Ein Fenster für Gott
Ein Versuch, die eigene Berufung zu beschreiben
Mein Beschreibungsversuch beginnt mit einer Erinnerung: Urlaubszeit in meiner Kindheit. Ich sehe den Urlaubsort unserer Familie vor mir: einen winzigen Ort mit Schloss und See. Mit meinem Bruder bewohnte ich ein kleines, leicht verwinkeltes Zimmer unter dem Dach, das zwei Fenster hatte. Jeder von uns hatte also „sein“ Fenster. Beide Ausblicke boten aber die gleiche Perspektive: Durch die Glasscheiben konnte man den Himmel sehen, in der Nacht das Lichtermeer der Sterne, am Tag den blauen oder bewölkten Himmel.
Himmelsöffnung
Priesterlicher Dienst hat etwas von diesen beiden Fenstern im Dach des Urlaubsquartiers meiner Kindheit…
Richard Tatzreiter
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