Hildegard Burjan - eine ungewöhnliche Selige
Wenn zu Beginn des Jahres 2012 Hildegard Burjan im Wiener Stephansdom seliggesprochen wird, bedeutet das nicht nur für die von ihr gegründete Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis (CS), die vielen haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der CS und die Erzdiözese Wien eine große Freude, sondern darüber hinaus für viele Menschen in Kirche und Gesellschaft.
Mit Spannungen leben – das Motto der Seligsprechung
Das Leben Hildegard Burjans war von vielfältigen Spannungen1 geprägt: zwischen Politik und Kirche, zwischen Ehe, Familie und Gründung einer Schwesterngemeinschaft, der sie bis zu ihrem Tod als verheiratete Frau vorstand, zwischen Verpflichtungen in einem gutbürgerlichen Haushalt und dem Engagement für die Ärmsten der Gesellschaft, zwischen ihrem einfachen Glauben und dem tatkräftigen Auftreten als Frau in der Kirche, zwischen der Hilfe für Einzelne und nötiger Strukturveränderung, zwischen Zeiten der Ruhe, die ganz dem Gespräch mit Gott gehörten, und ihrem vielfältigen Engagement, zwischen Gottvertrauen sowie großem persönlichen Einsatz. Mutig hat sie sich in männerdominierte Bereiche vorgewagt, um der Sache willen über Parteigrenzen hinweg für soziale Gerechtigkeit gekämpft und sich gegen so manchen Widerstand für Menschenwürde stark gemacht…
Sr. Maria Judith Tappeiner CS
zum PDF-Download dieser Ausgabe von miteinander
Interesse geweckt? Fordern Sie jetzt gleich die Zeitschrift miteinander an:
JA, ich möchte das Canisiuswerk fördern. Senden Sie mir die 8mal jährlich erscheinende Zeitschrift miteinander zu. Als Jahresbeitrag werde ich mindestens € 5,50 (Ausland mind. € 10,-) einzahlen.
Ähnliche Artikel, die Sie auch interessieren könnten:
- Jüdin, Sozialpionierin, Selige (Ausgabe 12/2011)
- Auf den Spuren einer Seligen (Ausgabe 7-8/2012)
- Ein Leben im ständigen Aufbruch (Ausgabe 12/2007)
- Für Sie gelesen (Ausgabe 9/2006)
- Der Zeit voraus (Ausgabe 1-2/2009)