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Aus dem neuen »miteinander«

Unterwegs auf dem dreifachen Liebesweg

Sieben Fragen an: Gertrude Stagl, Leiterin des „Café Ephata“, Pastoralassistentin und Supervisorin

Persönlichkeiten ganz persönlich: Menschen aus Gesellschaft und Öffentlichkeit stellen sich und ihre Tätigkeiten vor. Diesmal: Gertrude Stagl, Leiterin des „Café Ephata“ in Wien Mariahilf, Pastoralassistentin sowie Supervisorin, Familien- und Erwachsenenberaterin.

Aufgezeichnet von Lukas CIONI

miteinander 11-12/2026

Welche Personen haben Sie in Ihrem Werdegang inspiriert — wie und warum?

Ein Freund, der mich zu einer Gebetsgruppe eingeladen hat. Freundinnen, die mich annahmen und das Leben mit mir teilten. Meine geistlichen Begleiterinnen und Begleiter, die mir „wachsen“ halfen. Eine Therapeutin, durch die ich viel Heilung erfuhr. Mein Mann, der hinter mir steht.

 

Ein prägender Moment in meinem Leben war …

… als ich begriffen habe, dass ich das Leben gesucht und Jesus gefunden habe. Jesus, Gott – Vater/Mutter, die Ruach (der Geist Gottes, Anm.) begleiten mich in allen Höhen und Tiefen des Lebens. Ich habe gekämpft, getrauert und durfte Schritt für Schritt heiler werden und so wuchs Dankbarkeit für mein Leben und ich wurde reich beschenkt.

 

Woraus schöpfen Sie aktuell Kraft und Zuversicht?

Aus Stille und dem Wort Gottes, das konkret in meinen Alltag „reinspricht“. Aus der Gemeinschaft mit Menschen: mein Mann, meine Freundinnen und Freunde, meine Familie. Das Ephata mit den vielen lebendigen Gruppen – etwa der Gebetsgruppe. Die Frauengruppe in Altsimmering.

 

Was bereichert Sie in Ihrer Tätigkeit als Pastoralassistentin sowie als Ehe-, Familien- und Lebensberaterin?

Als Pastoralassistentin das Pfarrteam, die Theologischen Tage, Weiterbildungen und die Begegnungen mit den Menschen in der Pfarre, die ich sehr schätzen lernte und mit denen ich arbeiten durfte. Vor allem mit andern gemeinsam Räume schaffen, in denen Gott erfahrbar wird und Menschen sich selber und andere lieben lernen. In der Beratung die Supervision mit den KollegInnen, die Weiterbildungen und meine KlientInnen, die ich auf ihrem Weg begleiten darf.

 

Was wünschen Sie sich von der Kirche?

Offenheit für die weibliche Seite Gottes. Bereitschaft für Veränderungen (z. B. Frauen im Amt, verheiratet Priester, verständliche Sprache). Eine lebendige Liturgie, wo Menschen bestärkt und gehört werden und mitgestalten können. Willkommenskultur!

 

Glaube und Berufung bedeuten für mich …

Den dreifachen Liebesweg zu gehen: den Weg zu mir selber, den Weg zu den Menschen und den Weg zu Gott gehen.

 

Wer ist Gertrude Stagl?

Eine Frau, die gern mit Menschen zusammen ist. Mein Leitsatz: Ich will den 3-fachen Liebesweg gehen in Dankbarkeit.


 

Zugehörig fühlen

Gertrude Stagl

ist diplomierte Familienberaterin, Erwachsenenbildnerin, Pastoralassistentin und Seelsorgerin. Neben der Team-Leitung des „Café Ephata“ in Wien Mariahilf ist sie für die Caritas in den Bereichen Hauskrankenpflege, Behindertenbetreuung sowie Koordination und Familienberatung tätig.

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