus Wien, Eisenstadt und St. Pölten Weltkirche hautnah erfahren.
4/2013: Mystik und Widerstand Der Geistliche Leiter des Rosenkranz-Sühnekreuzzugs um den Frieden der Welt (RSK), Franziskanerpater Benno Mikocki, über die politische Dimension des Betens.
Gebet und Politik – passt das überhaupt zusammen?
Im 1. Timotheusbrief heißt es: „Vor allem fordere ich zu Bitten und Gebeten auf … und zwar für alle, die Macht ausüben …“ Auch im Vaterunser spiegelt sich dieses Verhältnis wider: „Unser täglich Brot gib uns heute“ ist nicht nur im wahrsten Sinn des Wortes zu verstehen, sondern auch als Bitte, dass diejenigen, die Verantwortung dafür tragen, dass die Menschen ihr tägliches Brot erhalten, klug handeln. Gott geht es nicht nur um das Heil für die Ewigkeit, sondern auch um jenes in diesem Leben. Beten hat also mit Sicherheit auch eine politische Dimension…
Das Interview führte Jürgen Belko.
3/2013: „…und wofür brennst du?“ Aus der Diözese Feldkirch
9/2012: Die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer „Wenn du ein Schiff bauen willst,
so trommle nicht Männer zusammen,
um Holz zu beschaffen,
Werkzeuge vorzubereiten,
Aufgaben zu vergeben
und die Arbeit einzuteilen,
sondern lehre die Männer die Sehnsucht
nach dem weiten, endlosen Meer.“
9/2012: Abenteuer Liebe Wir, Johanna und Benno Karnel, sind jetzt 25 Jahre verheiratet. Und wir haben unsere Silberhochzeit auch gefeiert. Es ist ja nicht selbstverständlich, so lange gut miteinander auszukommen.
Aber blenden wir zurück an den Anfang. Als wir uns kennenlernten, war für uns bald klar, dass wir zusammen durch’s Leben gehen wollten. Als sich dann auch noch ein Kind ankündigte, heirateten wir – eine typische „Kärntner Hochzeit“, wie es unser Trauungspriester damals formulierte.
Wir waren in der Euphorie der Verliebtheit überzeugt, dass wir im Vertrauen auf Gottes Hilfe das Abenteuer der Liebe auch schaffen werden. Wir redeten viel miteinander und verbrachten auch viel gemeinsame Zeit. Unsere Unterschiedlichkeiten kamen aber ebenso immer mehr zutage, und mit der Zeit brach der Familienalltag über uns herein. Wir funktionierten nur noch, nach außen hin eine liebe Familie, aber bei uns zwei war etwas verloren gegangen…
Johanna und Benno Karnel
5-6/2012: Szene-Treff einmal anders Sie hat schon Tradition: die jährliche Tagung des Canisiuswerkes – in Kooperation mit dem Kardinal König Haus –, die diverse Aspekte der Berufungspastoral zum Thema hat. Diese zwei Tage werden so jeweils zum „Szene-Treff“. Auch heuer kamen etwa 50 Personen aus Orden und anderen Gemeinschaften, Priester, Diakone, Religion Lehrende und Interessierte zusammen, um folgende Fragen zu bedenken: „Wer ist berufen, und wer entscheidet darüber?“…
Wilhelm Krautwaschl
4/2012: Zum monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe Donnerstag, 5. April 2012
Mit dem Gründonnerstag beginnen wir die Feier der heiligen drei Tage: Wir gedenken des Leidens und Sterbens Jesu und feiern schließlich in der Osternacht seine Auferstehung. Jesus befreit uns von Sünde und Tod. Der am Kreuz gebrochene Leib Jesu wird für uns zur heilbringenden Speise. Sein vergossenes Blut ist das Blut des Neuen Bundes. Als er am Abend vor seinem Leiden mit den Seinen zusammen war, trug er ihnen auf: „Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Und: „Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.“
Franz Schrittwieser
3/2012: Zum monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe Donnerstag, 1. März 2012
Von der sogenannten „Goldenen Regel“ – „Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!“ (Mt 7,12) – hören wir im heutigen Tagesevangelium (Mt 7,7–12). Sie fasst die Weisungen Jesu zusammen, die wir in der Bergpredigt im Gebot der Gottes- und Nächstenliebe wiederfinden.
Aus der positiven Formulierung dieser „Goldenen Regel“ leitet sich das allgemein bekannte Sprichwort „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg’ auch keinem anderen zu!“ ab.
