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miteinander 11-12/2026

Das Leben des Adeligen war geprägt von tiefer Frömmigkeit, kluger Herrschaft und einem ausgeprägten Sinn für die Förderung von Kirche und Kultur. Geboren um 1073 als Sohn des Markgrafen Leopold II. und Ida von Formbach, entstammte Leopold III. von Österreich dem Geschlecht der Babenberger und regierte ab 1095 als Markgraf von Österreich. Seine Herrschaft war von wirtschaftlichem Aufschwung und territorialer Festigung des Landes gekennzeichnet. Zudem galt Leopold III. als Diplomat und war für seinen gerechten Führungsstil bekannt. Eigenschaften, welche ihm schon zu Lebzeiten hohes Ansehen beim Volk einbrachten.
Glaubensleben und Klostergründungen
Die tiefe Religiosität Leopolds III. manifestierte sich in zahlreichen Klostergründungen, die bis heute das kulturelle und geistliche Leben Österreichs bereichern. Die Stifte Klosterneuburg, Heiligenkreuz und Klein-Mariazell gehen auf seine Initiative zurück.
Eine berühmte Legende erzählt, dass der Schleier seiner Frau Agnes bei der Jagd vom Wind fortgetragen wurde. Leopold III. habe diesen Jahre später bei einem Jagdausflug wiedergefunden – genau an der Stelle, wo in späterer Folge die Stiftskirche Klosterneuburg errichtet wurde. Eine Versinnbildlichung für seine göttliche Berufung und sein Wirken als Wohltäter und Kirchen-Stifter.
Leopolds Spuren
Noch heute prägen der hl. Leopold und sein Wirken die Region Österreichs. So hinterließ Leopold III. in der österreichischen Kunst und Architektur bleibende Spuren. Die berühmte Verduner Altarplatte in der Stiftskirche Klosterneuburg, ein Meisterwerk romanischer Goldschmiedekunst aus dem Jahr 1181, wurde in der von ihm gegründeten Kirche installiert und erinnert bis heute an seine großzügige Förderung der sakralen Kunst. Zudem gilt der Leopoldimarkt in Klosterneuburg als feste Bestandteil der niederösterreichischen Genuss-Kultur.
Nach seinem Tod am 15. November 1136 wurde Leopold III. in der Stiftskirche Klosterneuburg bestattet. Bereits zu Lebzeiten beim Volk beliebt und verehrt, sprach ihn Papst Innozenz VIII. 1485 heilig. 1663 wurde der hl. Leopold zudem zum Landespatron von Österreich erhoben.
Verehrung und Patronat
Die Erwähnung der Person Leopolds in Volksliedern sowie Statuen des hl. Leopold zeugen davon, dass der Name des Heiligen und sein Wirken nicht nur historisch, sondern auch kulturell und spirituell lebendig sind. So zieht die von Leopold III. initiierte Stiftskirche Klosterneuburg als religiöse-touristisches Zentrum von kulturhistorischer Bedeutung jährlich zahlreiche Besuchende an. Die Grabstätte des Heiligen in der Stiftskirche, die reichen Kunstschätze der Klosterbibliothek sowie die Schatzkammer sind Ziel von Pilgern und Interessierten aus aller Welt.
Am Beispiel des Leopoldplatzes in Wien-Brigittenau oder der Leopoldstraße in vielen niederösterreichischen Gemeinden zeigt sich der Landespatron namensprägend. Der am 15. November alljährlich gefeierte Leopolditag als schulfreier Feiertag in Wien und Niederösterreich sowie die traditionelle „Leopoldifeier“ mit dem Klosterneuburger Brauchtum des „Fasslrutschens“ erinnern an den einflussreichen Adeligen und Landespatron Österreichs.

Leopold III.
entstammte dem Adelsgeschlecht der Babenberger und wurde um 1073 als Sohn des Markgrafen Leopold II. und Ida von Formbach geboren. Papst Innozenz VIII. sprach den Kirchenförderer um 1485 heilig. Seit 1663 ist der hl. Leopold sowohl Nationalpatron von Österreich als auch Landespatron von Wien und Niederösterreich. Der am 15. November gefeierte Leopolditag erinnert an den adeligen Wohltäter.