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"Messie-Pfarren"-Hilfe

Kolumne von Georg Plank

Bei Innovationsseminaren lasse ich meist eine Aufstellung aller Aktivitäten zu einem Thema machen – etwa zur Jugendpastoral oder zum sozialen Engagement. Dann folgt eine Bewertung der Qualität und der Wirksamkeit. Dabei zeigt sich Erstaunliches: So werden viele Dinge umgesetzt, die keinen Erfolg zeitigen und noch dazu die Beteiligten stark belasten. Überlastung, keine Ausstrahlung, null Spielraum für Neues.

Lesen Sie folgende Beschreibungen des „Messie-Syndroms“ einmal im Blick auf Ihnen bekannte kirchliche Gruppen und Einrichtungen: „Messies“ neigen zum Horten von Dingen oder Aktivitäten, die eigentlich als wertlos gelten. Die Betroffenen sind unfähig, zwischen wichtig und unwichtig, brauchbar sowie unbrauchbar zu unterscheiden. Oft sehen sie die Irrationalität ihres Tuns zwar ein, sind aber nicht in der Lage, der Einsicht entsprechend zu handeln. Auch stürzen sich „Messies“ oft voller Elan in neue Aufgaben, denen sie aber nicht gewachsen sind. So bleiben viele angefangene Projekte liegen und vergrößern die Unordnung. Nach außen erscheinen „Messies“ oft unauffällig, offen und kreativ. Das „Messie-Syndrom“, auch als Desorganisationsproblematik bezeichnet, führt tragischerweise zur Vermüllung und Verwahrlosung.

Daher empfehle ich: Bevor Sie in Ihrer Pfarre ein neues pastorales Projekt andenken oder starten, trauen Sie sich, das Bestehende ordentlich auszumisten. Die Herausforderung: Nicht Ihre Vorlieben sollen dabei entscheidend sein, sondern der pastorale Sinn einer Tätigkeit und die Menschen, für die sie gemacht werden.

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