Die Bergpredigt ist das Kernstück der Verkündigung Jesu. „Kann die Bergpredigt Berge versetzen?“, fragen die Herausgeber des gleichnamigen Buches, Peter Trummer und Josef Pichler. Wir leben heute in einer Welt, in der die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, in der schreckliche Waffen ungeheure Zerstörungen anrichten, in der die Menschenwürde missachtet wird und führende Persönlichkeiten verantwortungslos mit den Ressourcen der Schöpfung und mit Geld umgehen.
Gerade hier sind die Werte der Bergpredigt nicht eine Utopie oder ein unrealistischer Traum, sondern Grundwerte, auf die eine Welt, die überleben will, nicht verzichten kann. Jesus hat die Ideale der Bergpredigt vorgelebt und für sie sein Leben hingegeben. Sie sind Leitbild für die Jünger und Jüngerinnen Jesu zu allen Zeiten.
Franz Schrittwieser
1-2/2012: Ein Opernfan Musik und Handlung
Opern sind eine interessante Kunstgattung: Eine dramaturgische Handlung wird durch Orchestermusik und Gesang dargestellt. Ob es sich dabei um eine Liebesgeschichte, um peinliche Verwechslungen, um Intrigen oder Mord handelt: Meist wird eine Spannung aufgebaut, die dann in der einen oder anderen Weise zu einer Lösung gelangt.
Fans hören sich Opern in ihrem Leben mehrmals an. Dass sie die Handlung bereits kennen und wissen, wie alles ausgeht, stört sie nicht. Es geht dabei ja um die Musik. Allerdings gibt es diese Musik nicht ohne die Handlung. Insofern ist diese auch wichtig. Beides gehört zusammen.
Suchen und finden
Im ersten Kapitel des Markusevangeliums wird berichtet, dass Jesus heilt und Dämonen austreibt. Daher suchen die Menschen seine Nähe und wollen von ihm berührt werden. Er zieht sich jedoch zum Gebet zurück und lässt die Suchenden allein. Dass ihm seine Jünger deshalb Vorwürfe machen, ändert nichts an seinem Verhalten. Vielmehr beschließt er, überhaupt weiterzuziehen. Offensichtlich ist es für ihn ausreichend, gesucht zu werden. Dass er auch gefunden wird, scheint für ihn nicht entscheidend zu sein.
Bei der Aufführung einer Oper ist die Handlung in die Musik eingebettet. Ohne diese Handlung gibt es keine Oper. Gleichzeitig ist aber die Musik der eigentliche Grund, weshalb Menschen in die Oper gehen. Ähnlich verhält sich das Zueinander von Suchen und Finden. Das Suchen ist in das Finden eingebettet. Wer nicht sucht, kann Jesus auch nicht finden…
Peter Schipka
1-2/2012: Multireligiöse Welt und christliches Zeugnis „Mission gehört zutiefst zum Wesen der Kirche. Darum ist es für jeden Christen und jede Christin unverzichtbar, Gottes Wort zu verkünden und seinen/ihren Glauben in der Welt zu bezeugen. Es ist jedoch wichtig, dass dies im Einklang mit den Prinzipien des Evangeliums geschieht, in uneingeschränktem Respekt vor und in Liebe zu allen Menschen.“*
Mit diesen Worten beginnt ein Dokument, das in seiner Art bis jetzt einzigartig ist. In den vergangenen fünf Jahren fanden Gespräche zwischen dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), dem Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog und der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) statt. Die drei Einrichtungen vertreten Orthodoxe, Katholiken, Anglikaner, Protestanten, Evangelikale, Pfingstler und unabhängige Kirchen, die zusammen rund zwei Milliarden Mitglieder zählen und damit fast 90 Prozent des weltweiten Christentums repräsentieren. Anlass und Inhalt der Gespräche war die Frage, wie Mission heute stattfinden kann und soll…
*Das gesamte Dokument ist abrufbar unter: http://www.oikoumene.org/de/dokumentation/documents/oerk-programme/interreligious-dialogue-and-cooperation/christian-identity-in-pluralistic-societies/das-christliche-zeugnis-in-einer-multireligioesen-welt.html
Johannes Sinabell
12/2011: Ein guter Anfang Canisiusheim Centrum Horn - Propädeutikum
Zum zweiten Mal fand die Einführungswoche des Propädeutikums nicht in St. Georgen am Längsee, sondern in Horn, im Canisiusheim, statt. Von Dienstag, den 13. September bis Samstag, den 18. September 2011 kamen die Vorsteher der Priesterseminare, ältere Seminaristen als Betreuer und 16 „Neue“(zwei konnten noch nicht kommen) zusammen. Es hat sich bewährt, das „Geheimnis Horn“ – wie die Studenten es nannten – gleich am Anfang zu lüften. Und Horn zeigte sich in diesen Tagen von seiner besten Seite…
Michael Wagner
9/2011: LEIT-GEDANKEN Das geistliche Zentrum der Siebenbürger Sachsen war Biertan. Hier residierte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts der lutherische Bischof.
