„Brauch-Wasser“
Wasser und Feuer sind die Symbole der Osternacht. Vier der sieben Lesungen handeln vom Wasser. Die nächtliche Feier ist der traditionelle Termin für die Weihe des Taufwassers. Nach Lichtfeier und Wortgottesdienst bildet die Tauffeier den dritten Teil der Liturgie.
Eintauchen
Die Taufe im Namen Jesu steht am Beginn des christlichen Lebens. Die ersten nachapostolischen Zeugnisse beschreiben die Taufe als Eintauchen in (fließendes) Wasser (Immersion) nach gründlicher katechetischer Vorbereitung, nach Gebet und Fasten. Für die Sakramentenspendung durch Immersion baute man bei den Bischofskirchen quadratische oder achteckige Baptisterien. Begießen (Infusion) und Besprengen (Aspersion) fanden vor allem bei Kranken Anwendung. Im Hochmittelalter verdrängte die Form des Begießens jene des Eintauchens. Bei Umgestaltungen der Kirchen in Kritzendorf (Gemeinde Klosterneuburg, NÖ) und Wien-Döbling wurden Bassins, in die der Täufling wie in ein Baptisterium hineinsteigen muss, in den Boden eingelassen...
Helga Maria Wolf
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