Die Kraft des Kirchenliedes liegt in der Musik
Kirchenlieder sind in (fast) aller Munde. Dennoch lohnt es sich, sich auch einmal gedanklich mit ihnen auseinanderzusetzen. Richten wir den Blick auf eines der bekanntesten Lieder: O Haupt voll Blut und Wunden (Gotteslob Nr. 179). Es ist ein Passionslied über ein Gedicht von Paul Gerhardt aus dem Jahre 1656 mit einer Melodie von Hans Leo Haßler (1601).
Zum Text
In den ersten drei Strophen wird ein Bild des leidenden Christus gezeichnet. Dann schwenkt die Betrachtung auf die Ursache seines Leidens: die Schuld des Menschen. Nach einer Standortbestimmung des Beters in der Auseinandersetzung mit diesem Bild in den Strophen 5 bis 7 (die im Gotteslob fehlen) richtet sich der Blickwinkel in den letzten drei Strophen schließlich auf den eigenen Tod: Der leidende Christus möge uns am Ende vor Augen stehen und Trost geben – Wer so stirbt, der stirbt wohl...
Johannes Lenius
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