Biertan hat zu seinem wunderbar erhaltenen Ortsbild und seiner imposanten Kirchenburg eine Besonderheit. In dreihundert Jahren gab es nur eine einzige Scheidung.
Die Biertaner hatten sich etwas einfallen lassen, um zerstrittene Ehepaare wieder zusammenzubringen. Bevor sich ein Paar scheiden lassen konnte, musste es drei Wochen in einem Haus verbringen. Das Haus besaß nur ein Bett, einen Tisch, einen Sessel, eine Gabel, einen Löffel. Im ganzen Haus gab es kein Messer. Damit mussten die beiden drei Wochen auskommen.
Das geht ein paar Stunden. Das geht einige Tage. Aber drei Wochen? Mit einer Gabel? Mit einem Bett? Irgendwann mussten die beiden miteinander reden. Irgendwie mussten sie sich in diesen drei Wochen arrangieren. Irgendwann erlosch die Wut, der Ärger, brachen die Vorwürfe zusammen. In dreihundert Jahren gab es in Biertan nur eine einzige Scheidung.
Das Modell Biertan ist heute kaum durchführbar. Manche würden sagen, es sei unmenschlich. Dabei steht eine tiefe Erkenntnis dahinter. Die meisten Probleme entstehen, weil die Menschen nicht miteinander reden. Reden kann man aber nur, wenn man zuerst zuhört. Monologe sind kein Dialog. Verstummen ist kein Dialog.
Es müssen nicht drei Wochen sein. Aber einige Stunden miteinander eingesperrt zu sein, würde manche Ehe retten.
Wilhelm Müller
3/2011: Pfarren in Bewegung Besuchsaktion der Pfarren der Diözese Innsbruck im Oktober und November 2010
Martha steht vor der Eingangstür eines Wohnblocks: 32 Türklingeln und ebenso viele Namen. Kaum ein Name kommt ihr bekannt vor. Sie nimmt allen Mut zusammen, dann drückt sie auf die Klingel bei einem Namen, der ebenfalls auf ihrer Besucherliste steht. „Ja, bitte?“, klingt es aus dem Lautsprecher. „Ich komme aus der Pfarre St. Andreas. Wir besuchen zurzeit die Eltern der Firmlinge.“ „Kommen Sie herein!“ Martha ist überrascht. So einfach hat sie sich das nicht vorgestellt. Die Familie hat gerade das Abendessen beendet. Martha wird zu einer Tasse Tee eingeladen. Wie es denn so gehe, mit der Firmvorbereitung, fragt Martha. Und die Mutter erzählt, dass es gar nicht so einfach sei. Ihr Sohn habe neben der Schule kaum noch Zeit für andere Aktivitäten, sie selbst sei auch berufstätig und mit der Organisation des Familienlebens ausgelastet. Große Sorgen bereite ihr die Gesundheit ihres Mannes. Er sei schon lange im Krankenstand, und es sei nicht sicher, wie es mit ihm weitergehen werde …
Nach einer Stunde verlässt Martha die Wohnung. Sie hat gar nicht so viel geredet. Ein paar Mal ist sie gefragt worden, warum sie sich so engagiere. Und da hat sie erzählt, warum sie persönlich in der Pfarre aktiv ist...
Michael Strebitzer
1-2/2011: Turmbau – Streben nach der Höhe Mein kleiner Neffe Simon, er ist zweieinhalb Jahre alt, sitzt auf dem Boden seines Kinderzimmers und baut einen Turm: Mit großer Geschicklichkeit legt er selbstständig ein stabiles, breites Fundament, um dann in die Höhe zu bauen. Ein Baustein wird behutsam auf den anderen gesetzt, das Bauwerk wächst und wächst. Schließlich muss sich Simon schon zu voller Körpergröße strecken, um noch einen Stein auf die Spitze des Gebäudes zu legen. Fasziniert betrachtet er mit großen staunenden Augen sein Werk, das ihn selbst überragt. Er merkt, dass er nun mit seinem nach oben ausgestreckten Arm gerade noch den obersten Punkt berühren kann. Simon schaut mich an, lächelt und sagt zu mir: „Onkel Richard, weiterbauen!“ Der entstehende Turm im Kinderzimmer wird ein Gemeinschaftswerk: Simon reicht mir die einzelnen Bausteine. Ich setze immer noch einen Stein auf den anderen, bis der Turm sogar meine Körpergröße bei Weitem überschreitet. Und noch ein kleiner Stein – da geht plötzlich ein Zittern durch den Turm, das Gebäude schwankt und fällt krachend in sich zusammen. Simon jubelt und klatscht …
Richard Tatzreiter
10-11/2010: Meine neue Mundharmonika Irgendjemand kam auf die Idee, mir zum Geburtstag eine Mundharmonika zu schenken, sehr zum Schrecken meiner Umgebung. Nun kommt dieses Instrument in der Bibel nicht vor, denn es stammt erst aus dem neunzehnten Jahrhundert. Also wird es kein Mundharmonikaorchester bei den frühen Christen gegeben haben. Aber Musik haben unsere Vorfahren im Glauben ganz sicher gemacht.
