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Schaukästen sind Visitenkarten

Kolumne von Georg Plank

Stolz zeigte mir meine Berliner Gesprächspartnerin die historisch bedeutsame evangelische Gethsemanekirche im Ostberliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Während der 1980er Jahre war die Gethsemanegemeinde ein Sammelpunkt für Oppositionelle und die DDR-Friedensbewegung. 1989 spielte sie eine aktive Rolle bei der friedlichen Revolution und beim Fall der Berliner Mauer.

Während des ersten Ökumenischen Kirchentags 2003 fanden hier zwei ökumenische Gottesdienste mit gemeinsamer Abendmahlsfeier evangelischer und katholischer Christen statt – trotz des Verbotes durch Papst Johannes Paul II. war die Beteiligung an den Feiern riesig. Der aus Graz stammende Priester und Theologe Gotthold Hasenhüttl lud bei einem katholischen Gottesdienst alle zur Teilnahme an der Kommunion ein und wurde daraufhin suspendiert. Spannend, kontroversiell, aktuell: Auch heute wirkt in dieser Kirche eine lebendige und innovative Gemeinde mitten in einem extrem säkularen Umfeld.

Umso bedauerlicher fand ich, dass die rund um die Kirche aufgestellten Schaukästen den gegenteiligen Eindruck vermittelten. Abgelaufene Termine, dilettantische Plakate, Insidersprache und generell lieblose Gestaltung wirken auf Interessierte wohl kaum attraktiv. Leider ist das ein allgemeiner Trend in vielen Pfarren. Man unterschätzt, dass Schaukästen eine Visitenkarte sind. Genauso wie Pfarrblätter, Homepages und diverse Folder, die Menschen ja positiv ansprechen sollen. Innen hui, außen pfui!

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