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Schmiedin vieler Werke

Margarete Schmid

Mit einem Porträt der Theologin und engagierten Katholikin Margarete Schmid (1914–1997) beginnen wir eine neue Serie über „Gottes starke Töchter“.

Von Ingeborg SCHÖDL

Margarete Schmid

Sie war eine der drei Frauen, die in dem 1932 errichteten Seelsorgeinstitut der Erzdiözese Wien mit der Umsetzung neuer Initiativen betraut wurden und einige Kirchenmänner zu dem Ausruf veranlassten: „Schickt’s die Madln ham.“ Margarete Schmid wurde 1914 in Innsbruck geboren und war geprägt von der jesuitischen Spiritualität. Als sie 1938 nach Wien kam, hatte sie gerade das Studium der Philosophie abgeschlossen. Eigentlich wollte sie Theologie studieren, was für Frauen damals aber nicht möglich war. Erst 1956 erwarb sie – als fünfte Frau in Österreich – ein Doktorat in Theologie.

 

In Wien herrschte nach der Machtergreifung durch das NS-Regime eine zum Zerreißen gespannte Situation: Trotz der ständigen Beobachtung durch die Gestapo versuchte man in dem unter der Leitung von Prälat Karl Rudolf stehenden Seelsorgeinstitut neue pastorale Konzepte zu entwickeln. So entstand 1940 das „Theologisches Laienjahr“, das sofort großen Zuspruch fand. Betreut und organisiert wurde dies überwiegend von Margarethe Schmid. Nicht ungefährlich, da man nie wusste, ob sich nicht eingeschleuste Spitzel unter den Kursteilnehmern befanden.

 

1956 wurde Schmid dann hauptamtlich mit der Leitung der „Theologischen Kurse“ betraut. Bereits 1950 hatte sie aber ihre Idee, auch einen „Fernkurs für theologische Laienbildung“ anzubieten, umgesetzt. Im Jahr 1947 verwirklichte sie einen anderen Gedanken: Sie gründete das Referat „Buch und Schrifttum“ (heute „Literarisches Forum“), um damit literarisch Interessierten einen Zugang zur Literatur des 20. Jahrhunderts zu eröffnen. Zusätzlich installierte sie noch einen „Lehrgang für Bücherkunde“ und leitete diesen ebenso wie die Zeitschrift Zeit im Buch ehrenamtlich.

 

Großen Wert legte „die Schmidin“, wie man sie nannte, auf die Auswahl der Referenten für die Theologischen Kurse: Kaum ein namhafter Theologe, der sich nicht auf ihrer Referentenliste befand. Eine besondere Ehre bedeutete es auch, in den „Schmid’schen Salon“ eingeladen zu werden. Prominenz aus den verschiedensten Fachgebieten traf sich in ihrer Privatwohnung zum Gedankenaustausch. Magarete Schmid, die „Schmidin vieler Werke“, starb am 11. Jänner 1997.

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