Musikinstrumente gehören zu den Sonderausrüstungen, die in der Schöpfungsordnung dem Menschen zugeordnet sind. Es ist mir nicht bekannt, dass ein Chor von Flusspferden zusammen mit einem Orchester von Nachtfaltern Beethovens Neunte Symphonie unter der Leitung eines Hauskaters aufgeführt hätte. Gott wollte offensichtlich, dass gegenüber der Tonfülle der Geschöpfe speziell durch den Menschen und seine Erfindungsgabe noch eine besondere Art von Musik in der Schöpfung dazukäme...
Klaus Weyers
5-6/2010: Canisiusheim Centrum Horn Verein „Freunde des Canisiusheimes Horn“
Der Verein „Freunde des Canisiusheimes Horn“ besteht seit beinahe sechs Jahren. Die Vereinsleitung liegt in den Händen von Obmann Hofrat Karl Litschauer. Ihm zur Seite steht der geschäftsführende Obmann, Diakon Mag. Karl Mühlberger, Direktor des Canisiusheimes Centrum Horn. Der siebenköpfige Vorstand tritt jährlich zu drei bis vier Sitzungen zusammen. Der Verein hat derzeit 411 Mitglieder.
Die Aufgaben des Vereins sind:
_ Information über das Canisiusheim Centrum Horn.
_ Unterstützung des Heimes: Ein Teil der sehr moderaten Mitgliedsbeiträge (jährlich € 5,–) floss in die Ausstattung des Hauses, wie z. B. in theologische Literatur für die Bibliothek.
_ Vernetzung ehemaliger „Canisianer“ mit anderen Förderern im Rahmen sogenannter Regionaltreffen. Solche Treffen fanden bisher in Treffen (Kärnten), Amstetten, Graz, Horn und Salzburg statt.
_ Förderung geistlicher Berufe: Maßnahmen der Berufungspastoral, für welche das Canisiusheim Centrum Horn als „Haus der Berufung“ besonders offenstehen soll, werden durch den Verein tatkräftig unterstützt.
Pilgerreise ins Heilige Land
Vom 31. Jänner bis 7. Februar nahm unter der Leitung von Dr. Johann Hintermaier, bis Herbst 2009 Spiritual des Propädeutikums, und Mag. Karl Mühlberger eine 18-köpfige Reisegruppe an einer Pilgerfahrt ins Heilige Land teil. Die Reise war einerseits als Gemeinschaftsprojekt von Mitgliedern des Vereins „Freunde des Canisiusheimes Horn“ geplant, sollte aber auch der Vernetzung mit anderen Förderern dienen…
Spirituelle Angebote
PartnerSchafftLeben
Spirituelle Tage für junge Paare
Eine Partnerschaft so zu leben, dass sie Leben schafft und freisetzt, ist eine Kunst. Sich dafür Zeit zu nehmen, lohnt sich. Die spirituellen Tage bieten Möglichkeiten wie: Abstand zu nehmen vom Alltag, Zeit als Paar zu verbringen und die Beziehung zu vertiefen sowie der spirituellen Suche, dem Glauben in der Partnerschaft Raum zu geben. Themen sind u. a.: Wo wird mein Leben durch dich und durch uns bereichert? Unterschiede ergänzen und bereichern, führen aber auch in eine Krise.
Termin:
3. Juni 2010 (18.00) bis 6. Juni 2010 (13.00)
Ignatianische Einzelexerzitien
Ein Angebot des Exerzitienreferates der Diözese St. Pölten.
Termin:
4. Juli 2010 (18.00) bis 11. Juli 2010 (13.00)
1-2/2010: Anpacken statt zuschauen Sozialeinsatz in Rumänien
Temesvar am 29.8.2009: 35 Grad Celsius im Schatten, Windböen jagen Plastiksackerl über die Straße, Gewitterwolken brauen sich zusammen. Spannung liegt in der Luft: Ob die zehn jungen Leute, die sich aus Österreich, Deutschland und Ungarn für den Sozialeinsatz angemeldet haben, wie geplant eintreffen werden?
