LEIT-GEDANKEN
Wer Rom besucht, geht auch zum Trevi-Brunnen. Er ist der eindrucksvolle Abschluss eines jener Aquädukte, die Rom mit Wasser versorgen. Die Fassade mit dem sprudelnden Wasser gibt dem kleinen Platz im Herzen Roms ein eigenartiges Gepräge.
Es ist zum Brauch geworden, einige Münzen in die Fontana di Trevi zu werfen. Man erhofft sich dadurch die Erfüllung von Wünschen und Sehnsüchten. Es ist nicht viel, was die Menschen in das Becken werfen. Im Lauf eines Jahres ergeben die Münzen vom Trevi-Brunnen mehr als eine Million Euro.
Die Stadt Rom verwendet dieses Geld nicht, um ihre alten Bauwerke zu restaurieren. Sie lässt es auch nicht im Stadtsäckel verschwinden. Sie gibt das Geld der Caritas. Auch in Rom gibt es Arme, Außenseiter der Gesellschaft, Strandgut des Lebens...
Wilhelm Müller
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