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Aus dem neuen »miteinander«

Ostern für Jugendliche erlebbar machen

Von Stephan Sigg

Eine österliche To-do-Liste fürs Leben zusammenstellen, nach Rückschlägen wieder aufstehen oder einstehen für etwas, das einem wichtig ist: Ostern lässt sich auch Jugendlichen alltagsnah vermitteln. Von Stephan SIGG

miteinander 3-4/2026

miteinander 3-4/26

Im Gegensatz zur Fastenzeit und zu den Kartagen geht Ostern in Katechese, kirchlicher Jugendarbeit und Liturgie für junge Menschen oft unter. Doch auch die Botschaft von der Auferstehung bietet Anknüpfungspunkte für Jugendliche.
Aufstehen, und das früh am Morgen? Für viele Jugendliche eine absolute Herausforderung. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb kann es sich lohnen, diese Erfahrung im Zusammenhang mit Ostern zu thematisieren. Wer schon mal eine Nacht durchgemacht hat und im Morgengrauen auf dem Heimweg war, weiß, wie der Anbruch des neuen Tages alle Sinne „flashen“ kann. Jeder Morgen kann als eine Erinnerung an den Ostermorgen verstanden und als österliche Chance genutzt werden: Egal, was gestern war, Gott hilft dir auf und gibt dir die Chance, nochmals zu beginnen.
Vielleicht lassen sich die Jugendlichen zu einem Spaziergang mit einer österlichen Feier motivieren, der früh am Morgen im Dunkeln beginnt. So wie sich die Frauen in Jerusalem am Morgen auf den Weg machten zum Grab Jesus. Als Einstieg werden dabei persönliche Aufsteh-Erfahrungen reflektiert: Wie gut kommt ihr morgens aus dem Bett? Zu welcher Uhrzeit steht ihr am liebsten auf? Was erleichtert das Aufstehen? Wer oder was weckt euch? Was verpasst man, wenn man nicht aufsteht? Was bedeutet der Tagesaufbruch für euch?


Neue Optionen
Vom morgendlichen Aufstehen lassen sich Brücken bauen zum Aufstehen nach Rückschlägen und Niederlagen: ein Sportunfall, eine Absage auf eine Bewerbung, eine gescheiterte Beziehung oder eine zerbrochene Freundschaft … Oft erleben Jugendliche – da zum ersten Mal – so etwas als existenziell. Den Kopf in den Sand stecken? Game over? Gott schenkt plötzlich eine Perspektive, mit der niemand gerechnet hätte. Neue Optionen tun sich auf. Manche Jugendliche haben selbst schon solche Erfahrungen gemacht oder sie im eigenen Umfeld beobachtet. Wie kann der Bericht, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat, Mut machen zu Neuanfängen?
Im Wort Auferstehung stecken das Einstehen und der Aufstand für das Lebendig sein. Wie könnte ein solcher Aufstand aussehen? Für welche Anliegen macht sich eine solche „Demo“ stark? Alle überlegen sich konkrete Anliegen, für die ein Aufstand in ihrem Dorf, in unserem Land, weltweit notwendig wäre: „Für alle Menschen am Rand der Gesellschaft“, „Eine Gesellschaft, in der alle ihre Träume verwirklichen können“ oder „Mehr Wertschätzung für optimistische Menschen“. Noch konkreter wird dies mit einem Hinweis auf die Friedensmärsche, die an vielen Orten stattfinden.

 

Österliche Playlist
Welche Songs hören die Jugendlichen, wenn sie auf der Suche nach Hoffnung sind? Welche motivieren sie, welche geben Kraft? Alle stellen eine „österliche Playlist“ zusammen oder erzählen, welche Songs sie in herausfordernden Momenten hören. Die Songtexte werden analysiert und mit einem Kirchenlied, das die Auferstehungshoffnung anspricht, verglichen. Wie könnte eine zeitgemäße Textversion aussehen? Die Jugendlichen versuchen sich in einer kreativen Schreibwerkstatt als Songwriter.

 

Ostern ist das Fest vom Leben, vom Wieder-lebendig-Werden – eine Einladung zum Leben: Was heißt lebendig sein? Was macht Leben aus? Die Jugendlichen spüren das im Frühling deutlich. Endlich geht das Leben draußen wieder los, endlich wieder sich mit Freund:innen im Park, am Fluss oder in der Fußgängerzone treffen. Die österlichen Berichte haben Konsequenzen für die Lebensgestaltung: Welche konkreten „To-dos“ lassen sich aus der Osterbotschaft ableiten? Und welche „To dos“, die viele auf ihren Listen haben, gehören gestrichen?

 

Die Jugendlichen werden mit einer „österlichen To-do-Liste“ konfrontiert und eingeladen, eine eigene Liste zusammenzustellen mit Aktivitäten, die sie persönlich lebendig machen oder mit denen sie anderen ermöglichen können, lebendig zu sein: immer wieder aufstehen, Mut haben, sich für einen Traum einzusetzen, der eigenen Berufung zu folgen, immer wieder mal Tage ohne Verpflichtung und Zwänge einplanen … Dabei landet man bei der Frage nach dem Sinn des Lebens. Was ist wirklich wichtig? Und worauf kommt es

 an im Leben?

 www.stephansigg.com

 


miteinander 3-4/26

Stephan Sigg
ist Theologe aus St. Gallen, Journalist und Buchautor.

 

miteinander 3-4/26

Buch-Tipp
Stephan Sigg: Nur Mut! 14 Geschichten, die stark machen. Ein ideales Geschenk – zum Nachdenken über Entscheidungen, Abgrenzen und Mitmachen. Tyrolia: 2025, ISBN 978-3- 7022-4299-2, € 15,00


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