Sr. Melanie Wolfers SDS
9/2009: Lebenslänglich?! Von der Not und dem Segen einer lebenslangen Bindung
Teil 1
Vor einiger Zeit sprach ich mit einem Studentenpaar. Die beiden erzählten, dass viele ihrer Bekannten ihre Entscheidung, zu heiraten, nicht nachvollziehen können. "Warum lebt ihr nicht einfach so zusammen, ohne dieses ,Lebenslänglich?", werden sie häufig gefragt. Manche bewundern jedoch auch den Mut der beiden und in ihren Worten schwingt eine leise Sehnsucht mit.
Lebenslange Bindungen - sei es in Form von Ehe, Ordensleben oder Priesteramt - sind heute in einer Krise. Bindungen sind von kürzerer Dauer und zerbrechen immer öfter. Vor allem junge Menschen scheuen davor zurück, sich endgültig zu binden. Würde man diese Entwicklungen generell mit einem persönlichen Versagen der Einzelnen oder einem allgemeinen moralischen Verfall unserer Gesellschaft erklären, machte man es sich zu einfach...
Sr. Melanie Wolfers SDS
9/2009: Miteinander unterwegs im Glauben Aus der Erzdiözese Salzburg
Um eine gute Theologin/ein guter Theologe zu sein, braucht es zwei Dinge: sowohl das solide wissenschaftliche Fundament des Theologiestudiums als auch den gelebten Glauben. Diese beiden Komponenten gehören gepflegt, wie Pflanzen, die man gießen und düngen muss, damit sie blühen.
Taizé, ein kleiner Ort im französischen Département Bourgogne (Burgund), bietet Raum für Begegnungen. Menschen unterschiedlicher Konfessionen und Nationen kommen hier zusammen, um gemeinsam zu beten, zu singen und zu essen.
Jeder aus unserer Gruppe ist mit eigenen Erwartungen und Wünschen nach Taizé aufgebrochen. Wir wurden herausgerissen aus dem Alltag, festgefahrene Strukturen wurden ein Stück weit aufgebrochen, und unser Horizont erweiterte sich. Wir tauchten ein in eine neue Umgebung und in eine neue Form, den Glauben zu leben...
Helene Jirikowski
7-8/2009: Weil es Zukunft gibt Vor vier Jahren war ich das erste Mal bei einer Priesterweihe dabei. Ich konnte erleben, dass Menschen sich versammeln und in einem besonderen Gottesdienst für diejenigen beten, die zu Priestern geweiht werden. Die wesentlichen Zeichen jeder Weihe - sei es zum Diakon, Priester oder Bischof - sind Gebet und Handauflegung. Diese einfachen Handlungen haben mich damals stark beeindruckt: Menschen kommen zusammen, stellen sich betend hinter jene, die geweiht werden, und sind bereit, ihnen ihr Vertrauen zu schenken. Das griechische Wort für Kirche ist "ekklesia". Es bedeutet soviel wie "Einberufung", "Versammlung" oder "Gemeinde". Die ersten Christen, die ihre Gemeinschaften so nannten, waren sich der unterschiedlichen Bedeutungen dieses Wortes bewusst. Sie wollten vielleicht dadurch ausdrücken, dass sie sich nicht nur aus der Sehnsucht nach Gemeinschaft heraus versammeln, sondern weil sie dem Ruf Gottes folgen. Diese zweifache Bedeutung hat das Wort Kirche auch heute noch: eine Gemeinschaft von Menschen, die einem Ruf folgen, der von anderswoher kommt. Sehnsucht und Widerstand Wenn ich zum Priester geweiht werde, weiß ich, dass ein lang ersehnter innerer Wunsch in Erfüllung geht... Martin Schrems
5-6/2009: Weihezulassung Verantwortung des "christlichen Volkes" Wenn sie als Diakone in der feierlichen Einzugsprozession durch den Mittelgang der Kathedrale nach vorne ziehen und diesen relativ kurzen Weg zum Altar zurücklegen, haben sie schon verschieden lange Wege hinter sich: die Wege der Kindheit und Jugend, den Weg der Schulzeit und meist Wege in zivilen Berufen, schließlich den Weg im Theologiestudium und im Priesterseminar. Alle ihre einmaligen Lebenswege, denen Umwege, Abwege und Irrwege nicht fremd sind, laufen im liturgischen Einzug zusammen, wenn sie da ist: die Stunde ihrer Priesterweihe. Als Kandidaten verehren sie den Altar, der Christus darstellt, mit einem schlichten Kuss und begeben sich auf ihre Plätze. Wenn der Einzugsgesang verklungen ist, der Bischof die Liturgie eröffnet und die Versammelten begrüßt hat, wird ihr ganzer Lebensweg, der immer ein persönlicher Glaubensweg mit Gott ist, noch einmal von der Kirche vergegenwärtigt und eingeholt. Erst dann sagt sie in der Liturgie ihr definitives "Ja" zur Weihe dieser Männer… Richard Tatzreiter
