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Aus dem neuen »miteinander«

Ordentlich Nachhaltig

Ordensgemeinschaften als nachhaltige Kompetenzzentren

Viele Ordensgemeinschaften sind „Kompetenzzentren der Nachhaltigkeit“, in denen schöpfungsbewahrend gelebt und gewirtschaftet wird. Mit ihrem Tun können sie der Gesellschaft eine Richtung vorgehen, in die es gehen muss, um unser „Haus“ zu retten. Von Elisabeth MAYR.

miteinander 9-10/2022

Group of demonstrators on road. Activists protesting on social issues. Race fight and climate change protesting activist during lockdown. global warming and environmental issues. Activists protesting on the street. Group of protestors race fight clim

Als die Anfrage kam, ob wir im Medienbüro einen kurzen Bericht zum Thema „Orden und
Nachhaltigkeit“ schreiben könnten, stimmte ich ohne zu zögern zu: nicht nur, weil im letzten Jahr viele Gemeinschaften bei der „5vor12“-Aktion ein sichtbares Zeichen für den Klimaschutz setzten, sondern auch, weil viele Ordensniederlassungen zugleich Kompetenzzentren der Schöpfungsverantwortung sind. Die Herausforderung ist also nicht, etwas über Orden und Nachhaltigkeit zu schreiben, sondern die Auswahl, die aus der Vielfalt getroffen werden muss und die stellvertretend für alle Gemeinschaften stehen soll. Folgend einige Anhaltspunkte:

 

1. Viele Gemeinschaften haben PV-Anlagen errichtet, wie die Benediktiner im Stift Melk oder Michaelbeuern. Das Stift Altenburg im Waldviertel zeigt vor, wie klimafitte Waldbewirtschaftung geht, und ist dafür mit dem Staatspreis für „beispielhafte Waldwirtschaft“ ausgezeichnet worden. Das Stift Admont prüft gerade E-Mobilität, weil „wir wollen einen Beitrag zur Klimaneutralität leisten, damit die nächsten Generationen einen lebenswerten Planeten
vorfinden“, so Wirtschaftsdirektor Franz Pichler dazu.

 

2. Die Barmherzigen Brüder sind Vorreiter in der Gesundheitsbranche: All ihre Krankenhäuser,
Pflege- und Betreuungseinrichtungen wurden klimafit gemacht und sparen jetzt schon die Hälfte der CO₂- Emissionen von 2017 ein. Im Februar 2022 erhielten die
Einrichtungen dafür die EMAS-Zertifizierung. Dieser Wunsch nach einem bewussteren Umgang mit Ressourcen entspringt u. a. der Spiritualität des Ordens, wie Provinzial Fr. Saji Mullankuzhy festhält: „Die Werte des Ordens – Hospitalität, Verantwortung, Qualität und Respekt – sind selbstverständlich Teil unserer Schöpfungsverantwortung.“

 

3. Was in dieser Aufzählung nicht fehlen darf, ist das Bestreben einzelner Ordensleute,
in ihrem Tun auf die Schöpfung zu achten und mit den Ressourcen unserer Erde schonend umzugehen: Denn im Endeffekt kommt es auf das Engagement jedes und jeder Einzelnen an. Einer, der sich stark für den Klimaschutz einsetzt, ist der Steyler Missionar P. Franz Helm. Nicht nur, dass er selbst und seine Mitbrüder ihre persönlichen Lebensstile in allen Bereichen wie Mobilität, Wohnen, Ernährung etc. im Sinne des Umweltschutzes verändert haben, sondern er geht auch zusammen mit der Initiative „Fridays for Future“ auf die Straße. Er ist davon
überzeugt, „dass es ganz einschneidende, schnelle Maßnahmen für den Klimaschutz braucht“, erzählt er im aktuellen Podcast „ON AIR“ – Nachzuhören unter: ordensgemeinschaften.at/publikationen/podcast
Marienschwestern vom Karmel bei der '5vor12!'-Klimaschutz-Aktion
Insgesamt kann man festhalten: Orden zeigen mit ihrer Lebensweise, ihrem Engagement und ihrem Einsatz vor, wie es gehen kann. Jeder Einzelne muss sich der ,Verantwortung für die Schöpfung bewusst werden. Es gibt keinen „Planet B“.


Mag. Elisabeth Mayr

Elisabeth Mayr

ist freie Journalistin und Mitarbeiterin der Abteilung „Kommunikation und Medien“ im Büro der Österreichischen Ordenskonferenz mit Spezialisierung auf die Bereiche Online und Digitales.

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