Unterwegs auf dem österreichischen Jakobsweg
Quo vadis?
Im Juni 2009 erzählte mir ein Freund, dass er im Sommer auf dem österreichischen Jakobsweg pilgern werde: acht Tage von Purkersdorf bei Wien nach Linz. Auf meinen interessierten Blick hin fragte er, ob ich mitkommen wolle. Nie zuvor hatte ich überlegt zu pilgern. Ein einziges Mal in meinem Leben war ich zu Fuß nach Mariazell gewallfahrtet. Doch die Idee, miteinander auf dem Weg zu sein, ließ mich nicht los. Dies und die Trauer über den Tod einer meiner besten Freundinnen waren wohl Gründe, dass die Einladung mitzugehen bald zu einem Herzenswunsch wurde: Familie, Beruf und Urlaubsplanung – trotz der Kurzfristigkeit gab es nirgendwo Widerstände zu überwinden. Dass sich alles so einfach fügte, war mir zusätzlich Bestärkung. In unserem Chor fanden sich noch Interessierte, und so brachen wir zu viert im August auf. Eine Idee und Menschen, die mit mir gehen würden, waren mir zugefallen...
Christine Schmidl
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