12/2008: "Freunde des Canisiusheimes Horn" Aufgabenfelder Der Verein "Freunde des Canisiusheimes Horn" besteht seit bald fünf Jahren. Die Leitung des Vereines liegt seit seiner Gründung am 24. April 2004 in den bewährten Händen von Obmann Hofrat Karl Litschauer. Der überaus engagierte bisherige geschäftsführende Obmann, Rektor P. Josef Vösl SDS, musste Mitte dieses Jahres verabschiedet werden (vgl. dazu die miteinander-Ausgaben 4/2008 u. 9/2008). Seine Stelle nimmt nun der neue Direktor des "Canisiusheimes Centrum Horn", Diakon Mag. Karl Mühlberger, ein. Der siebenköpfige Vorstand tritt jährlich zu drei bis vier Sitzungen zusammen. Der Mitgliederstand des Vereines zeigt erfreulicherweise immer noch eine leichte Aufwärtsbewegung – er steigerte sich von anfangs 191 auf derzeit 381 Mitglieder. Mit der Neupositionierung des Hauses (vgl. miteinander-Nr. 9/2008, Seite 6) haben sich auch die Schwerpunkte in den Zielsetzungen des Vereines ganz leicht verschoben… Helmut Hagel
5-6/2008: Leit – Gedanken Wir erleben derzeit eine auseinanderlaufende Entwicklung – eine hohe Gebetskultur bei Einzelnen, in Gruppen und Gemeinschaften und eine beängstigende Hilflosigkeit bei vielen, wie man betet. Der deutsche Unterhalter Hape Kerkeling ist den Jakobsweg gegangen. In seinem Reisetagebuch hielt er fest: "Um Gott zu begegnen, muss man vorher eine Einladung an ihn aussprechen; denn ungebeten kommt er nicht." Die jüdische Dichterin Nelly Sachs fasst das noch kürzer zusammen: "Gott ist ein Gebet weit von uns entfernt." Beten beginnt mit dem Staunen. Beten heißt staunen über das, was ist, und staunen, wie es ist. Staunen kann zum Bewundern, zum Jubeln, zum Danken, Bitten, Klagen, Anklagen führen. Staunen fragt nach dem, an den sich das Staunen wenden kann. Mit dem Fragen beginnt ein Dialog. Ein Dialog lebt vom Sprechen und vom Zuhören. Der Dialog macht den Menschen zum Partner. Ein Dialog lebt davon, dass die Gesprächspartner manches verschieden sehen. Der Dialog ist das Ringen, den anderen von der eigenen Ansicht zu überzeugen. Er ist das Bemühen, die Ansicht des anderen zu verstehen. Darum braucht der Dialog das Sprechen und das Zuhören. Unser Beten ist oft kein Dialog. Es ist meistens ein Monolog. Wir reden, reden, reden. Gott hört zu. Er hört sich an, was wir so dahererzählen. Er weiß, dass es uns gut tut, uns manches von der Seele zu reden. Darum hört er zu, lange, zu lange für unsere Ungeduld. Er wartet, bis das kommt, auf das zu antworten sich lohnt. Beten ist das in der Religion, was denken in der Philosophie ist. Wilhelm Müller
5-6/2008: Die Sache mit dem Fundament Am neunten Sonntag im Jahreskreis geht es im Evangelium um ein instabiles Haus. Der Bau sieht zwar standfest aus, fällt jedoch beim ersten Regen in sich zusammen. Im Orient baut man mit zweierlei Steinen. Die erste Sorte ist im Ziegelofen gebrannt und deshalb steinhart wie unsere Ziegel. Die zweite Sorte wird aus Lehm in Formen gestrichen und dann an der Sonne getrocknet. Diese Lehmziegel sind ein gutes Baumaterial. Es darf nur kein Regen kommen, dann weicht die ganze Geschichte auf und fällt zusammen. Die Folge für das Bauunternehmen lautet: Wo der Bau wassergefährdet ist, muss man gebrannte Ziegel nehmen. Wo nicht, kann man auch getrocknete verwenden. Jesus redet in seiner Gleichnisrede von Dummköpfen, die für das Fundament und die unteren Schichten getrocknete Ziegel nehmen und dann oben mit gebrannten Ziegeln weitermauern... Klaus Weyers
