• Ausgabe 7-8 / 2015

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Unsere Themen im Jahr 2015

Alles hört auf Schwester Michaela

Warum eine Ordensfrau als  Radiomoderatorin den Glauben verkündet und junge Menschen bei der Suche nach ihrer Berufung unterstützt.

 

Besonders vielseitig unter den 170 Ordensfrauen der Diözese St. Pölten ist Schwester Michaela Gehart vom Orden der Franziskanerinnen Missionarinnen Mariens (FMM): Geboren in Wulzeshofen, Niederösterreich, war sie jahrelang als Missionarin in Mauretanien, Senegal und Bosnien tätig. Nach ihrer Rückkehr nach Österreich ist sie seit mehreren Jahren Tausenden Hörerinnen und Hörern als Moderatorin bei Radio Maria ein Begriff und Begleiterin. Radio Maria hat in Amstetten ein Außenstudio und sendet auf UKW 104,7.

 

„Missionarisch zu wirken, ist mir sehr wichtig: Von Jesus zu reden, wenn ich danach gefragt werde, und mit den Menschen unterwegs zu sein in allem, was sie erleben“, betont die 47-jährige Franziskanerin, die 1989 in den Orden eintrat. „Vor allem treffen sich mein Wunsch nach Mission und Verkündigung mit dem Anliegen von Radio Maria, Jesu Botschaft bekannt zu machen.“ In der Mission wäre sie unter den Muslimen auf reges Interesse gegenüber dem Christentum gestoßen, in Europa gebe es dagegen kaum Interesse, über Gott oder den Glauben zu sprechen. Daher täten sich auch einige ihrer älteren Mitschwestern schwer damit, nach Österreich zurückzukehren.

 

Unkonventionelle Zugänge

Sr. Michaela geht bei der Glaubensverkündigung auch durchaus unkonventionelle Wege: Bei einer Pressekonferenz zur österreichweit durchgeführten „Langen Nacht der Kirchen“ etwa seilte sie sich – frei nach dem Motto „Ich hänge an meiner Kirche“ – von der Basilika Maria Taferl ab. Bereitwillig redet sie über ihren früheren Wunsch, Kinder zu bekommen, über ihre eigenen Beziehungen vor dem Eintritt in den Orden sowie über ihre geistliche Berufung. Bekannt wurde Sr. Michaela aber auch durch den Dokumentationsfilm „Die große Reise“, die vom Auszug ihrer Gemeinschaft aus dem mittlerweile zu groß gewordenen Kloster aus Eichgraben berichtet. Ein Teil der Schwestern übersiedelte nach Wien, die anderen fanden in Seitenstetten ihr neues Zuhause (siehe miteinander 1-2/2014, 10-11/2013). „Der Film spielte lange in den Kinos und es kamen E-Mails und Briefe, in denen Menschen erzählen, wie sie zum Nachdenken über ihr eigenes Leben gekommen sind.“ Zusätzlich zu ihrer Tätigkeit bei Radio Maria engagiert sich die ausgebildete Pastoralassistentin in der Pfarre Seitenstetten und im diözesanen Berufungshaus Gennesaret, das im Stift Seitenstetten untergebracht ist. „Bitte macht suchende Menschen darauf aufmerksam, dass sie jederzeit zu uns kommen und über ihre Berufung mit uns sprechen können.“

 

Nicht abkapseln, hinausgehen

Dort unterstützt sie junge Erwachsene bei der Entscheidung für ein geistliches Leben oder zur Gründung einer Familie. Zuerst müsse man selber wissen, wie die eigene Beziehung zu Gott aussehe, dann könne man sie auch selber vermitteln. Sr. Michaela ist es wichtig, dass Christen mit jungen Menschen über den Glauben reden, sich nicht abzukapseln in der eigenen katholischen Welt, sondern hinauszugehen.

 

In ihrer Freizeit interessiert sich Sr. Michaela für Heilkräuter und stellt Seifen und Salben für den eigenen Gebrauch her. Natur und Musik sind für sie wichtige Orte der Gottesbegegnung. Seit ein paar Jahren übt sie sich außerdem an der Orgel und singt im Kirchenchor. Nicht nur die Klassik hat es ihr angetan, auch in der zeitgenössischen Musik hat sie ihre Favoriten wie etwa Leonard Cohens „Halleluja“, Reinhard Meys „Über den Wolken“ sowie Whitney Houstons „I will always love you“. „Letzteres kann man auch gut für Gott singen“, so Sr. Michaela.

 

Wolfgang Zarl

 

http://haus-gennesaret.kirche.at

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