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Immer für die Ärmsten da

Ein Berufungsportrait von P. Johann Kiesling

Der Salesianerpater Johann Kiesling wirkt seit fast 40 Jahren als Missionar in Afrika. Er findet darin bis heute seine Berufung. Von Wolfgang ZARL.

miteinander 11-12/2021

 

Wer den Salesianerpater Johann Kiesling bei seinen Vorträgen erlebt, ist von seinem Lebensweg, seinem Engagement und seinen Projekten fasziniert. Immer wieder erkrankte der 87-Jährige an Malaria und doch setzte er seinen Einsatz als Missionar in der Demokratischen Republik Kongo fort. Er wuchs selber als Halbwaise auf und setzt sich nach Kräften für Waisen- und Straßenkinder ein. Das schwere Schicksal von Menschen, die Albinismus haben, liegt Pater Kiesling besonders am Herzen. Dabei handelt es sich um eine Pigment-Störung, die helle Haut und Haare verursacht. „Ich betreue Familien, die durch diese Erkrankung unter Diskriminierung leiden“, so Kiesling.


Der Priester erscheint immer gut aufgelegt, freundlich und bescheiden zugleich. Obwohl sein Lebensweg nie leicht war: „Mein Leben besteht aus Schlaglöchern und schiefen Wegen.“ P. Johann Kiesling kam 1934 in Grafendorf in Südmähren zur Welt und fand nach der Vertreibung im Gefolge des Zweiten Weltkriegs in Wien seine zweite Heimat. Der gelernte Stahlbauschlosser
trat als Spätberufener 1959 in das Noviziat der Salesianer Don Boscos in Oberthalheim in Oberösterreich ein. Nach dem Theologiestudium in Italien wurde er 1966 zum Priester geweiht. Die ersten Jahre als Priester und Erzieher wirkte er in Landeck und Fulpmes in Tirol.


Beichtvater und Brunnenbauer
Sein innigster Wunsch, als Missionar in Afrika zu arbeiten, ging 1982 in Erfüllung. Er wurde in die Demokratische Republik Kongo entsandt, wo er seitdem im Süden des Landes wirkt. Mit außergewöhnlicher Hingabe setzt sich Père Johann, wie er von der Bevölkerung liebevoll  genannt wird, für die arme Landbevölkerung ein. Er versteht es, sein technisches Talent mit der
Seelsorge zu verbinden, und dabei steht der Hilfesuchende immer im Mittelpunkt seiner Arbeit. Egal, wo seine Stationen bisher waren, in Lumbumbashi, Sakania, Kasenga oder in Kipushya, er tritt als Priester, Brunnenbauer, Organisator von Schulen, Waisenhäusern und  Krankenstationen auf. Selbst jetzt, in seiner neuen Aufgabe als Seelsorger und Beichtvater im Postnoviziat der jungen Salesianer in Kansebula, schreibt er immer wieder über Projekte an
die Don Bosco Mission Austria nach Wien. Die Liste ist nach wie vor lang: eine Kapelle, ein Brunnen für ein Dorf, Unterstützung für Kranke, egal ob alt oder jung, ein Fahrzeug für die Seelsorge.


Auch wenn er nicht viel darüber spricht, hat sich Pater Kiesling des Öfteren in Gefahr gebracht, wenn es galt, Leben zu retten. Auch die Überfälle der Rebellen in den von ihm betreuten Buschdörfern oder die Plünderung der Missionsstation haben ihn nie entmutigt. Er ist auch bekannt dafür, dass er viele kranke Menschen und schwangere Frauen aus den entlegenen Buschdörfern in stundenlangen Fahrten in die Krankenhäuser gebracht hat. Wenn er Österreich besucht, ist er immer noch ein gern gesehener Prediger und eifriger Sammler für
die Mission. Er pflegt auch gern den Kontakt zu seinen ehemaligen Schülern und zu seinen Landsleuten aus Südmähren. Bei Begegnungen mit dem 87-Jährigen merkt man, dass seine Gedanken immer bei seinen Leuten, den Ärmsten und Kranken seiner Missionsstation im Kongo, sind.


P. Kiesling konnte mit der Hilfe vieler Wohltäter und der Unterstützung der Don Bosco Mission Austria bis jetzt viele Projekte verwirklichen, besonders im Bereich des Bildungs- und Gesundheitswesens und im Brunnenbau. Darum möchte die Don Bosco Mission Austria weiter seine Hilfsprojekte unterstützen, die teils schon von seinen Mitbrüdern und Mitarbeitern weitergeführt werden.                                                                                                                     

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