4/2008: Kein besserer Ort Es war und ist noch immer so: Pilger nähern sich der Heiligen Stadt Jerusalem zumeist von Osten kommend, vom Ölberg. Von hier zog auch Jesus in die Stadt ein, von hier, aus dem Osten, erwarten wir sein Erscheinen. Der erste Blick fällt dabei immer auf den Tempelberg, weil er so dominierend ist und auch so farbenfroh. Wo einst der jüdische Tempel stand, steht heute der muslimische Felsendom. Nirgendwo sonst in dieser Welt sind sich die Religionen so nah, für alle drei (Juden, Christen, Muslime) ist die Heilige Stadt heilig. Nirgendwo sonst in dieser Welt sind diese Religionen aber auch so spürbar getrennt. Dazu genötigt, auf engstem Raum zusammenzuleben, machen sich die Unterschiede noch bemerkbarer. Auf engstem Raum muss man in irgendeiner Weise das Auskommen miteinander finden – ob man will oder nicht, es bleibt so: Mein Nachbar hat ein anderes Religionsbekenntnis... Markus Bugnyar
3/2008: Mein Weg Aus der Militärdiözese Ich wurde 1966 in Griffen geboren und bin am elterlichen Bauernhof in Grossenegg, Gemeinde Diex, zusammen mit meinen vier jüngeren Geschwistern aufgewachsen. In meinem religiösen Leben wurde ich sehr stark vom Großvater geprägt. Mein Opa war Vorbeter: Wenn man damals daheim gestorben ist, war es bei uns üblich, dass man auch zu Hause aufgebahrt wurde. Die ganze Verwandtschaft und auch die Nachbarn kamen zusammen, und es wurde drei Tage gebetet. Sehr oft hat er mich mitgenommen, und dieses Erleben war für mich als Kind sehr prägend. Auf 1000 Meter Seehöhe Unser Hof liegt auf knapp 1000 Meter Seehöhe. Das Anwesen wurde im Laufe der Jahre komplett modernisiert. Die Arbeit im steilen Gelände wurde durch Maschinen erleichtert. Von der Landwirtschaft allein konnte man jedoch nicht leben, und so wurde zusätzlich ein Heim für zwölf psychiatrische Patienten/-innen eingerichtet. Diese alten Leute leben mit meiner Familie unter einem Dach. Es ist eine schöne Aufgabe, diese Menschen, die oft keine Angehörigen mehr haben, zu betreuen. Die Arbeit mit Kranken faszinierte mich schon damals. Zur Schule ging ich in Griffen, … Franz Lobnig ist Seminarist der Militärdiözese und Krankenhausseelsorger im LKH-Klagenfurt
12/2007: Networking in der Berufungspastoral "Netzwerk Berufung" Nun ist es etwa zwei Jahre her, dass das "Netzwerk Berufung" in der Diözese Feldkirch durch Generalvikar Benno Elbs gegründet wurde. In dieser Zeit hat sich diese Einrichtung praktisch bewährt und auch schon manche "Früchte" getragen. Das "Netzwerk Berufung" steht für eine breite Berufungspastoral, die auf den Initiativen und dem Engagement zahlreicher pastoraler MitarbeiterInnen in Schulen und Gemeinden aufbaut. Das überzeugte Leben der eigenen Berufung hat für viele Christen die Konsequenz, dass sie andere Menschen auf deren Berufung ansprechen. Deshalb kommen bei den Networking-Treffen immer zahlreiche Priester, Ordensleute, pastorale MitarbeiterInnen, ReligionslehrerInnen und andere am Thema Berufung Interessierte zusammen, um gemeinsam über ihre eigene Berufung nachzudenken und auf dieser Grundlage neue Initiativen für die Berufungspastoral in unserem Land zu setzen ... Stefan Gächter MMag. Stefan Gächter ist Referent für Berufungspastoral und Diözesandirektor des Canisiuswerkes für die Diözese Feldkirch.
