• Ausgabe 4 / 2015

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Unsere Themen im Jahr 2015

Kein Notausgang nötig

Blickwinkel von Klaus Weyers

Warum dank der Osterbotschaft ein Stein von Herzen fällt und ein Notausgang überflüssig wird.

 

Eine Rehaklinik hat einen Eingang und einen Ausgang. Man kommt lädiert durch den Eingang in das Haus und verlässt es munter nach der Reha durch den Ausgang wieder. Zur Not gibt es auch noch den Notausgang – falls es einmal brennen sollte. Die Grabhöhle Jesu hatte weder einen Ausgang noch einen Notausgang. Gegen Todesnot gibt es keine Notausgänge.

 

Die fünfjährige Peggy sah mich zum Grab meines eine Woche vorher beerdigten Vaters gehen. Sie sagte: „Den kriegt ihr doch da nicht mehr raus.“ Sie hat recht. Wir können unsere Toten nicht mehr aus den Gräbern holen. Aber Gott kann. Denn der Herr ist wahrhaft auferstanden. Das muss in dieser österlichen Nacht nicht diskutiert werden. Es ist ohne Wenn und Aber zu glauben und zu verkünden. Wir müssen uns in der Osternacht nicht den Kopf darüber zerbrechen, ob und wie Gott so etwas macht. Wir dürfen es einfach glauben. Wir müssen nicht Grabes-Notausgänge erfinden: Der Tote werde ja im Gedächtnis der Familie oder des Vaterlandes ewig weiterleben. Das klappt nicht.

 

Wer der Osterbotschaft glaubt, dem fällt ein Stein vom Herzen, der Stein der Angst vor dem Sterben und dem Tod. Als die Frauen zum Eingang des Grabes kamen, wussten sie, dass Gräber keinen Ausgang haben. Es gab ihn erstaunlicherweise. Der Stein war weggewälzt. Mit dem Stein vom Jesusgrab werden von den Osterengeln auch die Steine von unseren Herzen weggewälzt, wenn wir sie nur wegwälzen lassen. Uns darf der Stein der Hoffnungslosigkeit und der Resignation vom Herzen fallen. Die Kirche macht nicht viel Worte um die Auferstehung. Der Engel sagt drei knappe Worte: „Er ist auferstanden!“ Wir haben den Mut und die Kraft, mit drei knappen Worten zu antworten: „Ja, ich glaube!“

 

Klaus Weyers

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