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Aus dem neuen »miteinander«

Unglaublich, aber wahr

Wissenswertes zu Unglaublichem

Informationen, Hintergründe und wissenswerte Fakten zu weltweit Unglaublichem. Von Rainer MANZENREITER

 miteinander 3-4/2025

miteinander 3-4/26

Kaum zu glauben: Wissenswertes zu Unglaublichem

 

miteinander 3-4/26

Meeresleuchten

An tropischen Küsten wie der Mosquito Bay auf Puerto Rico, den Malediven oder in Mosambik scheint das Meer bei Nacht magisch zu glühen. Das Leuchten entsteht durch winzige Meeresorganismen, sogenannte Dinoflagellaten, die durch Bewegung Licht abgeben. In der Mosquito Bay leben bis zu 100.000 dieser Einzeller pro Liter Wasser, wodurch sie als das hellste biolumineszierende Gewässer der Welt gilt.

 

 

 

miteinander 3-4/26

Überlebenskünstler

Kaum größer als ein Sandkorn, doch nahezu unverwüstlich: Tardigraden, auch Bärtierchen genannt, sind wahre Überlebenskünstler. Sie trotzen Temperaturen von -270 °C bis +150 °C, überstehen radioaktive Strahlung und sogar das Vakuum des Weltraums. Ihr Geheimnis liegt in einem Überlebensmodus namens Kryptobiose: ein Zustand, in dem der Stoffwechsel extrem reduziert wird und Bärtierchen über zehn Jahre überdauern können. In Experimenten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) überstanden Tardigraden zwölf Tage im freien Weltraum und erwachten danach wieder zum Leben.

 

 

miteinander 3-4/26Konservierter Lebensraum

Im Norden Tansanias liegt der Natronsee, ein stark alkalischer Salzsee mit einem pH-Wert von bis zu 10,5 (ähnlich ätzend wie Ammoniak). Temperaturen bis zu 60 °C und extreme Salzkonzentrationen schaffen Bedingungen, welche die meisten Lebewesen meiden. Tierkadaver, die ins Wasser geraten, werden durch chemische Reaktionen konserviert und „versteinert“. Nur für Zwergflamingos ist der hohe pH-Wert kein Problem: 2,5 Millionen brüten hier jährlich und ernähren sich von den Salz liebenden Mikroorganismen, die im alkalischen Wasser gedeihen.

 

 

miteinander 3-4/26

Blutroter Wasserfall

Am Taylor-Gletscher in der Ostantarktis tritt rostrot gefärbtes Wasser aus: die sogenannten Blood Falls. Die Farbe stammt von eisenhaltigem, salzreichem Wasser, das oxidiert, sobald es an die Oberfläche gelangt. Das Wasser entstammt einem uralten, etwa fünf Millionen Jahre alten unterirdischen See, der rund 400 Meter unter dem Eis eingeschlossen ist. Dort existieren Mikroben, die ohne Licht und Sauerstoff überleben, indem sie chemische Energie aus Schwefel- und Eisenverbindungen gewinnen.

 

miteinander 3-4/26

Größter Schokoladebrunnen

Im Oberösterreichischen Allhaming (Bezirk Linz-Land) fließen täglich 1,5 Tonnen an flüssiger Schokolade den weltweit größten Schokoladebrunnen hinunter. Die Confiserie Wenschitz hat hier den 12,27 m hohen Brunnen in der hauseigenen Erlebniswelt – der „Pralinenwelt“ – installiert. Der Schokoladebrunnen zieht sich über drei Stockwerke, wobei die flüssige Schokolade in Kaskaden und durch goldene Ringe herabfällt.

 

 

 

miteinander 3-4/26

Biologische Manipulation

In tropischen Regenwäldern inszeniert der Pilz Ophiocordyceps unilateralis ein gespenstisches Schauspiel. Er befällt Ameisen, übernimmt ihre Körperfunktionen und manipuliert ihr Verhalten. Der Pilz zwingt die Tiere, auf Pflanzen zu klettern und sich dort festzubeißen. Nach dem Tod der Ameise wächst aus ihrem Kopf ein Fruchtkörper, der Sporen freisetzt und neue Wirte infiziert. Dieses Phänomen hat bereits Filme, Bücher und Videospiele inspiriert und ist ein Paradebeispiel für biologische Manipulation.