5-6/2007: Versammlung am Berg Das Lukasevangelium berichtet uns von einem Treffen am Berg. Bei dieser Zusammenkunft ist die Teilnehmergruppe dreigeteilt. Es kommt erstens Jesus, es begleiten ihn zweitens die Jünger, und es strömen drittens die Leute herbei. Das ist bis heute für die Kirche eine Grundnorm. Wenn Verkündigung sein soll, geht sie nur so. Jesus alleine redet nie in den luftleeren Raum. Es müssen immer die Jünger dabei sein, weil die das Wort Jesu hören, aufnehmen und weitersagen. Jesus und die Jünger aber stehen zusammen wieder nicht allein auf weiter Flur. Es muss das Volk Gottes dazukommen, um zu hören. Kirche setzt sich also immer zusammen aus der Dreizahl Jesus, Jünger, Gemeinde. Fehlt von dieser Dreizahl ein Glied, dann wird es katastrophal. Eine Kirche ohne Jesus, den Gottessohn und Messias, gibt es nicht. Eine Kirche ohne Jünger, Bischöfe, Priester, die das Wort weitersagen, ist unmöglich ... Klaus Weyers
1-2/2007: Rot im Abreißkalender Von Kindesbeinen an weiß ich als Katholik: Wenn Rot auf dem Kalenderblatt erscheint, ist der Gang zur Kirche dran. Der Sonntag ist heute der Tag, an dem man lange schläft, spätvormittags das Auto wäscht und nachmittags die gelben Säcke hinausstellt, weil Montag früh das Müllauto kommt. Bei mir ist das aber nicht so. Ich will mich am Sonntag mit Gott treffen und mit meinen Katholiken zusammen sein, und zwar nicht irgendwo, sondern in der Kirche. Das hat mehrere gewichtige Gründe. Einer davon ist, dass der Sonntag nicht das "Restwochenende" ist, wie mir am vorigen Sonnabend von einer Rundfunksprecherin beigebracht wurde. Er ist der Gedenktag der Auferstehung Jesu Christi, also ein eminent wichtiger Tag für die Glaubenden ... Klaus Weyers
10-11/2006: Blickwinkel Im Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl (Mt 22,1–14) gibt es zuerst zu viele Stühle und nachher zu wenige. Es geht ja um eine Hochzeit. Von der erzählt Jesus allerdings merkwürdige Dinge. Die Eingeladenen sabotieren das Fest und lassen ganz einfach die Brautleute sitzen. Wenn bei einer Hochzeit die Gäste nicht kommen, bleiben die Stühle leer. Das ist schrecklich und peinlich, nicht nur für die Brautleute,sondern zum Beispiel auch für den Koch, weil der auf allem sitzen bleibt. Unser Brautvater disponiert um. Er lässt die ganze bunte Straßenszene hereinholen. Die Schrift sagt: "Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute." Der Erfolg gibt dem Brautvater Recht … Klaus Weyers
5-6/2006: So werdet ihr alle zusammen zu einem Chor "Nehmt Gottes Melodie in euch auf. So werdet ihr alle zusammen zu einem Chor, und in eurer Eintracht und zusammenklingenden Liebe ertönt durch euch das Lied Jesu Christi. Das ist das Lied, das Gott, der Vater, hört – und so erkennt er euch als die, die zu Christus gehören." Ignatius von Antiochien Ein grauer Februarnachmittag im kärntnerischen Radenthein. Viele Schüler sind auf dem Weg nach Hause, aber nicht alle. Ungeduldig warten zwei Dreizehnjährige, bis Religionslehrer und Wortgottesdienstleiter Günter Färber endlich das Pfarrheim aufsperrt. Kaum ist die Türe offen, machen sich die zwei an einem Mischpult zu schaffen, bringen Mikrofone in Stellung und testen den Ton. Man merkt, hier sind Expertinnen am Werk ... Kurt Schmidl
10-11/2005: Paulus singt im Kerker BILD-GEDANKEN So nennt der Künstler W. Habdank seinen Holzschnitt. Er ruft damit ein Ereignis in Erinnerung, von dem uns die Apostelgeschichte im 16. Kapitel berichtet. Dort erzählt Lukas, wie Paulus in Philippi "eine Magd, die einen Wahrsagegeist hatte und mit der Wahrsagerei ihren Herrn großen Gewinn einbrachte," von diesem Geist befreit und sich so den Unwillen ihrer Herren zuzieht. Er wird daraufhin zusammen mit Silas, seinem Begleiter, vor den obersten Beamten der Stadt angeklagt, mit Ruten geschlagen, ins Gefängnis geworfen und ihre Füße werden zur Sicherheit in einen Block eingeschlossen… Gottfried Auer
9/2005: Emmanuel Erneuerungsbewegungen in der Kirche Im Paris der 70er-Jahre treffen einander die Ärztin Martine Catta und der Filmkritiker Pierre Goursat zum Gebet. Die Nähe Gottes berührt sie und sie lassen sich bewegen. Ihre Gebetstreffen wachsen – in wenigen Monaten finden sich über 100 Menschen regelmäßig zusammen. Sie sind fasziniert vom freudigen Lobpreis und der herzlichen Gastfreundschaft... Beate Zimmermann
4/2005: Eine freie Kirche in einem freien Staat Teil 1