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Offene Räume für Lebensfragen

Eine Zukunftswerkstatt

Die Zukunftswerkstatt der Jesuiten in Innsbruck bietet jungen Erwachsenen die Möglichkeit, über ihr Leben nachzudenken und ihrer Berufung auf die Spur zu kommen. Ein Gespräch mit deren Leiter, P. Helmut Schumacher. Von Elisabeth GRABNER

 

miteinander 1-2/2021

Young couple lifts their legs towards clear blue sky

 

„Die Welt auf den Kopf stellen, um sich selbst zu finden“ – so lautet das Motto der Jesuitenwerkstatt. Welches Angebot erwartet die jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren?

 

Gottes Ruf kann herausfordernd sein und das eigene Leben ins Wanken bringen. Wenn das eigene Lebenskonzept auf den Kopf gestellt wird, braucht es jemanden, der damit einfühlsam umgeht und Räume zur Verfügung stellt, in denen ich über Lebensfragen und meine Berufung und auch über meinen Glauben reden kann. Wir fassen Berufung dabei sehr weit und meinen mit dem Begriff alle Lebensentwürfe, die den Menschen Erfüllung und Freunde schenken. Daher richten sich unsere Angebote der Begleitung und des Mitlebens an junge Männer und Frauen, unabhängig davon, was für Erfahrungen im Bereich des Glaubens sie mitbringen. Menschen sollen das Gefühl bekommen, dass sie mit ihren Anliegen bei uns gesehen und wahrgenommen werden.

 

Was ist hilfreich bei der Suche nach der eigenen Berufung?

 

Wir wollen das Gefühl vermitteln, dass jeder so sein darf, wie er/sie ist, und dass es da keine Erwartungen von außen gibt. Mithilfe der Unterstützung der Gemeinschaft und dem Geist Gottes darf sich jeder bei seiner Suche leiten lassen.Wichtige Elemente dabei sind die Biografiearbeit und die Fragen, was mich im Leben ausmacht, was meine Sehnsucht und meine Wünsche sind, aber auch, was meine Verletzungen und „Umwege“ im Leben sind. In einem solchen Prozess tut es gut, jemanden zu haben, mit dem ich vertrauensvoll reden kann und der in solchen Fragestellungen geschult ist. Hier wollen wir mit der Zukunftswerkstatt ein konkretes Angebot bieten, nicht zuletzt, weil wir gemerkt haben, dass wir in der Kirche für junge Erwachsene derzeit nicht so viele Anlaufpunkte haben.

 

In der Zukunftswerkstatt wird der Beruf der Berufung bewusst sehr breit gefasst. Warum?

 

In der Begegnung und Begleitung von Menschen ist es uns ein Herzensanliegen, dass jeder und jede gut seinen/ihren Platz im Leben findet, die eigenen Potenziale entfalten kann. Gerade bei den jungen Menschen erleben wir jedoch, dass der Begriff Berufung häufig sehr einschränkend erlebt wird und daher negativ konnotiert ist. Hier wollen wir durch unsere Offenheit bewusst gegensteuern.

 

Die Corona-Pandemie hat nicht zuletzt jene, die in Begleitung von jungen Menschen tätig sind, vor einige Herausforderungen gestellt. Wie haben Sie diese Zeit bisher erlebt?

 

Wir haben übers Internet die Möglichkeit zur Einzelbegleitung geboten und waren überrascht, wie gut dieses Angebot angenommen worden ist. Viele haben es in dieser herausfordernden Zeit als gewinnbringend erlebt, mit jemandem über sich reden zu können. Uns beschäftigt seither noch intensiver die Frage, wie wir das, was uns wichtig ist, den Menschen näherbringen können, damit junge Erwachsene den Glauben für sich als gewinnbringend für ihr eigenes Leben entdecken können.

 


Die Zukunftswerkstatt

der Jesuiten in Innsbruck richtet sich an Erwachsene im Alter von 18 bis 30 Jahren – und dabei besonders an jene, die vor Entscheidungen stehen – etwa nach der Matura, vor Berufsentscheidungen –, einen Ort der Stille suchen oder über ihr Leben und ihre Berufung nachdenken wollen. Eine Religionszugehörigkeit ist nicht erforderlich, eine Offenheit gegenüber Spiritualität erwünscht.

www.zukunftswerkstatt-innsbruck.org


P. Helmut Schumacher SJ

leitet sowohl die Zukunftswerkstatt als auch das Jugendzentrum der Jesuiten MK Innsbruck.

CANISIUSWERK
Zentrum für geistliche Berufe

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