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Lieber Petrus Canisius!

 

Was können wir zu einer friedlicheren und besseren Welt beitragen? Was kann das Christentum – und vor allem die katholische Kirche – zu einer besseren Welt beitragen? Was können wir tun, um das Christentum für alle verständlich in die Welt hinauszutragen? In deinem Katechismus hast du vor nunmehr fast 500 Jahren den Grundstein dafür gelegt.

 

Schon in jungen Jahren hast du dich für das katholische Christentum engagiert, mehrere Zentren der Ordensgemeinschaft der Jesuiten gegründet und dein Wissen als Lehrender an Universitäten im gesamten deutschsprachigen Raum weitergegeben. Auch zur Gegenreformation hast du maßgeblich beigetragen. Im Jahr 1558 wurde schließlich dein „Catechismus minor“ veröffentlicht – eine in Fragen und Antworten aufgebaute Übersicht des Glaubens der katholischen Kirche, die vor allem als Lehrbuch für Schüler und Studenten dienen sollte.

 

Es mag surreal klingen, dass ich im Jahr 2021 diesen Brief an dich verfasse. Hättest du jemals damit gerechnet, dass dein Einsatz für die katholische Kirche solch großen Einfluss haben wird? Noch heute lernen wir im Religionsunterricht von deinem engagierten und einflussreichen Wirken. In der Stadt, in der ich zur Schule gehe, gab es bis vor Kurzem sogar ein Haus, das nach dir benannt wurde. Das Canisiusheim wurde in den 1950er Jahre erbaut und diente als Sitz des „Propädeutikums“ – also als Vorbereitung auf die Priesterausbildung. Ungefähr 300 Männer, die damals im Canisiusheim wohnten, sind in weiterer Folge Priester geworden. Außerdem gibt es auch das Canisiuswerk. Das ist ein Verein zur Unterstützung katholischer Studenten, die einen geistlichen Beruf ergreifen wollen. Seit der Gründung der Stiftung wurden etwa 4.000 Priester auf ihrem Weg begleitet.

 

Es ist wirklich faszinierend, welche Spuren dein Einsatz für die katholische Kirche bis in die heutige Zeit hinterlassen hat. Zu deinem 500. Geburtstag wünsche ich dir deshalb nichts mehr, als dass sich andere ein Beispiel daran nehmen und die Grundgedanken des Christentums nicht nur tief im Herzen, sondern auch weit in die Welt hinaustragen!

 

 

Liebe Grüße,

Hannah Schmid

 

 

 

 

 

 

 

 


PETRUS CANISIUS

Hätte Pieter Kanijs nicht irgendwann die latinisierte Form Petrus Kanisius, seinem Namen vorgezogen, dann würde wohl auch das Canisiuswerk heute nicht so heißen.

 

Petrus Canisius nannte sich jener Mann, der am 8. Mai 1521, also heuer vor genau 500 Jahren, in Nimwegen geboren ist. 1543, wieder am 8. Mai, trat er als erster Deutscher in Rom in den Jesuitenorden ein, der kurz davor gegründet worden war. Zeitlebens setzte sich Canisius für die Reform der Kirche ein, aber nicht so, wie es die Reformation wollte. Seine Reisen quer durch Europa führten ihn 1552 nach Wien, wo er Prediger im Stephansdom und einige Jahre sogar Administrator der Diözese war.

 

Als gefragter theologischer Berater der Machthaber seiner Zeit kam er weit herum und wirkte wiederholt in Innsbruck, wo er auch die Grundlage für die heutige Universität legte. So wurde Petrus Canisius auch zum Patron der Diözese Innsbruck gekürt. Berühmt wurde er schon damals durch seinen Katechismus, der im Frage-Antwort-Stil religiöses Grundwissen vermittelte und so zum Verkaufsschlager wurde.

CANISIUSWERK
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