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Göttliche Medienprofis

Aus unserer Serie: Biblische Berufe

Medienberufe sind durch und durch moderne Berufe – mag man meinen. Tatsächlich gibt es für viele Medienjobs biblische Vorbilder. Von Elisabeth Birnbaum.

 

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Von Elisabeth BIRNBAUM, Bibelwerk

 

Medienfachleute haben die Aufgabe, Inhalte gekonnt zu verbreiten. Sie führen dazu Recherchen durch, erstellen Texte, Video- und Audiobeiträge und sorgen für die effizienteste Form der PR. Ihre Tätigkeit überschneidet sich da und dort auch mit der von Journalistinnen und Journalisten bzw. Korrespondenten. Einige der ältesten Medienfachleute entstammen der Bibel: Sie beherrschten ihre Aufgabe vollendet. Manche von ihnen waren so erfolgreich, dass man sie „Engel“ genannt hat. Propheten übten neben ihrer „Consultertätigkeit“ (vgl. Teil 1 der Serie im miteinander 1-2/2020) ebenfalls viele Tätigkeiten von Medienfachleuten aus.

 

Was zeichnet diese Medienprofis aus? Der wichtigste Aspekt ist: Die Botschaft muss stimmen, sie muss genau recherchiert sein. Hätte der „Engel“ Josef nicht genau sagen können, wer der Vater des Kindes seiner Verlobten ist, hätte Josef Maria wohl verlassen. Glaubwürdigkeit ist alles. Deshalb war ja auch der Prophet Jona so böse, dass seine ohnehin nicht begeistert vorgetragene Botschaft von der bevorstehenden Zerstörung Ninives sich durch Gottes Barmherzigkeit im Nachhinein als „Fake News“ herausgestellt hat.

 

Timing ist alles

 

Dann ist da die Frage des richtigen Timings: Richtige Medienprofis suchen den einen, passenden Moment, wo sie ihre Botschaft wirksam einsetzen können. Wenn die Botschaft dann auch noch überraschend und neu ist, steigert das die ungeteilte Aufmerksamkeit noch mehr. Zum Beispiel bei Abraham: Er soll seinen Sohn Isaak opfern. Gehorsam wie er ist, nimmt er seinen Sohn, bereitet alles für das Opfer her und schreitet zur Tat. Erst, als er dem Jungen buchstäblich das Messer ansetzt und die Spannung auf dem Höhepunkt ist, schreitet der Engel ein und ruft ihm das erlösende „Halt ein!“ entgegen.

 

Auch das Medienformat muss gut bedacht sein. Manches lässt sich einfach durch Worte sagen, wenn man sich dabei auf „eine verlässliche Quelle“ stützen kann. „So spricht der Herr“ ist immer ein guter Anfang. Manchmal wirkt aber ein medial inszenierter Auftritt mehr. Ein bisschen Show muss sein. Die Engelsleiter des Jakob oder das Feuerschwert der Kerubim zählen zu besonders gelungen Inszenierungen, die lange im Gedächtnis bleiben.

 

Printmedien für die Ewigkeit

 

Erfolgreich waren die biblischen Medienfachleute aber vor allem dadurch, dass sie auch die Printmedien bedient haben und dadurch ihre Botschaften in die Archive gekommen sind. Manche waren von dieser Form der Botschaft so begeistert, dass sie sie buchstäblich verschlangen wie Ezechiel.

 

Natürlich ist der größte Medienprofi Gott selbst. Er bedient sich einerseits Wortbotschaften, andererseits aber auch audiovisuellem Material wie den „Visionen“. Zielgruppenorientiert verändert er die Form der Vermittlung, je nach Bedarf. Laute und leise Formate, mithilfe seiner Mitarbeiter/innen oder allein. Dazu sind seine Botschaften immer tagesaktuell und er ist selbstverständlich immer bestens informiert. Er setzt auch sehr darauf, dass seine Botschaften im Printmedium Verbreitung finden, vor allem in einem, das man Bibel nennt. Und die Auflage dieses Printproduktes muss erst einmal übertroffen werden.

 

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