 

 

miteinander 3-4/26

Dauergewitter

Über dem Maracaibo-See in Venezuela entladen sich im Jahr in bis zu 240 Nächten gewaltige Gewitter. Dieses Naturphänomen, bekannt als Catatumbo-Blitze, entsteht beim Zusammentreffen warmer, feuchter Luft vom See mit kühler Bergluft aus den Anden. Das Ergebnis sind spektakuläre elektrische Entladungen, die über Hunderte Kilometer weit zu sehen sind. Die Region zählt zu den blitzreichsten Orten der Erde.

 

 

 

miteinander 3-4/26Blick nach oben

In den dunklen Tiefen des Pazifiks lebt der Glaskopffisch (Macropinna microstoma). Sein Kopf ist transparent und seine leuchtend grünen Augen sind röhrenförmig und beweglich, womit er sowohl nach oben als auch nach vorn blicken kann. Diese ungewöhnliche Anatomie erlaubt es dem Fisch, Beute über sich zu erkennen, während er im Dunkeln der Tiefsee schwebt. Seine durchsichtige Kopfhaube schützt die Augen vor den Stichen von Quallen, von denen er sich teilweise ernährt. Wird der Fisch gefangen und gelangt an die Wasseroberfläche, kollabiert dabei seine Schutzhaube.

 

 

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Kaiserschmarrn-Rekord

Am 6. Oktober 2018 schrieb das Tiroler Stubaital kulinarische Geschichte: In einer Pfanne von 4,2 m Durchmesser wurde ein 309 Kilogramm schwerer Kaiserschmarrn gebacken. Der Schmarrn wurde anschließend von den sechs Rekordköchen an Besucher:innen verteilt. Ein Stück österreichischer Kulturgeschichte in Rekordgröße.

 

 

 

 

miteinander 3-4/26

Theoretisch unsterblich

Die winzige Qualle Turritopsis dohrnii, kaum größer als ein Fingernagel, kann ihren Lebenszyklus umkehren. Nach Stress, Verletzung oder Alter verwandeln sich ihre Zellen zurück in einen jugendlichen Zustand – ein Prozess, der als Transdifferenzierung bezeichnet wird. Theoretisch könnte die Qualle ewig leben, sofern sie nicht gefressen wird. Forscher untersuchen sie deshalb intensiv, um die Mechanismen hinter dieser zellulären Verjüngung zu verstehen.

 

 

miteinander 3-4/26

Rote Legende

Um die Farben von Österreichs rot-weiß-roter Fahne rankt sich eine blutige Herkunft-Legende. Das Rot kommt demnach von gegnerischem Blut auf einem weißen Stoff. Im 11. Jahrhundert soll Herzog Leopold V. in einer Schlacht in weißer Kleidung gekämpft haben, die am Ende von Blut getränkt war. Nur wo sein Schwertgurt den weißen Stoff umfasst hatte, blieb ein weißer Streifen.

 

 

 

miteinander 3-4/26

Lebend eingefroren

Der nordamerikanische Waldfrosch (Rana sylvatica) kann Temperaturen von bis zu -20 °C überleben. Dabei lässt er ein Drittel seiner Gewebezellen einfrieren und stellt seine Gehirnfunktion vollständig ein. Möglich macht das eine hohe Konzentration von Glukose und Harnstoff, die als natürliche Frostschutzmittel wirken. Sobald im Frühjahr die Temperaturen steigen, taut der Frosch auf und erwacht scheinbar wieder zum Leben.

 

 

miteinander 3-4/26

Kleinste Gemeinde

An den Einwohnern gemessen, ist die kleinste Gemeinde Österreichs die Tiroler Gemeinde Gramais mit 44 Einwohnern. Die kleinste Marktgemeinde in Österreich ist Waldkirchen an der Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich mit 462 Einwohnern. In Tirol findet sich die kleinste Stadtgemeinde Österreichs – Rattenberg hat 2025 484 Einwohner und liegt auf einer Fläche von nur 0,11 km2. Damit ist die Stadtgemeinde aus dem Bezirk Kufstein auch die flächenmäßig kleinste Gemeinde Österreichs.

 

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