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Fehlt uns Bekennertum?

Kolumne von Ingeborg Schödl

Die Kirche präsentiert sich heute anders als in meiner Jugendzeit. Ein Kirchenbesuch etwa bedeutete damals Teilnahme an traditionellen Feierlichkeiten, die man nur als Randfigur absolviert hat. Heute ist auch hier die Fröhlichkeit und Spontanität eingezogen. Rhythmische Musik, afrikanische Tänze oder lateinamerikanische Klänge sind in den heiligen Hallen nicht mehr verpönt und laden zum Mitmachen ein. Für Jesus wird marschiert und man trifft sich dabei auch mit Menschen gegensätzlicher Lebenshaltung. Wallfahren ist ebenfalls wieder "in", das Gemeinschaftserlebnis zieht selbst Fernstehende an.

Alles gut und schön – Nörgler, die meinen, der Zeitgeist sei in die Kirche eingezogen, gibt es immer. Was mich dagegen in meinem "Seitenschiff" beschäftigt, ist, dass neben der Präsentation des Christentums durch öffentlichkeits- und auch medienwirksame Aktivitäten, das "Bekennertum" im Alltag zunehmend unterzugehen droht.

Wo bringen wir uns bei gesellschaftlichen Themen noch als Christen ein? Wo erheben wir unsere Stimme, wenn christliche Grundsätze unterzugehen drohen? Protestieren wir, wenn unsere christlichen Symbole zusehends aus dem öffentlichen Raum verbannt werden? Trifft ein Politiker eine Entscheidung aus christlicher Verantwortung, auch wenn diese gegen die Parteilinie ist? Oder hat ein Unternehmer schon einmal damit geworben, dass sein Betrieb nach christlichen Grundsätzen geführt wird?

Singen, marschieren oder tanzen für Jesus ist halt doch leichter, als in seinem Geist zu handeln.

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