Becket – ein Leben für die Freiheit der Kirche

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Man schrieb den 29. Dezember 1170, als vier bewaffnete französische Ritter in der Kathedrale von Canterbury erschienen und mit lauten Rufen fragten, wo sich der Verräter befände. Erzbischof Thomas Becket trat vor den Altar, ging auf die vier Vertrauten des englischen Königs zu und soll mit ausgebreiteten Armen geantwortet haben: "Hier bin ich, kein Verräter, aber Erzbischof und ein Priester Gottes!", worauf ihm der obere Teil seines Hauptes mit dem Schwert abgeschlagen wurde. Dieser brutale, spektakuläre Mord am Primas von England beschäftigte nicht nur die Zeitgenossen, sondern fand auch in Kunst und Literatur im Lauf der Jahrhunderte ein vielfältiges Echo. Wer war diese große Persönlichkeit des Mittelalters, dieser mutige Glaubenszeuge, den Papst Alexander III. bei der Heiligsprechung zwei Jahre nach dem Mord als "Märtyrer des Kirchenrechts und der Kirchenfreiheit" würdigte und dessen Gedächtnis die Kirche jährlich an seinem Todestag in der Weihnachtsoktav bewahrt und feiert?

Richard Tatzreiter

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