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miteinander 9-10/2026

Gegründet wurde der Verein „Kinder in Uganda“ aus einer Initiative rund um den Missionsbasar in Röthis heraus, der in den ersten Jahren Spendengelder sammelte, um Hilfsprojekte in Uganda finanzieren zu können. Hierzu zählt etwa der Bau von Schulen, Schlafsälen und Trinkwasseranlagen. Aus den realisierten Projekten und Aktivitäten heraus entstand der Verein „Kinder in Uganda“ für Entwicklungshilfe, dessen Obfrau Reinhilde Müller – die treibende Kraft der Organisation – seit vielen Jahren mit Herz und Überzeugung an der Seite der ugandischen Kinder steht.
Sauberes Wasser und Bildung
Im Fokus der Vereinsarbeit steht die Unterstützung junger Menschen, die von Armut, fehlenden Ressourcen wie Ausbildung oder Perspektivlosigkeit betroffen sind. Ein zentrales Anliegen des Vereins ist es daher, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu sauberem Wasser und Bildung zu ermöglichen. Finanziert werden Infrastrukturmaßnahmen oder die Bereitstellung von Regen- und Wassertanks für Schulen und Dörfer.
Unterstützt werden zudem Bildungs- und Schulprojekte oder individuelle Ausbildungswege. Dazu zählt auch die Förderung geistlicher Berufungen. „Inzwischen konnte der Verein für 29 Priester die Seminarkosten über viele Jahre hinweg finanzieren“, beschreibt Obfrau Reinhilde Müller. An den lebensnahmen Beispielen wird ersichtlich, wie eng der Verein mit den Lebensgeschichten vieler Menschen in Uganda verbunden ist.
Obfrau und Mama
Im Zentrum des Vereins steht Obfrau Reinhilde Müller, die mit großer persönlicher Hingabe seit rund drei Jahrzehnten Entwicklungsarbeit in Uganda leistet. „Mein Projekt trägt Früchte“, sagt die heute 88-Jährige stolz gegenüber Medien. „Solange ich lebe, werde ich die Kinder in Uganda unterstützen“, fügt die Obfrau hinzu.
Geboren 1937, gründete Müller 1992 den Missionsbasar in Röthis – der erste Schritt hin zu einer kontinuierlichen Entwicklungshilfe für das ostafrikanischen Land. Erschrocken über die Lebensbedingungen vor Ort, wie fehlende Hygiene, Bildung und schmutziges Wasser, setzte sich Müller von Beginn an für bessere Lebensbedingungen der Bevölkerung ein. Dabei finanziert die Pensionistin einen Teil der Hilfe aus eigenen Mitteln und leitet ihren Verein bis heute ehrenamtlich. „Ich führe meine seit mehr als 40 Jahre bestehende Uganda-Arbeit für arme Kinder weiter durch meinen Verein“, so Müller.
Sie selbst wird intern liebevoll als „Mama“ für die ugandischen Kinder bezeichnet – ein Titel, der nicht nur Respekt, sondern auch tiefe Verbundenheit ausdrückt. „Ich will diesen Kindern dieselben Chancen geben, die meine Eltern einst mir gaben. Ich bin der glücklichste Mensch auf der Welt, wenn ich so meinen Kindern helfen darf“, sagt die engagierte Obfrau. 2017 würdigte Landeshauptmann Markus Wallner Müller mit dem Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg für Ihren Einsatz. Die Vereinsobfrau zeigt, wie viel persönliches Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit bewirken kann, und bleibt trotz oder wegen ihres fortgeschrittenen Alters ein inspirierendes Vorbild für ehrenamtliches Engagement weit über die Grenzen Vorarlbergs hinaus.
Existenzgrundlage schaffen
Bis heute wurden durch den Verein Schulen, Häuser, Brunnen, Leitungen oder Regenwasseranlagen errichtet. Ein weiteres Projekt finanziert Nähmaschinen sowie Kühe für Familien, um den Menschen eine nachhaltige Existenzgrundlage zu ermöglichen.
„Kinder in Uganda“ steht beispielhaft für gelebte Solidarität: klein in der Größe, aber groß im Einsatz – getragen von Menschen wie der Obfrau Reinhilde Müller, die mit Herz, Mut und Tatkraft dazu beitragen, Perspektiven für junge Menschen in Uganda zu schaffen.

Reinhilde Müller
ist Vereinsobfrau der Hilfsorganisation "Kinder in Uganda" und bakam 2017 von Landeshauptmann Markus Wallner das Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg für ihren langjährigen Einsatz verliehen.