Kirchenvater und Studentenproteste
Das Grazer Augustinum aus dem Blickwinkel neuer und älterer Bildungsideen
Die österreichweiten Studentenproteste rückten das Thema „Bildung“ ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit.
„Bildung statt Ausbildung“ stand auf vielen Bannern. Ein offener und weiter Bildungsbegriff ist ein zentrales Anliegen der Uni-Besetzer. Im Grazer Augustinum wird dieses Anliegen gelebt und durch die gemeinsame Suche nach christlicher Berufung bereichert.
Am 13.11.2009 öffnete das Augustinum – das Bischöfliche Zentrum für Bildung und Berufung der Diözese Graz-Seckau – offiziell seine Pforten: Neben Bischöflichem Seminar und Gymnasium beherbergt das geschichtsträchtige Gebäude in der Langegasse nun auch eine Praxisvolksschule, die Kirchliche Pädagogische Hochschule, das Kolleg für Sozialpädagogik, das Konservatorium für Kirchenmusik und viele andere Institutionen, die sich alle einem gemeinsamen Ziel – Bildung und Berufung, wie sie im christlichen Sinne gedacht werden müssen – widmen: als Prozess der Förderung und Forderung vorhandener Begabungen, als Bereitstellung der notwendigen geistigen, geistlichen und räumlichen Ressourcen, um allen Lernenden die Chance zu bieten, ihren Platz in dieser Gesellschaft, in diesem Leben und vor Gott zu finden...
Harald Koberg
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